AEV: Shutout gegen schwache Grazer

Statt steirischem Budenzauber gab's ein Augsburger Feuerwerk - auf dem Eis und auf dem Plärrer
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Bei hochsommerlichen Temperaturen suchten über 1600 Fans Abkühlung im wohltemperierten Curt-Frenzel-Stadion. Sie sahen ein weitgehend langweiliges Spiel, was aber nicht an den spielfreudigen Augsburgern lag: Die Graz 99ers waren zu schwach und konnten zu keiner Phase des Spiels mithalten, so dass der AEV mühelos mit 5:0 (3:0, 2:0, 0:0) siegte.

Zum zweiten Mal in der Vorbereitung auf die neue Saison testete Augsburg gegen ein Team aus der EBEL, und zum zweiten Mal zeigte sich ein Klassenunterschied zwischen Deutschlands und Österreichs Eliteliga. In Südtirol wurde beim Dolomiten Cup das Spitzenteam aus Klagenfurt mit 4:1 besiegt, und auch die Steirer Buam aus Graz hatten bei der Heimpremiere im Curt-Frenzel-Stadion nichts zu melden gegen den AEV.

Polaczeks frühes Tor ebnet Weg zum klaren Sieg

Aleksander Polaczek traf schon in der zweiten Minute zum frühen 1:0, Ben Hanowski legte zwei Minuten darauf nach, und Michael Davies erhöhte in der 19. Minute quasi ungewollt auf 3:0: Feichtner hatte seinen Pass auf Drew LeBlanc ins eigene Tor abgefälscht. Mit diesem verdienten Zwischenstand ging es in die erste Pause, denn Graz hatte nach vorn so gut wie nichts gezeigt, ihre einzige Chance entstand nach einem Stolperer vom sonst AEV-Goalie Ben Meisner hinterm Tor, und in die Verteidigung wurde von den quirligen AEV-Spielern immer wieder ausgespielt.

Selbst harte Checks wecken die Österreicher nicht auf

Wagte sich dann doch einmal ein Österreicher in die Nähe des AEV-Tores, dann schepperte es. Vor allem an die Checks von Scott Valentine und Brady Lamb dürften sich die "Opfer" noch ein paar Tage erinnern. Lambs Bombe brachte ihm zwei Minuten Strafbank ein, aber auch in Überzahl stand Augsburgs Defensive sicher, selbst mit zwei Mann mehr konnten die Grazer kaum Chancen kreieren. Wieder vollzählig machte Augsburg dann alles klar: TJ Trevelyan passte in die Mitte auf Gabe Guentzel (4:0, 32. Minute), und dann traf Jaroslav Hafenrichter nach toller Kombination zum Endstand (35. Minute).

Einsingen fürs Derby:
Kaufbeuren interessiert mehr als das laufende Spiel

Dieser wurde im Schlussabschnitt verwaltet, die Augsburger schienen sich jetzt etwas zu schonen fürs Derby am Samstag in Kaufbeuren, verhinderten aber trotzdem auch den Grazer Ehrentreffer und verhalfen so Goalie Ben Meisner zum ersten Shutout im AEV-Trikot. Die Augsburger Fans nahmen ihrem Team das Geplänkel auf dem Eis nicht weiter übel und sangen sich schon mal ein für das Gastspiel im Allgäu - und tranken anschließend auf dem nahen Plärrer ein paar Bierchen.
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