Adler gerupft – Augsburger Panther gewinnen sensationell mit 2:6 beim amtierenden Deutschen Meister!

Die Augsburger Panther gewinnen sensationell in Mannheim. Panther Goalie Jeff Deslauriers besteht, nach seinem verpatzten Einstand gegen Krefeld, die Bewährungsprobe mit Bravour. Eine überragende Mannschaftsleistung, geprägt von aggressiver Spielweise und Scheibenglück, lässt den Meister alt aussehen.


Erstes Drittel: Aggressive und engagierte Panther machten den Adlern im ersten Drittel das Leben schwer. Panther-Goalie Deslauriers strahlte von Beginn an Ruhe und Sicherheit aus. Erst in der 9. Minute ergaben sich die ersten großen Chancen. Ivan Ciernik scheiterte mit dem Puck am Pfosten und Youri Ziffzer, im Gegenzug vergab Christoph Ullmann aus aussichtsreicher Position und hämmerte den Puck neben den Kasten. Generell zeigten die Panther im ersten Drittel ein gutes Pressing, das mit einem Konter in der 14. Spielminute belohnt wurde. Adrian Grygiel legte dem mitgelaufenen Jon Matsumoto auf und dieser lupfte den Puck über die Schoner des Adler-Goalies zum 0:1 für Augsburg ins Netz.

In der 15. Spielminute durften die Panther ihr Penaltykilling unter Beweis stellen, Evan Oberg musste wegen Hakens vom Eis. Mit bissigem Spiel konnten die Panther die Unterzahl erfolgreich überstehen und sogar für Entlastung mittels Konterangriffen sorgen. In der letzten Spielminute zeichnete sich Deslauriers gegen Andrew Joudrey nochmals aus.

Zu Beginn des zweiten Drittel durfte sich der AEV, ohne zählbares zu verbuchen, am ersten Überzahlspiel des Tages versuchen, Martin Buchwieser musste wegen Behinderung in die Kühlbox. Das zweite Powerplay der Panther (25. Minute) hingegen dauerte nicht lange, mit einem fulminanten Schlagschuss prügelte Brady Lamb (26.) den Puck zum 0:2 ins Adlertor. In der 26. Minute zeigte Brent Raedeke einen gefährlichen Drehschuss aber die nominelle Nr. 1 im Panthertor blieb Sieger. Im Anschluss an diese Aktion begann die bis dato gezeigte Disziplin der Panther nachzulassen. Grygiel bekam nach härterem Einsteigen und anschließender körperlicher Auseinandersetzung mit Raedeke 14 Minuten Spielpause verordnet (2+2+10), in Summe ergab sich daraus eine Zwei-Minuten-Überzahl für die Adler. Die darauf folgenden heftigen Angriffsbemühungen der Adler konnten die Fuggerstädter mit körperlichem Einsatz und etlichen geblockten Schüssen unterbinden. Wieder mit fünf Mann auf dem Eis konnten die Panther, nach einem 2auf1 Konter durch Daniel Weiß, glücklich zum 0:3 (30.) abfälschen. In der 31. wurde ein Stockschlag gegen Ben Hanowski geahndet, das Augsburger Specialteam behielt zum wiederholten Male die Oberhand, wenn auch mit Hilfe der Querlatte. Ein kurzes 5 gegen 3, Mike Iggulden agierte in der 32. Spielminute zu aggressiv in der Verteidigung, konnte noch schadlos überstanden werden. In der 34. Spielminute schließlich konnten die Adler in einfacher Überzahl durch Ryan MacMurchy zum 1:3 einnetzen. Der Anschlusstreffer fungierte wie ein Weckruf für den Deutschen Meister, der für das restliche Drittel in Richtung Panthertor drängte. Aber Deslauriers konnte mit gutem Spiel die Panther vor weiterem Übel bewahren. Eine unnötige Strafe gegen Daniel Weiß (Hoher Stock) brachte die Adler wieder in Überzahl. Und das sollte Folgen haben: auf Pass von Jochen Hecht traf MacMurchy mit Gewalt zum 2:3 (39.).

3. Drittel


Die Augsburger kamen zu Beginn des letzten Drittels mit aggressivem Pressing aus der Kabine, gefolgt von der nächste Unterzahl (43.). Und was für eine Unterzahl: Nach Scheibenverlust von Hecht konnte Hanowski (45.) mit einem Shorthander auf 2:4 erhöhen! Sehr zum Augsburger Unwillen mussten die Panther in der 47. Spielminute mit der nächsten Unterzahl fertig werden, Brady Lamb wurde aufgrund eines Stockschlags in die Kühlbox verbannt. Die anschließende Mannheimer Drangphase beendete Matsumoto aus dem Handgelenk mit seinem zweiten Treffer zum 2:5 (50.). Zum Spielende durften die Panther mit zwei Mann mehr ran. Und wenn es mal läuft: Drew LeBlanc setzte in doppelter Überzahl den Schlusspunkt zum 2:6.

Ein kurzer Blick auf das Augsburger Lazarett: derzeit sind T.J. Trevelyan und Matt MacKay nicht einsatzfähig, nach überstandener Verletzung kehrte hingegen Verteidiger Arvid Rekis wieder zurück auf das Eis. Am Sonntag kommt der nächste schwere Gegner ins CFS: Um 16:30 Uhr ist Anpfiff gegen die Bären aus der Wolfsburg.
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