AEV: Nach hartem Kampf zum siebten Sieg

Auch mit zwei Spielern weniger hielt der AEV sein Tor sauber: Hier macht Goalie Jonathan Boutin die kurze Ecke zu und Verteidiger Brady Lamb blockiert den Passweg.
 
Jubel nach dem 3:1 durch Drew LeBlanc
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Bei seinem zweiten Test-Heimspiel hatte es der AEV mit einem deutlich stärkeren Gegner zu tun als vor einer Woche gegen Graz: Die Lakers aus Rapperswil-Jona spielen in der zweiten Schweizer Liga, kamen aber mit der Empfehlung, am Vortag den ERC Ingolstadt mit 4:3 geschlagen zu haben, in Augsburg an. Und die Rapperswiler machten es auch dem AEV schwer, das siebte von acht Vorbereitungsspielen zu gewinnen.



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Mark Cundari schlägt Schweizer Hünen

Das Spiel begann flott, die über 1200 Zuschauer sahen kein Abtasten, kein Sommereishockey. Brady Lamb testete mit einem Schlagschuss den Pfosten (er hielt), der 1,75 große Mark Cundari testete den fast einen Kopf größeren Hügli, und der hielt nicht, er ging nach mehreren Treffern zu Boden. (Video)

Augsburg überstand diverse Unterzahlsituationen, nach seltsamen Entscheidungen durch Schiedsrichter Aumüller auch eine längere Drei-gegen-Fünf-Phase, kombinierte aber selbst im Powerplay schön und gefährlich im Angriffsdrittel. Eine Minute vor Drittelende war es dann so weit: Nach mehreren vergeblichen Versuchen passte David Sieler scharf vors Tor, ein Schweizer Verteidiger konnte den Schuss nicht blocken, sondern fälschte ihn unhaltbar ins eigene Tor ab (19. Minute).

Im Mitteldrittel hatte Jonathan Boutin dann mehr zu tun, denn immer wieder durften sich die Lakers jetzt im Powerplay beweisen. Bei seinem Heimdebüt bekam der neue Torhüter für seine Paraden wie einem Fanghandsave nach einem Hammer von Lakers-Kapitän Rizzello immer wieder Szenenapplaus. Beim Spiel fünf gegen fünf waren die Panther oft überlegen, so visierte zum Beispiel Kapitän Tölzer den Pfosten an, die wiederholten Nickligkeiten auf beiden Seiten verhinderten aber oft ein solches Spiel. Eigentlich hätte längst das 2:0 fallen müssen, aber Lakers-Goalie Schwendner hielt gut und seine Vorderleute ließen nicht viele Chancen zu.

Auch der AEV stand hinten kompakt, aber dann gab es eine Strafe zu viel. Ausnahmsweise konnten die Schweizer ihr Überzahlspiel aufziehen, und dann ging's schnell: Nach einem Bullygewinn kam der Pass nach hinten an die Blaue Linie, Schlagschuss von Geyer, abgefälscht von Satiric - dagegen hatte Boutin keine Chance, und so ging es 1:1 in die zweite Pause.

Abwechslungsreiches Schlussdrittel

In den Schlussabschnitt ging es mit Überzahl für Augsburg, und natürlich wollte der AEV die erneute Führung. Die Formation Stieler, Davies und Trupp scheiterte noch, Drew LeBlanc und TJ Trevelyan machten es im nächsten Wechsel besser: LeBlanc bediente mit einem überraschenden Pass den freigelaufenen Trevelyan und der hatte das leere Tor vor sich, das 2:1 nach 41 Minuten.

Augsburg drückte weiter, und zehn Minuten vor Spielende war es dann LeBlanc selbst, der zum 3:1 einnetzen konnte - er profitierte von einem Lamb-Schlagschuss, den Schwendener nicht festhalten konnte.

Aber der Zwei-Tore-Vorsprung hielt nicht lang, keine zwei Minuten später nahm sich der Rapperswil-Kapitän ein Herz, spielt drei Augsburger aus und versenkte aus kurzer Distanz in den Winkel. Jetzt wollten die Schweizer natürlich mehr und drückten auf den Ausgleich, bei zwei AEV-Strafen und zuletzt ohne Goalie.

AEV-Neuzugang hätte seinen guten ersten Auftritt mit einem Tor krönen können: Er traf auch, aber leider Sekundenbruchteile nach der Schlusssirene.

Am kommenden Freitag steigt beim Kooperationspartner Ravensburg das letzte Vorbereitungsspiel, bevor es in zwei Wochen ernst wird: In Nürnberg am Freitag, 16. September, und zu Hause gegen Krefeld am Sonntag, 18. September. Spielbeginn ist um 19 Uhr.
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