AEV nach Sieg gegen die DEG auf Platz 5

Überstunden: Kapitän Steffen Tölzer als Vorsänger beim Humba Tätärä!
 
Das Team war auf dem Weg zur Ehrenrunde, da brandete noch einmal Jubel auf: Nach den Niederlagen von Wolfsburg und Ingolstadt steht der AEV jetzt auf Platz 5 und der Abstand zu Platz 7 vergrößerte sich auf neun Punkte.

Nach unten schauen lohnt sich nicht mehr: Wenn der AEV wieder die sogenannten Pre-Playoffs verpassen sollte, dann weil er sich direkt fürs Viertelfinale qualifiziert. Das wurde nach dem heutigen Spieltag wahrscheinlicher: Durch den 4:2-Sieg gegen die Düsseldorfer EG und die gleichzeitige Heimniederlage Ingolstadts gegen Krefeld beträgt der Abstand auf die Verfolger jetzt neun Punkte - und weil auch Wolfsburg punktlos blieb klettert Augsburg in der Tabelle auf Platz 5.


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Traumpass von Verteidiger Derek Dinger

Ein paar Spieler waren grippegeschwächt ins Spiel gegangen, Back-up Meisner hütete sogar das Bett, trotzdem gab Mike Stewarts Truppe sofort Gas und scorte im ersten Powerplay: Verwirrung in Düsseldorfs Abwehr, nur David Stieler behält die Übersicht und passt zu Mark Cundari, der das 1:0 an Düsseldorfs Torhüter vorbei ins Netz ballert (3. Minute). Lange währt die Freude nicht, denn nur eine gute Minute darauf gleicht die DEG aus. Dmitriev kam von hinter dem Tor und überwand Jonathan Boutin aus kurzer Distanz.

Es folgten ein paar folgenlose Strafen gegen beide Teams, dann schlug die Stunde von Derek Dinger: Der Verteidiger packte einen Traumpass aus! Quer durchs Angriffsdrittel auf Ben Hanowski, der keine Probleme hat den Puck im leeren Tor unterzubringen. Nach mehreren ausgelassenen Chancen hätte der AEV nach zwanzig Minuten höher als mit 2:1 führen müssen, aber Bick im DEG-Tor hielt sein Team im Spiel.

Sonntagsschuss von Thomas Holzmann

Das Mitteldrittel beginnt mit einem Überzahlspiel der DEG, aber Augsburg lässt die Rheinländer kaum zur Entfaltung kommen: Einen einzigen Schuss können sie abgeben, den Boutin hält. Doch die Düsseldorfer haben jetzt etwas mehr vom Spiel, kreieren selbst ein paar Chancen. Aber auch Augsburg bleibt gefährlich, das Tor von Thomas Holzmann fällt allerdings aus dem Nichts - oder besser von der Torlinie aus. Mike Davies hatte verzogen, der Puck landet bei Holzmann. Und der schießt einfach mal Richtung Tor, das hat ja schon gegen Berlin geklappt. Diesmal ist der Winkel noch spitzer, er ist noch weiter weg - aber der Puck schlägt trotzdem hinter dem fassungslosen Bick ein, abgefälscht von DEG-Verteidiger Conboy (29. Minute).

Die DEG gibt sich nicht auf, kurz danach eine Spielertraube im Augsburger Torraum. Die Übersicht im Chaos behält Drew LeBlanc, der den Puck von der Linie unter Goalie Boutin schiebt - auch nach dem Videobeweis entscheiden die Schiedsrichter "kein Tor!" Düsseldorf kämpft jetzt, aber Boutin verhindert die Aufholjagd: Er klärt gegen Daschner, der allein vor ihm auftaucht, und hält die Führung nach zwei Dritteln fest.

Zweites "Eigentor" durch Daschner

Beim Eishockey gibt es keine Eigentore, der letzte Angreifer am Puck ist der Torschütze. Das 4:1 wird deshalb Evan Trupp gutgeschrieben, und der hatte auch einiges dafür getan. Erst schnappte er sich beim Forechecking den Puck, schießt im Fallen aufs Tor - aber Bick hält. Doch der Puck landet am Schlittschuh des neben Trupp rutschenden Ebner und geht von dort ins Tor. Bick kann nichts für diesen glücklichen Treffer, trotzdem wechselt jetzt DEG-Trainer Kreutzer Niederberger ein - um seine Mannschaft noch einmal zu motivieren?

Das klappt, aufgegeben hat sich die DEG noch nicht, Boutin hat weiter gut zu tun. Wozu allerdings nicht der kläglich vergebene Penalty gehört, den Yip vertändelt bevor er überhaupt zum Schuss kommt. Eine gute Minute vor Spielschluss fällt doch noch das 4:2, aber der AEV rettet den Vorsprung gegen sechs angreifende Düsseldorfer über die Zeit.

"Das war nicht unser bestes Spiel, aber das Team findet trotzdem immer wieder einen Weg zum Sieg", meint Coach Mike Stewart, und ein grinsender Mark Cundari ergänzt nach dem vierten Sieg in Folge: "We're rolling!"

Derby am Sonntagnachmittag:
Tabellenführer München kommt ins Curt-Frenzel-Stadion

Am Sonntag kommt Meister und Tabellenführer München ins Curt-Frenzel-Stadion. Spielbeginn ist um 16:30 Uhr.
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