AEV dreht Rückstand gegen Schlusslicht Krefeld

 

Die Krefeld Pinguine krebsen in dieser Saison am Tabellenende herum, verlieren die meisten iher Spieler - mit einer Ausnahme: Der AEV tut sich traditionell schwer gegen die rheinischen Laufvögel, und so war das auch bei den ersten beiden Spielen. Einem 3:5 im ersten Saisonspiel zuhause folgte auswärts ein 0:3 im Dezember, die vielen Fans auf Kaperfahrt durften in Krefeld nicht ein einziges Tor bejubeln. Im dritten Anlauf klappte es endlich: Augsburg gewann mit 2:1 (0:1, 2:0, 0:0) gegen den KEV.



Das erste Drittel verlief wie zu erwarten war: Sehr schwache Krefelder fanden nicht ins Spiel und zeigten den knapp 5000 Zuschauern, dass sie zurecht die Rote Laterne besitzen. Und der AEV wirkte sehr verunsichert nach zuletzt sieben Niederlagen bei acht Spielen. Zwar hatte Augsburg ein Chancenplus während der ersten 20 Minuten, das war aber auch nicht schwer, denn Krefeld hatte so gut wie keine: Eine von Goalie Ben Meisner hinter dem Tor vertändelte Scheibe und ein harter Rückpass aufs eigene Gehäuse, viel mehr war da nicht zu sehen. Und doch ging der KEV mit einer 1:0-Führung in die erste Pause, denn Hurtubise hatte in der vierten Minute einen Abpraller an Ben Meisner vorbei ins Netz bugsiert. Was sich nicht sehr positiv auf dem Spielfluss Augsburgs auswirkte.

Denn Krefeld konnte sich so auf die zwei Dinge konzentrieren, die dieses Team in dieser Saison auszeichnet: Destruktiv und defensiv spielen sowie dumme Fouls begehen. Doch im Gegensatz zum ersten Abschnitt sah das AEV-Spiel im Mitteldrittel etwas besser aus, Mike Stewarts Team biss zurück und provozierte die Gegner immer wieder zu dummen Revanchen. Es sprang zwar auch jetzt im Powerplay nichts zählbares heraus, Tore fielen aber doch: Bei gleicher Spieleranzahl gelang der Ausgleich, als in der 22. Minute Thomas Holzmann ins Angriffsdrittel durchstartete und KEV-Torhüter Galbraith verlud. Jetzt nahm das Spiel Tempo auf, was hauptsächlich am AEV lag, denn Krefeld blieb bei seiner Spielweise: hart am Mann, teilweise überhart, aber kaum geahndet von den schwachen Schiedsrichtern Bauer und Oswald. Diese beiden hatten in der 30. Minute ihren ganz großen Auftritt: Im Powerplay prallte der Puck von Aleksander Polaczeks Fuß ins Krefelder Tor. Eigentlich zählt ein mit dem Schlittschuh-Tor erzieltes Tor nicht, aber es gibt Ausnahmen. Die Schiris machten es sich also minutenlang vor der Glotze gemütlich und ließen sich die Szene vorwärts und rückwärts vorspielen - und kamen letztlich zu dem Schluss: Der Treffer zählt nicht! Die Fans tobten, vor allem, als ihnen die Szene auf dem Videowürfel präsentiert wurde: Ja, die letzte Berührung vor dem Tor war an Polaczeks Schlittschuh - aber er wurde aus kürzester Distanz angeschossen, und zwar von einem Krefelder Verteidiger. Ungültige Treffer setzen aber voraus, dass sie absichtlich, mit einer "aktiven Bewegung" erzielt werden. Augsburgs Nummer 16 hatte aber gar keine Zeit zu reagieren, er bekam den Schuss an den Fuß, und von dort prallte er ins Tor.

"Nicht-Tor" weckt Kulisse und Spieler

Eigentlich also regulär erzielt, aber das Nicht-Tor weckte jetzt die Fans auf, die ihrem Unmut lautstark Luft machten, und dieser Funke sprang über. Denn zwei Minuten später konnte Drew Leblanc zeigen, wie wichtig er für das Team ist. Ihn gelang nämlich mit einem präzisen Schlenzer die erstmalige AEV-Führung (34. Minute), die jetzt mit Kratzen, Beißen und Hauen versuchten im Spiel einzugreifen.

Vergeblich, denn es ging mit der knappen Führung in den Schlussabschnitt. Und dort musste ihn Mike Stewarts Team hart erarbeiten, denn der KEV merkte, dass da noch ein Tor drin war. Meisner und seine Vorderleute arbeiteten aber hart und meist regelkonform, nur eine Strafe gegen James Bettauer war hart, denn der hatte keine Möglichkeit seinen Gegner zu foulen. Kurz darauf gesellte sich auch noch Evan Oberg auf die Strafbank - aber die drei verbliebenden Augsburger verteidigten bravourös gegen fünf Krefelder.

Am Mittwoch kommt die DEG

In den Schlussminuten drängten die Rheinländer - jetzt ohne Goalie - auf den Ausgleich, aber Meisner konnte oft in höchster Not mehrmals retten.

Am 30.12. kommt die DEG ins Eisstadion, am 3.01. fährt der AEV-Tross die kurze Strecke nach Ingolstadt. Von den sechs zu vergebenden Punkten sollten aber ein paar in Augsburg bleiben ...
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.