AEV: Nur 4:5 n. P. gegen Köln - vierte Niederlage in Folge

Der entscheidende Penalty: Patrick Hager auf dem Weg zum Sieg für die Kölner Haie. (Foto: George Stadler)
 
Da sah noch alles prima aus: Nach nur 11 gespielten Sekunden im Schlussabschnitt hatte Thomas Holzmann zum 4:1 für den AEV getroffen. 20 Miniten später stand es 4:4 ... (Foto: George Stadler)
 
Kölner Fans nach dem Comeback-Sieg - ihr Team kämpfte sich im Schlussabschnitt in die Verlängerung und entführte im Penaltyschießen einen weiteren Punkt. (Foto: George Stadler)

Augsburg gibt einen 3 Torevorsprung aus der Hand und muss sich nach Penatlyschießen mit einem Punkt begnügen. Dem 4:5 n. P. (0:0 / 3:1 / 1:3 / 0:0 / 0:1) ging eine starke DEL-Partie voraus, die nahezu alles zu bieten hatte was sich das Hockeyherz wünscht. Wäre da nur nicht das Endresultat und die Tabellenplatzierung.

Prächtige Stimmung im Curt-Frenzel-Stadion, 900 Kölner Schlachtenbummler gegen die Fankurve der Panther sorgten für einen lautstraken Auftakt. Im Schlüsselspiel um die Playoff-Teilnahme setzte Trainer Mark Stewart auf Jeff Deslauriers im Tor der Augsburger. Die Tabellenkonstellation ist 10 Spieltage vor Ende der Regular-Season denkbar eng. Den Tabellenzwölfen Hamburg trennten vor Beginn des 42. Spieltages nur 4 Punkte von Tabellenplatz 8 (Straubing). Aber nach der 4:5 Niederlage n. P. steht zumindest fest, dass der AEV vorerst den Playoffplätzen hinterher schauen muss. Die Panther haben gegen einen direkten Konkurrenten um die Playoffs das Spiel nahezu leichtfertig aus der Hand gegeben.

1. Drittel

Die Augsburger Panther taten sich schwer ins Spiel zu finden, die Kölner zu Beginn mit deutlich mehr Engagement. Bereits in der 2. Spielminute musste Ben Hanowski wegen Stockschlag auf die Strafbank. Aber das statistisch schlechteste Unterzahlteam der Liga konnte sich schadlos halten. Nach Fehler Oberg, der hatte sich die Scheibe an der eigenen Blauen abluchsen lassen, konnte Deslauriers die Kölner Möglichkeit zunichtemachen (6.). Augsburg beließ es bei seinen verhalten Angriffsbemühungen, den ersten Augsburger Torschuss gab es in der 7. Spielminute. Bettauers Versuch von der Blauen in der 10 Spielminute, war noch die gefährlichste Aktion der Panther. In der 14. Spielminute konnte sich Ivan Ciernik den Puck erkämpfen aber scheiterte mit seinem Solo am starken Gustaf Wesslau im Tor der Kölner Haie. Kurz darauf konnte ein stürmender Panther nur regelwidrig gestoppt werden und der AEV kam zu seinem ersten Powerplay (Ankert, Behinderung, 16.). Iggulden versuchte es aus der Halbdistanz es aufs kurze Eck, aber der Puck ging neben den Kasten ins Fangnetz. Mancari und Ciernik trugen ebenfalls den dazu bei, Wesslau warm zuschießen. Das nächste PantherPowerPlay gab es direkt im Anschluss (Falk, hoher Stock, 18.), aber der Hai im Tor war nicht zu überwinden, trotz guter Möglichkeiten. Die beste hatte Ben Hanowski, der sowohl am Pfosten wie auch an Wesslau scheiterte.

