AEV: Debakel in Niederbayern

Im Mitteldrittel war die Luft raus: Der AEV kassierte sechs Gegentore und fand natürlich nicht mehr zurück ins Spiel.

Das Derbywochenende - am Sonntag erwartet der AEV den EHC RB München - begann am Freitag im gut gefüllten Straubinger Eisstadion, wo sich trotz winterlicher Straßenverhältnisse mehrere hundert Augsburger einfanden. Sie dürften die Reise nach Niederbayern sehr bereut haben, denn der AEV ging dort sang- und klanglos mit 2:7 (0:1, 0:6, 2:0) unter.

Für beide Teams war das Spiel äußerst wichtig: Larry Mitchells EHC kämpft um Platz 10, der zur 1. Playoff-Runde berechtigt, und Mike Stewarts AEV hätte mit einem Sieg nicht nur einen weiteren Konkurrenten distanzieren können, sondern ernsthaft höhere Ziele ins Auge fassen: Platz 6 und damit die direkte Playoff-Qualifikation.

Mitchell hatte für das Spiels eine defensive Devise ausgegeben: "Wir dürfen gegen den AEV nicht mehr als 15 Chancen zulassen". Seine Straubinger stellten sich jedoch nicht einfach hinten rein, sondern begannen das Spiel durchaus angriffslustig - und hielten so den AEV weitgehend davon ab, Matt Climie im EHC-Tor ernsthaft zu prüfen. Ben Meisner dagegen hatte von Beginn an viel zu tun, um das Augsburger Tor sauber zu halten. In der 15. Minute waren es dann ausgerechnet zwei ehemalige Panther, die für ihren neuen Arbeitgeber für das 1:0 sorgten: Mike Connolly startete rechts durch, passte in die Mitte auf Sean O'Connor, und der verwandelte seinen eigenen Nachschuss.

Ein Mitteldrittel zum Vergessen

Wer gedacht hätte, Larry Michell würde sein Team nun bremsen und defensiver agieren, der hatte sich getäuscht: Straubing stürmte weiter, und Straubing überrannte den AEV. In der 23. Minute war es wieder ein Ex-AEV-Spieler, der den Pass gab: Ryan Bayda bremste links außen geschickt ab und konnte sich den Torschützen aussuchen, denn zwei Augsburger sahen sich vier Straubingern gegenüber. Bayda fand Austin Madaisky, und der versenkte den One-Timer.
Etwa zur Hälfte des Spiels brachen dann alle Dämme:

29. Minute: Yeo schießt von der Blauen Linie, und der allein vor Meisner parkende Sandro Schönberger schiebt den Nachschuss unbedrängt ins Tor.
31. Minute: Connolly passt auf Madaisky, der schießt, und da Bayda Meisner die Sicht verstellt, fällt das 4:0 - Zeit für einen Torwartwechsel, Jeff Deslauriers kommt für Meisner.
33. Minute: Wieder trifft Schönberger, wieder im Nachstochern.
35. Minute: Deslauriers lässt sich hinter dem Tor die Scheibe abluchsen. Zalewski fährt vors Tor und trifft bei Straubinger Unterzahl.
38. Minute: Auch Thomas Brandl darf sich in die Torschützenliste eintragen.

Die Panther fraßen also im Mitteldrittel sechs Treffer, waren meistens zu weit weg von den Gegenspielern - und irgendwann lief bei Straubing alles, bei Augsburg nichts mehr.

Zwei Powerplay-Tore im Schlussabschnitt lassen hoffen fürs München-Spiel

Ganz hängen ließ sich Augsburg natürlich nicht, gegen jetzt Kräfte sparende Niederbayern gelangen noch zwei schnelle Powerplay-Tore. Drew LeBlanc im Nachstochern und Adrian Grygiel von der Blauen Linie erzielten die Ehrentreffer.

Am Sonntag kommt es zum nächsten Derby im Curt-Frenzel-Stadion gegen den EHC RB München. Spielbeginn ist erst um 17:45 Uhr.
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