AEV: Derbysieg - aber Playoffs verpasst

Es gibt viel Gesprächsbedarf nach dem wiederholten Nichterreichen der Pre-Playoffs. Trostpflaster: Das letzte Heimspiel gegen Ingolstadt wurde mit 3:1 gewonnen. (Foto: G. Stadler)
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Jetzt ist es amtlich: Playoffs ohne Augsburg. Zum dritten Mal in Folge verpassen die Augsburger Panther die Playoffs, da kann auch der Sieg über die Ingolstädter nicht hinwegtäuschen. Ein Blick auf die DEL-Statistiken entlarvt die Schwachpunkte auch schnell und schonungslos. Nur der Krefelder Goalie hat eine schlechtere Fangquote, bei der Anzahl der Gegentore hingegen sind die Panther mit Abstand Spitzenreiter. Diese elementaren Defizite konnten auch nicht durch einen sehr erfolgreichen Sturm kompensiert werden, hier rangieren die Panther im vorderen Drittel der DEL. Die Leidensfähigkeit der Pantherfans muss an dieser Stelle deutlich hervorgehoben werden. Ja, es gab gute Spiele, aber in Summe war diese Saison mal wieder zum Haare raufen. Zum Saisonende war das Curt-Frenzel-Stadion nochmals ausverkauft, ergo 6139 Eishockey Fans wollten die Partie gegen den ERC Ingolstadt sehen.

Im letzten Heimspiel der Saison durfte nochmals Jeff Deslauriers im Tor der Panther ran, Ben Meisner hatte sich gegen Straubing verletzt. Und beim 3:1 (2:0 / 0:1 / 1:0) gegen die Schanzer zeigten die Augsburger Panther alle Eigenschaften, die allzu häufig in dieser Saison vermisst wurden.

1. Drittel

Die letzte Partie der Punktrunde begann erfreulich. In der ersten Spielminute konnte Adrian Grygiel auf 1:0 stellen. Dieser Wirkungstreffer saß, Ingolstadt benötigte einige Minuten um ebenfalls ins Spiel zu kommen. Und die falschen Panther konnten sich bei inkonsequenten Augsburger Panthern bedanken, dass sie nicht höher zurücklangen. Ein unkorrekter Körperangriff von Brandon Buck auf Deslauriers resultierte in einem guten, aktiven Powerplay der Panther mit etlichen Torschüssen (u. a. Jon Matsumoto). Im Anschluss war Deslauriers nach einem Blueliner mit der Beinschiene zur Stelle. Ein Pass von linksausen konnte Mark Mancari in der 12. Spielminute rechts oben ins Eck des Pielmeierschen Tors versenken: 2:0. In der 17. Spielminute hatte Mancari den nächsten Treffer auf der Kelle. Beim 2 auf 1 entschied er sich die Aktion alleine durch zu ziehen, aber diesmal war Pielmeier auf seinem Posten. In den letzten zwei Spielminuten hatten der AEV beinahe im Sekundentakt gute Möglichkeiten, aber mit der Effektivität haperte es ja in dieser Saison immer wieder mal.

2. Drittel

Und auch die Panther aus Ingolstadt können Blitzstart, nach 30 Sekunden im zweiten Drittel konnte Thomas Greilinger den Augsburger Goalie überwinden. Generell begann das Mitteldrittel mit umgekehrtem Vorzeichen, die Gäste kamen mit mehr Einsatz und Zug zum Augsburger Tor aus der Kabine. Und wieder war es Mancari, der mit einem guten Blueliner Pielmeier testete(25.). Aber auch der Ingolstädter kann Beinschiene. In der 26. Spielminute verzögerten die Schanzer das Spiel erfolgreich, dafür musste Fabio Wagner auf die Parkbank. Bei der besten Augsburger Überzahlgelegenheit klingelte zumindest der Pfosten. Die erste Überzahl der Ingolstädter (Drew LeBlanc, Behinderung 35.) wurde nach Augsburger Muster gespielt, Augsburg mit Breaks, Ingolstadt ineffizient, der Stürmer im falschen Pantherfell traf den Puck unbedrängt und in zentraler Position nicht gut. Auf ein Ingolstädter Break folgte ein Augsburger Konter, aber LeBlanc konnte in aussichtsreicher Position den Puck nicht kontrolliert vernetzten.

3. Drittel

Das letzte Drittel in der DEL Saison 2015/16 im CFS begann etwas zerfahren, keiner der Kontrahenten konnte mit gefährlichen Aktionen aufwarten. Die erste Chance hatten schließlich die Schanzer, aber der Puck ging nur ins Außennetz. In der 47. Minute musste Benedikt Kohl auf die Strafbank und der AEV in Überzahl ran. Eine Riesenchance gab es nach Schlagschuss Lamb, Trevelyan bekam noch den Schläger ran aber der Puck ging neben den Kasten. Mit abgelaufener Strafzeit kamen die Oberbayern zu einer guten Möglichkeit, aber auch Ingolstadt kann von einem nahezu leeren Tor irritiert werden. Ein Emptynetter, der Ingolstädter Goalie war zu Gunsten eines 6. Feldspielers auf die Bank gegangen, beendete die Heimsaison der Augsburger Panther. Torschütze Jon Matsumoto.

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Oliver Heller aus Augsburg - City | 05.03.2016 | 11:16  
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