AEV: Glücklos in Ingolstadt

Am Freitag gegen Krefeld wurde Ben Meisner nach dem fünften Tor gegen Deslauriers eingewechselt, und er wurde in den fast zwei Dritteln nicht mehr überwunden. In Ingolstadt stand er von Beginn an im Tor, und rechtfertigte seinen Einsatz: Er zeigte eine sensationelle Leistung, die aber leider nicht zum Sieg reichte.


Trotz früher Führung und tollem Spiel nach einem 1:3-Rückstand reichte es nur noch zu einem weiteren Tor, und der AEV verlor das Derby in Ingolstadt mit 2:3.

Das Spiel ging gut los, nach nicht einmal zwei Minuten bediente Iggulden mit einem Steilpass Drew LeBlanc, der den Puck vor Ingolstadts Pielmeier abfälschte: Die etwa 700 Augsburger Fans jubelten, aber schon eine gut Minute später setzte es durch Brian Lebler die erste kalte Dusche. Nachdem der AEV den Puck nicht aus der Verteidigungszone bringen konnte und Ben Meisner hinter dem Tor verlor überwand der Austrokanadier ihn erstmals in der jungen Saison. In der Folge konnte sich der 25-Jährige wiederholt auszeichnen, denn Ingolstadt drückte nach dem Ausgleich mächtig aufs Gaspedal, nur bei zwei Powerplay-Situationen konnten sich die Augsburger etwas befreien.

Ohne weitere Tore startete das Mitteldrittel wieder mit Überzahl für den AEV, aber wieder gab es nichts Zählbares. Anders auf der Gegenseite: Nach einer umstrittenen Strafe gegen Steffen Tölzer fand sich der AEV in Unterzahlwieder, und Thomas Greilinger spielte die vier verbliebenen Augsburger samt Goalie schwindlig – mit dieser schönen Einzelaktion geht der ERCI nach 25 Minuten mit 2:1 in Führung. Und der Ausnahmestürmer legte nach, in der 33. Minute passte er auf Martin Davidek, der den Vorsprung für die Oberbayern ausbaut – mitten in einer Drangphase des AEV. Aber auch durch den erneuten Nackenschlag lassen sich Mike Stewarts Spieler nicht demoralisieren, verstärken jetzt sogar den Druck auf die Schanzer. Ingolstadt spielt technisch feiner, Augsburg kontert mit Einsatz und Kampf – leider vorerst ohne Erfolg.

Sturmlauf reicht nur zum Anschlusstreffer


Erst in der 54. Minute rächt sich das Vorsprungverwalten der Ingolstädter, Drew LeBlanc zieht direkt vom gewonnenen Bully im Angriffsdrittel ab: Endlich das 2:3! Das Tor hatte sich abgezeichnet, denn Pielmeier hatte im Schlussabschnitt alle Hände voll zu tun, Ben Meisner auf der Gegenseite aufgrund der Passivität der Schanzer dagegen kaum Möglichkeiten sich auszuzeichnen. Trotzdem wird ein sensationeller Save in Erinnerung bleiben: In der Schlussminute ist er auf dem Weg zur Bank, denn Stewart will den Ausgleich mit sechs Feldspielern erzwingen, da misslingt der Spielaufbau – und Meisner hechtet zurück ins Tor, und verhindert mit dem Schläger das sichere 4:2.

Der Ausgleich im spannenden Spiel fiel auch in den verbleibenden 48 Sekunden nicht mehr, so dass der AEV am nächsten Freitag ohne Punkte beim Meister in Mannheim antreten muss. Am Sonntag (Spielbeginn 16:30 Uhr) gastieren die Wolfsburg Grizzlies im Curt-Frenzel-Stadion. Wenn die Panther die Leistung der letzten fünf Drittel abrufen können, dann sind durchaus Punkte gegen die beiden Spitzenteams möglich.

ERC Ingolstadt - Augsburger Panther 3:2 (1:1, 2:0, 0:1)

0:1 (01:58) LeBlanc (Mancari, Iggulden)
1:1 (03:10) Lebler
2:1 (24:32) Greilinger (Taticek, McNeill) PP
3:1 (32:42) Davidek (Greilinger, Friesen)
3:2 (53:49) LeBlanc (Iggulden)
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