AEV verliert das Derby in München

Wie zuhause vor einigen Wochen wurde der AEV auch am Boxing Day in Münchens Olympiahalle niedergerungen.
 

Zweiter Weihnachtsfeiertag, RB München zieht aus dem Eisstadion um in die größere Olympiahalle - das funktioniert nur dann, wenn München attraktive Gegner erwartet, die auch ein paar Zuschauer mitbringen. Wie zum Beispiel den AEV, den etwa 1 500 Fans in die Landeshauptstadt begleitet hatten.


Die Halle war also mit 9 700 Zuschauern gut gefüllt, und der AEV - ohne Brett Stamler (Fußbruch) angetreten und mit Jeff Deslauriers im Tor - legte furios los. Die Augsburger Schützen - TJ Trevelyan, Derek Dinger, Mike Iggulden - prüften Danny Aus den Birken im Münchner Tor, beim Schuss von Iggulden hatte er großes Glück: Der Puck rutschte ihm durch und konnte gerade noch vor der Torlinie gestoppt werden. Ein verdeckter Schuss von Rekis, ein Lattentreffer von Mancari - der AEV war drückend überlegen, München nur sporadisch vor Deslauriers.

Vorne hui, hinten pfui

Die mangelnde Chancenverwertung sollte sich rächen, denn nach dem Powerbreak schlug der EHC eiskalt zu. Erst überlief Kapitän Michael Wolf Mark Mancari und schlenzte den Puck platziert in den Winkel (10. Minute), dann war es nicht einmal zwei Minuten später Seidenberg, der auf 2:0 erhöhte - drei gute Chancen, zwei Tore, und das Spiel war auf den Kopf gestellt.
Es war dann Augsburgs Kapitän, der sich ein Herz nahm und aus zentraler Position abzog, und da MacKay diesen Tölzer-Schlagschuss auch noch abfälschte, war Aus den Birken erstmals überwunden. Die Freude darüber währte jedoch nicht lange, denn Steve Aucoin stellte kurz vor der ersten Pause den alten Abstand wieder her: Die Augsburger Hintermannschaft wusste nicht, wo sich der Puck befand, so dass der Münchner die Scheibe unbedrängt über Deslauriers lupfen konnte - und das bei Powerplay für den AEV ...

Wie einfach und schnell Überzahlspiel funktionieren kann, bewiesen dann die Oberbayern. Matsumoto musste auf die Strafbank, und nach nur sechs Sekunden durfte er wieder mitspielen. Der AEV hatte zwar das Bully gewonnen, der EHC aber den Puck sofort zurückgewonnen, und Jaffray traf zum 4:1 (25. Minute). Jetzt wurde es schwer für die Schwaben, das Momentum war endgültig auf Seite der Oberbayern - trotzdem schlenzte Mike Iggulden mit der Rückhand den zweiten AEV-Treffer an Aus den Birken vorbei. Die Hoffnung auf den Ausgleich zerstörte fünf Minuten danach Aucoin: Dem 5:2 war ein Wechselfehler der anderen Art vorausgegangen, nicht zu viele Augsburger standen auf dem Eis, sondern Alex Thiel sah sich mehreren Oberbayern gegenüber - und dagegen war Jeff Deslauriers chancenlos (35. Minute).

TJ Trevelyan macht's noch einmal spannend

Im Schlussabschnitt dauerte es nicht lang, dann war der AEV wieder im Spiel: Brady Lamb scheiterte mit einem Schlagschuss an Aus den Birken, Ben Hanowski setzte den Nachschuss an den Pfosten, aber es gibt ja noch TJ mit dem Torriecher: Trevelyan zielte von hinter dem Tor auf die Schlittschuhe des EHC-Goalies: Der Anschluss in der 43. Minute, kurz darauf gefolgt von einem Alleingang von Thomas Holzmann, der aber nur den Außenpfosten anvisierte. München versuchte jetzt, das Spiel zu verwalten, ließ den Puck laufen oder klemmte ihn an der Bande ein, so dass Augsburg die Zeit davon lief.

Weiterhin nicht viel los war bei Überzahl für den AEV, auch nicht mit sechstem Feldspieler gelang der Anschluss. Wie so oft setzte sich hier die verteidigende Mannschaft durch, heute in Person von Kahun, der nach einem Foul Wolf anspielen konnte, der trotz großer Schwierigkeiten den Puck letztlich zum sechsten Mal für den EHC im AEV-Tor versenken konnte.

Die letzten AEV-Spiele 2015: gegen Krefeld und Düsseldorf

Am Montagabend (28.12. 19:30 Uhr) gastiert Schlusslicht Krefeld im Curt-Frenzel-Stadion, und schon zwei Tage darauf (Mittwoch, 30.12. 19:30 Uhr) die DEG zum letzten Spiel des Jahres 2015.

Georg Stadler
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