2. Drittel

Der AEV kam mit deutlich mehr Dampf wie zu Spielbeginn aus der Kabine und setzte die Haie unter Druck. Ein hoher Stock von Arvids Rekis brachte schließlich Köln in numerische Überzahl. Und mal wieder hatten die Panther in Unterzahl das Nachsehen. Aus dem Gewühle, der Puck kam irgendwie neben Deslauriers zu liegen, Jones zum 0:1. Aber auch Köln kann ‚Hoher Stock‘ (Alexander Weiß, 26.) und Augsburg auch Tore in Überzahl. Thomas Holzmann verwertete ein Zuspiel von Iggulden und LeBlanc aus der Nahdistanz zum1:1 Ausgleich. In der 26. Spielminute ging es mit 4 gegen 4 weiter, Dinger und Aslund hatten sich per Stockschlag ausgetauscht. Und immer wieder im Mittelpunkt Jeff Deslauriers, der eine soliden Vorstellung bot. In der 32. Spielminute konnte der AEV erstmals in Führung gehen. Nach Bullygewinn im neutralen Dritte schickte LeBlanc seinen Kollegen Mike Iggulden auf Reisen, der mit einem platzierten Schuss dem KEC Goalie keine Chance ließ. Gleich im Anschluss hatte Rekis die Möglichkeit zu erhöhen, aber aus aussichtsreicher Position ging der Puck doch deutlich über das Tor. Vor dem Augsburger Kasten kam es in der 35. Spielminute zu Tumulten und einer veritablen Schlägerei. Auslöser war nach Kölner Lesart, eine unkorrekte Aktion gegen Ryan Jones, der auch verletzt in die Kabine ging. Protagonisten des Schlichtungsverfahrens waren Moritz Müller und Bretton Stamler wobei letzter nur 2plus2 plus 10 Strafminuten bekam, der Kölner wurde mit zwei weiteren Minuten bedacht. Das ergab in Summe eine Überzahl für die Panther. Und PantherPowerPlay heißt ja häufig größte Gefahr fürs Augsburger Tor, aber Deslauriers im Verein mit dem Pfosten waren wieder aufmerksam und konnten einen Shorthander gegen Gogulla verhindern. Und mit abgelaufener Strafzeit konnten die Panther den Puck zum 3:1 im Tor der Kölner unterbringen. Der Pass von Mancari bracht Ciernik am langen Pfosten in beste Position und den Puck in die Hütte. Kurz vor drittelende durfte wieder der KEC in Überzahl ran, und wieder war Deslauriers auf seinem Posten und retteten ein um das andere Mal gegen wütende Kölner angriffe.

3. Drittel

Ja und so darf ein drittes Drittel beginnen. Nach 1 1 Sekunden konnte Thomas Holzmann Wesslau von der Blauen überwinden und den Puck zum 4:1 einnetzen. Kurz darauf waren wieder die Unterzahlspezialisten der Panther gefragt (MacKay , 43., Haken) , ein Fliegender Fisch (Dinger, Haken, 44.) brachte schließlich Köln eine doppelte Überzahl und da dauerte es auch nicht lange bis der Puck im Netz zappelte, Torschütze zum 4:2 Lalonde. Somit war Augsburg nur noch in einfacher Unterzahl, aber die wurde inklusive eines Breaks gut verteidigt. In der 48. Minute scheiterte Holzmann, nach schöner Kombination, mit einem Bauerntrick knapp an Wesslau. Und dann brachte die Augsburger Verteidigung mal wieder den Puck nicht aus der Gefahrenzone und de KEC konnte den Anschlusstreffer, in Person von A. Weiß erzielen (50.). Nach gefälligem und chancenreichem Hin- und Her, u.a. scheiterte Ciernik zum wiederholten Male mit einem Solo (55.), wurde es nochmals ganz eng. Iggulden mit einem saublödem Bandencheck, abzüglich der darauffolgenden Keilerei, brachte seine Farbe in eine zweiminütige Unterzahl. Aber ein starker Deslauriers konnte mehrmals schlimmeres verhindern. Im Anschluss darauf zeigte sich mal wieder die wenig ausgeprägte Cleverness der Panther in bestimmten Situationen. Aus einem erfolglosem 3 auf 1 der Hausherren resultierte ein 4 auf 2 der Kölner, die im Gegenzug den 4:4 Ausgleich erzielen konnten, Torschütze Goggula (59.).

OT & Penaltyschießen

Ein starkes Solo von D. Weiß und ein schmerzhafter Einsatz von Steffen Tölzer, der wohl einen Puck auf den Knöchel bekommen hatte, waren die Highlights der Overtime. Danach ging es in das Penaltyschießen. Patrick Hager konnte schließlich den entscheidenden Penalty für Köln verwandeln.

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Oliver Heller aus Augsburg - City | 01.02.2016 | 09:49  
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