AEV verliert in Berlin

Getümmel vor dem Eisbären-Tor (hier versucht Evan Oberg im Dezember-Heimspiel sein Glück) gab es auch in Berlin. Diesmal setzten sich die Eisbären mit 4:2 (3:0, 0:1, 1:1) durch.
 
Etwas bedröppelt schaute Berlins Coach Uwe Krupp bei der Niederlage im Curt-Frenzel-Stadion. Nach dem 4:2-Sieg seiner Eisbären hatte er mehr Grund für gute Laune.

Die Teams der Stunde trafen am frühen Sonntagnachmittag aufeinander, die 2016 noch verlustpunktfreien Augsburger (drei Siege in drei Spielen, jahresübergreifend zwölf Punkte aus den letzten fünf Spielen) traten beim Tabellenführer Eisbären Berlin an. Die AEV-Erfolgsserie riss - zwar kämpften sich die Panther nach einem frühen 0:3-Rückstand wieder heran, nach dem 4:2 kurz nach dem Anschlusstreffer ging jedoch nichts mehr.



Mike Stewarts Team hatte am Freitag Wolfsburg mit 2:1 niedergekämpft, Berlin bei der 2:3-Niederlage nach Penaltyschießen in Nürnberg die ersten beiden Punkte im jungen Jahr verloren - diesen wollten die Berliner keine weiteren folgen lassen, und startete furios ins Spiel. Beim AEV stand wieder Benjamin Meisner im Tor, der bei den letzten Siegen einer der Erfolgsgaranten war. Und der etatmäßige Back-up hatte gleich alle Hände voll zu tun, gegen den Schlagschuss zum 1:0 durch Bruno Gervais in der sechsten Minute war er dann machtlos.

Und Berlin legte nach: Der Ex-Augsburger Darin Olver hatte zwei Tore aufgelegt, und der Ex-Augsburger Barry Tallackson sowie Marcel Noebels jeweils im Powerplay getroffen (12. und 16. Minute). Tallackson schob einen Abpraller nach einem Noebels-Schuss über die Linie, vier Minuten darauf hielt Noebels selbst seinen Schläger in einen DuPont-Schuss und fälschte so unhaltbar ab - und nach dem ersten Drittel lag der AEV fast aussichtslos mit 0:3 zurück.

Mark Mancari macht es wieder spannend

Aber eben nur fast aussichtslos:
Augsburg besann sich im Mitteldrittel auf die Tugenden des Wolfsburg-Spiels, ließ die Berliner sich nicht mehr so spielerisch entfalten und blieb der Strafbank fern. Auf der nahmen jetzt immer wieder die Eisbären Platz. Zunächst noch ohne zählbaren Erfolg, selbst eine längere Fünf-gegen-drei-Phase überstand Berlin schadlos. Erst im Anschluss an ein Powerplay gegen vier Hauptstädter klappte es dann, und Mark Mancari scorte sein Team ins Spiel zurück, Ben Hanowski hatte ihn im Slot freigespielt.

Drew LeBlanc verwandelt Penalty

Im Schlussabschnitt war das Spiel dann wieder offen, und kurz sah es so aus, als wären auch Punkte drin beim Tabellenführer. Drew LeBlanc war von T.J. Mulock gefoult worden in aussichtsreicher Position, und der Center mit den ligaweit "besten Händen" vernaschte beim fälligen Penalty Vehanen im Berliner Tor (51. Minute).

Die Freude über den Anschlusstreffer währte nur kurz, denn bald darauf schickten die Unparteiischen einen Augsburger auf die Strafbank. Diese Chance den alten Abstand wieder herzustellen ließen sich die Berliner nicht nehmen, und nach dem 4:2 durch Mark Olver war die Partie fünf Minuten vor der Schlusssirene entschieden.

Schade, da wären weitere Punkte möglich gewesen. Denn trotz des frühen Rückstände - möglicherweise hatte Mike Stewarts Team die schweren letzten Siege und die lange Busfahrt in den Knochen - biss sich der AEV zurück, scheiterte letztlich jedoch am tollen Powerplay der Eisbären.

Überraschungsteam Iserlohn im Curt-Frenzel-Stadion

Am kommenden Wochenende hat es der AEV mit dem Überraschungsteam aus Iserlohn (Fr. 15.01, 19:30 Uhr im Curt-Frenzel-Stadion) und am Sonntag in Hamburg mit den kriselnden Freezers zu tun.
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