AEV: Eishockey-Festtage in der Münchner Olympiahalle

Eishockey-Festtage in der Münchner Olympiahalle: Der EHC Red Bull München zieht für den Derby-Klassiker gegen die Augsburger Panther am 26. Dezember in die 10.000 Zuschauer fassende Münchner Olympiahalle um. Der Vorverkauf für die Partie startet am Dienstag, 22. September, die Preise für die Eintrittskarten variieren zwischen 8 und 38 Euro.

Nach genau vier Jahren wird unter der einzigartigen Zeltdachkonstruktion wieder DEL-Eishockey gespielt. Das war zuletzt am 30. Dezember 2011 der Fall, als die Münchner in der ausverkauften Olympiahalle Augsburg mit 5:0 besiegten. Damit Cheftrainer Don Jackson und seine Spieler vor dieser beeindruckenden Kulisse spielen können, singt nicht nur der eigens für diese beiden Spiele konzipierte Eishockey-Botschafter „Aloisius“ laut „Hockey HALLEluja“, es wird auch ein gewaltiger Aufwand hinter den Kulissen betrieben.

Fünf Tage lang werden 20 Monteure in zwei sich abwechselnden Montagetrupps jeweils 24 Stunden pro Tag arbeiten. Gespielt wird dann auf einer sogenannten EPDM-Eisbahn. Dabei werden transportfähige Module mit Kühlrohren, in diesem Fall Eismatten aus flexiblen EPDM-Gummi, ausgerollt und an eine Kühlmaschine angeschlossen. Danach werden über 20.000 Liter Wasser in mehreren Schichten aufgesprüht bis das Eis perfekt ist. In der Olympiahalle werden vier Kältemaschinen dafür sorgen, dass die Flüssigkeit auf einer Rohrlänge von 90.000 Metern die richtige Temperatur für eine DEL-taugliche Eisfläche hat. Insgesamt werden nur für die Eisfläche mehr als 80 Tonnen Material in die Olympiahalle transportiert und verbaut. Verantwortlich für den Aufbau ist die Firma AST, die bereits das Eröffnungsspiel der Eishockey-WM 2010 zwischen Deutschland und USA in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen, die beiden DEL-Winter-Games in Nürnberg und Düsseldorf sowie alle Red Bull Crashed-Ice-Events umgesetzt hat.

Einer der Protagonisten beim damaligen „Volle Halle“-Spiel gegen die Panther läuft auch heute noch für die Red Bulls auf: Uli Maurer. Sein damaliger Kapitän Stéphane Julien brachte den EHC im zweiten Drittel mit 1:0 in Führung, bevor Maurer selbst seinen großen Auftritt hatte und in doppelter Unterzahl nach einem Sololauf zur Vorentscheidung einnetzte. Die weiteren Torschützen waren der heutige Krefelder Martin Schymainski mit einem Doppelpack und David Wrigley (spielt aktuell für die Bietigheim Steelers), einer der besten Freunde von Münchens Neuzugang Steve Pinizzotto. Die Stimmung in der restlos ausverkauften Halle sorgte während des Spiels und auch danach für Gänsehaut. „Ich habe viele schöne Erinnerungen an meine Zeit hier in München, aber ich denke, das Spiel in der Olympiahalle sticht hervor. Das war ein Event, das über den Sport hinausging und bewiesen hat, welches Potenzial Eishockey hat. Das bleibt unvergesslich. Umso schöner, dass wir Ende Dezember gleich zwei Mal in der Olympiahalle spielen können“, schwärmt Maurer.

Für die eingefleischten EHC-Fans hat der Club eine eigene Fankurve mit über 1.300 Plätzen in der Ostkurve der Olympiahalle eingerichtet. Für diese Spezialkategorie werden die Tickets zunächst ausschließlich im Rahmen der regulären Heimspiele des EHC Red Bull München an ausgewiesenen Arealen hinter der Nordkurve des Olympia-Eisstadions verkauft. Erstmals stehen diese limitierten Eintrittskarten beim Spiel München gegen Hamburg (Spielbeginn um 17.45 Uhr) am 27. September zur Verfügung. Auch für die Fans der gegnerischen Teams gibt es pro Spiel 700 Tickets dieser Kategorie auf der gegenüberliegenden Seite der Olympiahalle.
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