AEV besiegt die Abwehrspezialisten aus Wolfsburg mit 2:1

Jubel! Die Panther feiern den 1:1 Ausgleich gegen Wolfsburg (Foto: A. Heinle)

Am Freitagabend stand die DEL Partie Augsburger Panther gegen die Grizzlys aus Wolfsburg an. Und damit das Duell „erfolgreichster Sturm“ gegen die „beste Verteidigung“ der Liga. Und wie erwartet waren die Grizzlys aus Wolfsburg auch das unangenehm zu spielende Team. Mit giftiger und aggressiver Verteidigung machten die Wolfsburger den heimischen Panthern das Leben (anfänglich) ziemlich schwer. Aber die Panther zeigten sich taktisch flexibel und anpassungsfähig. Mit Beginn des zweiten Drittels nahmen die Panther das giftige Körperspiel an und konnten letztendlich die beste Verteidigung der Liga mit Kampf und Willen niederringen.

Never change a winning Team, frei nach diesem Motto traten die Augsburger Panther das Freitagabendspiel gegen die Grizzlys aus Wolfsburg an. Dementsprechend musst die nominale Nummer 1 im Tor, Jeff Deslauriers, wieder auf der Bank Platz nehmen. Sein „Ersatz“ Ben Meisner zeigte wieder eine solide Leistung. 4585 Zuschauer wollten diese Partie sehen.

1. Drittel

Mit einem Wechselfehler der Wolfsburger bekam der AEV die erste Gelegenheit ihre Torgefährlichkeit in numerischer Überlegenheit unter Beweis zu stellen (Kleine bankstrafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis, 2.). Und bereits hier zeigt sich die unangenehme Art und Weise der Wolfsburger Verteidigung, die wenig zuließen. Im Anschluss erspielte sich Ivan Ciernik, auf Pass von Matt MacKay, die erste gute Gelegenheit des Abends. Kurz darauf bekamen die Panther den Puck nicht aus dem eigenen Drittel und wurden prompt dafür bestraft, 0:1 für Wolfsburg (Torschütze Gerrit Fauser, 5.). Die nächste Möglichkeit für den AEV erkämpfte sich Alexander Thiel mit einem schönen Alleingang, aber die Scheibe kam dann zu hoch (8.). Generell machten die Wolfsburger, mit giftiger Verteidigung und frühem Forecheck, den Panthern das Leben schwer. Die nächste Gelegenheit in Überzahl gab es in der 8. Spielminute (Widding, Beinstellen) aber Mark Mancaris Versuch aufs kurze Eck wurde erfolgreich pariert. Nach Bandencheck musste schließlich Alex Polaczek in die Kühlbox. Ein gefährliches Solo von Fabian Pfohl konnte aber von Ben Meisner mit gutem Stellungsspiel und der Kelle zunichte gemacht werden. Direkt von der Strafbank kommend hatte Polaczek eine gute Möglichkeit, aber da war noch der Goalie dazwischen. Und weiter ging s mit lustigem Strafbanksitzen (Sergei Stas, Behinderung, 13.) aber die Grizzlys verteidigten als gebe es kein Morgen mehr. Und mit der harten aggressiven Art zu verteidigen hatte es phasenweise das Gefühl, dass sich die Panther den Schneid abkaufen hatten lassen. Aber die Panther zeigten sich anpassungsfähig und verteidigten die letzte Unterzahl im ersten Drittel mit gleicher Aggressivität wie die Wolfsburger zuvor (Rekis, Haken, 18.). Ein guter break von MacKay beendete das Drittel.

2. Drittel

Im zweiten Drittel nahmen de Panther das aggressive Körperspiel der Wolfsburger an und boten den Grizzlys Paroli. Der Ausgleich gelang schließlich in der 33. Spielminute, Jeff Likens musste wegen Beinstellens in die Kühlbox. Der Treffer wurde mit Gewalt vorbereitet, Brady Lamb hämmerte den Puck in Richtung Grizzly-Goalie und Ben Hanowski konnte den Rebound dankend versenken. Direkt im Anschluss hätten die Panther die Führung erzielen können aber Brückmann war aufmerksam. Und weiter ging es in Überzahl für den AEV (Andy Reiss, Haken, 25.). Riesen Chance für Thomas Holzmann in 31. Minute, aber der harte Passe war ganz schwer zu nehmen und Brückmann stand einem Torerfolf eindeutig im Weg. Im Anschluss stand Ben Meisner zunehmend mehr im Brennpunkt des Geschehens und konnte sich beweisen, auch nach katastrophalem Puckverlust der Panther vor seinem Tor. Aber auch Wolfsburg kann Abwehrfehler, aber Mark Mancari, im Zusammenspiel mit Hanowski konnte diesen Umstand nicht nutzen. In der 34. Minute gelang Ivan Ciernik das „Game-winning-goal“. Nach ordentlich Gedränge im Slot, der Wolfsburger Goalie lag mehr oder weniger auf dem Rücken, konnte der Puck per Rückhandlupfer zum 2:1 dort untergebracht werden wo er auch hingehört, im Bärentor. Wegen unnötiger Härte (?) wurde Jon Matsumoto kurz vor Drittelende zum zweiminütigem Zusehen verdammt. Die Unterzahl selbst wurde stark verteidigt! Und dann wollten auch die Wolfsburger auch mal wieder auf die Strafbank (Bina, Haken, 40.).

3. Drittel

Dementsprechend durften die Panther das Abschlussdrittel in Überzahl beginnen. Aber diesmal war nicht zu holen, Wolfsburg besann sich wieder auf seine Abwehrstärken. In der 45. Minute versuchte sich Arvid Rekis mit dem Bauerntrick, aber eine gestaffelte Wolfsburger Abwehr konnte einen weiteren Treffer verhindern. Gefährliche Situation für die Panther in der 48. Spielminute, Ciernik musste wegen Beinstellen auf die Strafbank. Auch diesmal zeigten die Panther ihre Zähne und verteidigten entschlossen. Der Schiedsrichter war definitiv kein Panther, aber etwas mehr Neutralität hätte man sich durchaus vorstellen können. Mike Iggulden musste in der 53. Spielminute auf die Bank (Haken), die (vermeintlichen) Regelwidrigkeiten der Wolfsburger im Vorfeld wurden hingegen großzügiger interpretiert. Aber auch diese Strafzeit konnte schadlos gehalten werden. In den letzten Minuten gab es einen offenen Schlagabtausch, Wolfsburg hauptsächlich aus der Distanz und Augsburg mit Konterentlastung. Nach Ablauf der Spielzeit bleibt festzuhalten: In diesem Jahr sind die Panther noch ungeschlagen. Bleibt abzuwarten wie sich die Panther am Sonntag in Berlin schlagen werden, bei der Mannschaft der Stunde.
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