AEV verliert das Derby in Straubing

Tray Tuomie und Mike Stewart beim Spiel zuhause gegen Straubing. Damals ging ihre Taktik auf, beim vierten Aufeinandertreffen gewann erstmals Larry Mitchells Team.
 
James Bettauer und Larry Mitchell. An alter Wirkungsstätte (Bild) verloren die Niederbayern, zuhause in Straubing erzielte der Verteidiger ein Tor und Mitchells Team gewann mit 6:2.
Straubing: Eisstadion am Pulverturm |

So war die Lage vor dem Spiel in Niederbayern: Der AEV steht sicher im Viertelfinale und wartet auf den Gegner dort, während Straubing um Platz 10 kämpft: Ein Team, das wohl nicht die letzten Körner investiert gegen 110% Einsatz. So verlor der AEV nach sechs Siegen in Folge in Niederbayern, und die Derby-Klatsche fiel mit 6:2 (2:0, 2:1, 2:1) deftig aus. Die Treffer für den AEV markierten Mike Davies und David Stieler. Bester Spieler in Larry Mitchells Team war mit drei Assists wie so oft Mike Connolly, den er vom Lech mit an die Donau genommen hatte



Straubing, das über die für sie schlechten Ergebnisse in den anderen DEL-Stadien bescheid wusste, startete mit Druck ins Spiel. Ben Meisner, der nach dem guten Spiel gegen Krefeld wieder im Tor stand, hatte deshalb von Beginn an einiges zu tun. Das erste Tor für Straubing war deshalb verdient, aber umstritten: Maury Edwards stand im Torraum und war zuletzt am Puck, geschossen hatte Loibl (6. Minute). Und die Niederbayern legten in der zwölften Minute nach: Der ehemalige Augsburger Mike Connolly schoss Meisner von neben dem Tor an den Schoner, von dort kam der Puck zu Scott Timmins, der ihn über den herausstürzenden Meisner unter die Latte lupfte.

Das 3:0 fällt in Augsburgs Drangphase

Die Pausenansprache von Coach Mike Stewart zeigte Wirkung, der AEV erwiderte im Mitteldrittel den Druck. Aber als der Anschlusstreffer in der Luft lag eroberten die Niederbayern den Puck, Thomas Brandl startete ins AEV-Drittel und erzielte das 3:0 (27. Minute). Die schwäbische Antwort ließ nicht lange auf sich warten, schon eine Minute darauf konnte Mike Davies Pätzold im EHC-Tor zum verdienten 1:3 überwinden. Das Powerplay kurz danach wäre die Chance gewesen weiter zu verkürzen, doch sie wurde nicht genutzt.

Die Niederbayern machten es besser: Aleksander Polaczek saß eine Strafe ab und zwei Ex-Augsburger ließen Meisner keine Chance. Antreiber und Spielmacher Connolly legte James Bettauer auf und der wuchtete den Puck in den Winkel (38. Minute)

Mike Stewarts Team versuchte auch im Schlussabschnitt weiter heranzukommen, die Tore erzielte der EHC Straubing: Das 5:1 war ein Konter, René Röthke passte auf den mitgelaufenen Sandro Schönmoser (48. Minute), das 6:1 fälschte in der 49. Minute Dylan Yeo ins Tor, geschossen hatte Josh Nicholls. Komplett aufgesteckt hatte der AEV natürlich nicht, zwei Minuten vor Spielende fiel das zweite Tor für Augsburg.
Valentine passte quer auf Holzmann, der fuhr ins Drittel und schlenzte zur Mitte, wo David Stieler zum 2:6 traf. Zu diesem Zeitpunkt ist es natürlich zu spät um das Spiel zu noch zu drehen, mehr als Ergebniskosmetik war dieser Treffer nicht.

Noch drei Spiele vor dem Viertelfinale:
Am Freitag kommt Mannheim

Kapitän Steffen Tölzer meinte anschließend: "Straubing hat ein super Spiel gemacht. Wir haben sie spielen lassen und Fehler gemacht, und die haben sie ausgenutzt."

In den letzten Punktspielen sind wieder 100% gefordert: Am Mittwoch in München und am Freitag gegen Mannheim hat es der AEV mit zwei potentiellen Viertelfinalgegnern zu tun, am letzten Spieltag geht die Reise zur DEG, die wie Straubing um den letzten Platz in der ersten Playoff-Runde kämpft.
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