AEV: Glücklicher Sieg für Mannheim

Auch seine zwei Tore waren letztlich wertlos: Ben Hanowski
 

Ein bärenstarker Dennis Endras und ein Fehler zu viel bringen den AEV um eigentlich verdiente Auswärtspunkte. So reichte eine zweimalige Führung nicht zum Sieg: Im letzten Drittel schlugen die nur von ihrem Torhüter am Leben gehaltenen Kurpfälzer zu, und siegten nach Fehlern von AEV-Verteidiger Valentine, den Schiedsrichtern Iwert und Schrader sowie dem Bandenbauer mit 5:3 - nach einem 2:2-Zwischenstand nach vierzig Minuten, der den Mannheimern schmeichelte.



Augsburg zeigte sich gut erholt nach der Niederlage in München und diktierte zwei Drittel lang das Spiel. Dennis Endras im Adler-Tor war schon zehn Minuten lang warm geschossen worden, da gab es die erste Chance fürs Heimteam, die Ben Meisner im Tor entschärfen konnte. Zu diesem Zeitpunkt führte der AEV bereits mit 1:0, schon in der 5. Minute hatte Ben Hanowski nach tollem Doppelpass mit Evan Trupp eingenetzt. Und der AEV kombinierte munter weiter, ließ den siebenmaligen Meister ein ums andere Mal alt aussehen. Einzig Mannheims Bester, Dennis Endras, hielt sein Team mit vielen Paraden im Spiel. Auf der anderen Seite hatte Meisner weiter wenig zu tun, es musste erst ein Mitspieler kommen und den Gegner in Szene setzen: AEV-Defender Scott Valentine spielte einen Traumpass in den Lauf von Brent Raedeke und aus dem Nichts fiel der Ausgleich in der 15. Minute.

Kleinliche Schiedsrichter sorgen für Tore

Im Mitteldrittel weitgehend dasselbe Bild: Mannheim nicht einmal bemüht und der AEV rennt gegen Endras an. Doch jetzt griffen die Schiedsrichter ins Geschehen ein, schickten Spieler auf beiden Seiten zum Teil wegen Kleinigkeiten auf die Strafbank. Das rächte sich, aber nicht wie üblich: Erst sah das Augsburger Powerplay toll aus, und wiederholt konnte sich der MERC bei seinem Torhüter bedanken - ohne Endras' Fangkünste wäre das Spiel nach dreißig Minuten entschieden gewesen. Mannheims Powerplay kurz darauf ging nach hinten los, aus einer Befreiung in Unterzahl entwickelte sich nämlich ein Augsburger Konter. David Stieler sah den zentral mitgelaufenen Arvids Rekis, und der hämmerte den Puck zur zweiten Führung ins Netz. Doch Mannheim kam wieder zurück, jetzt klappte das Powerplay: Meisner konnte einen harten Schuss gerade noch parieren, gegen das Nachstochern wieder durch Raedeke hatte er kein Mittel mehr. Nach zwei Dritteln stand es 2:2, und der AEV musste stark geschwächt in den Schlussabschnitt starten.

Doppelpack Hanowski und Bandenfehler

Denn es ging los mit vier gegen drei Spieler, dann sah man sich einer doppelten Überzahl gegenüber, beim anschließenden Vier-gegen-fünf fiel dann die erste Führung der Hausherren. Meisners einziger kleiner Fehler des Spiels - er hatte sich per Bauerntrick überwinden lassen - entschied letztlich das Spiel. Zwar drängte der AEV aufs nächste Tor, aber immer wieder war es Endras, der ein Körperteil zwischen Puck und Tor brachte. Meisner dagegen war beim 2:4 machtlos, wegen viel Verkehr vor seinem Tor sah er den Schuss von Plachta erst, als er von Kolarik abgefälscht wurde und dann hinter ihm einschlug - wieder war der MERC im Powerplay erfolgreich gewesen (54. Minute).

Aber der AEV steckte nie auf, und Ben Hanowski belohnte die Aufholjagd. In der 56. Minute wurde er von Evan Trupp angespielt, und Mike Stewarts Team war wieder dran. Doch ein statischer Nebendarsteller sorgte kurz darauf für die endgültige Entscheidung: Ein Mannheimer jagte den Puck in die Rundung, Meisner wollte ihn hinterm Tor stoppen, aber ein kleiner Fehler der Bausubstanz sorgte für einen "Pass" vors leere Tor. Dort stand Plachta goldrichtig und konnte zum 5:3 einschieben.

Aufsteiger Bremerhaven kommt am Sonntag

Das Spiel hatte Spaß gemacht und Lust auf mehr. Wenn das Team weiter so spielt, dann wird bald wieder gewonnen. Zum Beispiel am Sonntagabend um 19:00 Uhr gegen Neuling Bremerhaven. Das Ex-Team von Trainer Stewart, Verteidiger Guentzel und Stürmer Stieler startete passabel in die Liga und hat den ersten Sieg schon geschafft.
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