AEV verliert bei Kellerkind Krefeld

Herausragender Mark Mancari (zwischen Lamb, Tölzer und Meisner beim Spiel im Curt-Frenzel-Stadion): Für Krefeld traf der Kanadier per Schlagschuss.

Der AEV im Lauf in die Playoffs, der heimschwache KEV im Tabellenkeller - eigentlich stand auf dem Papier der Sieger schon vor dem Spiel fest. Auf der anderen Seite hatte sich Augsburg auch während dieser erfolgreichen Saison gegen den KEV immer schwer getan und sowohl zuhause (4:3 n.P.) als auch auswärts (4:3 n.V.) je einen Punkt abgegeben. Nur gut 4000 Zuschauer in der halbvollen Krefelder Arena sahen ein 5:4, den ersten Krefelder Saisonsieg gegen Augsburg.



Zuhause sind die Pinguine mit nur drei Siegen in 19 Partien das mit Abstand schwächste Team. Viele Spiele waren jedoch knapp und wurden unglücklich verloren - und ein Sieg gegen den AEV war quasi die letzte Chance für Krefeld den Anschluss an Platz 10 nicht zu verspielen. Man merkte den Spielern Anspannung und Unsicherheit an, und nach zweieinhalb Minuten schien das Spiel die für den AEV richtige Bahn zu nehmen: Thiel chippte den Puck weit auf MacKay, der passte zum in der Mitte mitgelaufenen Hafenrichter, der Treutle im Krefelder Tor mit der Rückhand tunnelte.

Schlagschuss-Tor in Überzahl:
Mancari holt nach, was er beim AEV versäumte

Es dauerte noch einige Zeit bis Krefeld im Spiel ankam, erst ab der zehnten Minute wurden die Pinguine aggressiver. Mit Konsequenzen, der vorher mit einigen Schüssen gefährliche Klubbertanz musste auf die Strafbank, das Powerplay brachte jedoch nichts ein. Im Gegenteil, nach etwa einer Minute wollte Trevor Parkes Treutle den Puck aus der Fanghand schlagen und wurde mit zwei Minuten wegen Stockschlags bestraft. Das nutzte der KEV. Mark Mancari packte einen Schlagschuss aus, den er in der vergangenen Saison beim AEV so oft vermissen ließ und ballerte den Puck ins Netz (17. Minute). Die Rheinländer waren jetzt endgültig angekommen und prüften Boutin mehrmals. Cundari scheiterte in der Schlusssekunde an Treutle und es ging unentschieden in die Pause.

Kuriose Tore im Mitteldrittel

Rick Adduono, seit einem Monat Trainer der Rheinländer hatte die richtigen Worte für sein Team gefunden, denn der KEV startete mit einem Sturmlauf in den zweiten Abschnitt. Nach vier Minuten stellte sich der Erfolg ein: St-Pierre schoss von der Blauen Linie aufs Tor, Mieszkowski hielt den Schläger rein und Boutin hatte keine Chance. Doch Augsburg schlug schnell zurück: Parkes und Shugg hatten den Puck an der Bande erkämpft, Parkes versuchte im Fallen vor dem Tor auf David Stieler zu passen, doch Rosas Schlittschuh stand im Weg - und lenkte den Puck ins eigene Tor.

Noch kurioser entstand der nächste Treffer: Mieszkowski schoss Richtung Tor, verfehlte es, aber der Puck prallte von der Bande übers Gestänge zurück. Boutin fing den Puck zwar nachdem der an seinem Rücken gelandet war, jedoch hinter der Linie. Und Krefeld führte wieder. Und baute den Vorsprung beim nächsten Überzahlspiel aus: Erst scheiterte Mancari am Pfosten, dann passte Hambly auf den vor dem Tor lauernden Umicevic, der Bouitin aus kurzer Distanz überwand.

Es ging mit 4:2 für Krefeld ins Schlussdrittel, und wieder gelang den Seidenstädtern ein kurioses Tor. Von der Grundlinie zog Mike Rosa ab, traf Boutins Schlittschuh: Nach dem 5:2 - eine Minute war erst gespielt - wechselte Mike Stewart den Goalie, für den glücklosen Boutin kam Ben Meisner.

Neun Minuten vor Spielende keimte Hoffnung auf: Puckeroberung an der Bande, Cundari zockt in die Mitte und versenkt den Puck - das 5:3. Jetzt häuften sich die Chancen, denn die Rheinländer merkten, dass reines Vorsprungverwalten nicht reichen würde und die Schwaben gingen höheres Risiko ein. Zwei Strafen gegen Polaczeck und Rekis verhinderten nur kurz die Aufholjagd, nach dem Unterzahltreffer von Justin Shugg rollte die schwäbische Lokomotive und Treutle rettete mehrmals gegen einschussbereite AEVler. Aber auch mit einem Spieler mehr - Meisner hatte zwei Minuten vor dem Ende sein Tor verlassen - gelang der Ausgleich nicht mehr.

Laufvögel-Wochenende des AEV:
Am Sonntag kommen die nächsten Pinguine

Am Sonntag kommt zum zweiten Mal der Aufsteiger ins Curt-Frenzel-Stadion: Bereits um 14:00 Uhr beginnt dort die Partie gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven - hoffentlich stolpern die anderen Laufvögel der Liga gegen den AEV.

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