AEV verliert in München

Ohne Punkte zurück an den Lech

Es ist Wiesn-Zeit in München, und der EHC RB München lud zum Derby ein. Der AEV war ein gern gesehener Gast am Sonntagnachmittag, ließ er doch drei Punkte beim Ligakrösus. Ausgerechnet Jerome Flaake, der das Spielen beim AEV lernte, schenkte seinem alten Club drei Tore ein: München gewann verdient mit 6:2.

Wer an einen Sieg beim Softdrink-Club geglaubt hatte, der durfte lange hoffen: Es dauerte bis kurz vor die erste Pause, dann gelang den Münchnern das erste Tor. Ausgerechnet Jerome Flaake aus Haunstetten konnte Jonathan Boutin überwinden, den mustergültigen Pass bekam er von Jon Matsumoto serviert, der letztes Jahr noch für Augsburg gestürmt war. Vorher hatte der AEV viel Energie in die Abwehr stecken müssen, Entlastung gab es nur während eines fünfminütigen Powerplays. Aber eben nur Entlastung, nach vorn ging auch während dieser Phase kaum etwas zusammen.

München mit Doppelschlag nach doppelter Überzahl

Im Mitteldrittel zog der EHC dann davon: Zuerst überstand der AEV eine lange doppelte Unterzahl schadlos, kassierte im Anschluss aber einen Doppelpack. Cristensen nach tollem No-Look-Pass von Kahun markierte das 2:0, Flaake das 3:0, wieder assistiert von Matsumoto (23. und 24. Minute). Augsburg versuchte dennoch dranzubleiben, aber in der 36. Minute fiel die Vorentscheidung durch Jaffrey.

Die Münchner in ihren innovativen Wiesn-Leiberln (blassblau gestreift, nicht kariert!) verlegten sich daraufhin aufs Verwalten und so kam der AEV endlich zu mehreren Möglichkeiten. Eine davon nutzte David Stieler, der einem Schuss von Trevor Parkes den letzten Schubs ins Tor gab (38. Min.) Und es wäre mehr möglich gewesen, denn Aleksander Polaczek visierte zweimal das Gehäuse an.

Hattrick von Jerome Flaake

So ging es mit 1:4 ins Schlussdrittel, bis Abeltshauser fast unbedrängt vor Boutins fahren konnte und zum 5:1 traf. Der letzte RB-Treffer war wieder dem Exilanten vorbehalten: Flaake war im Mai von den aufgelösten Freezers nach München gewechselt und verstärkt den eh schon prominent besetzten Meister noch weiter. Was er in Augsburg und Königsbrunn gelernt hat zeigte er ein weiteres Mal in der 59. Minute: Missverständnis zwischen Goalie Boutin und Stürmer Evan Trupp, Nutznießer ist Flaake, der den geschenkten Puck dankbar annimmt und gleich zurückgibt - via Schlenzer ins AEV-Tor.

Kurz vor Schluss sorgte Arvids Rekis für eine kleine Ergebniskosmetik, und mit einer 2:6-Niederlage ging es zurück auf die A8.

Die nächsten Gegner

Am Freitag wartet in Mannheim die nächste hohe Hürde, am Sonntag gastiert erstmals nach Jahrzehnten wieder ein Team aus Bremerhaven im Curt-Frenzel-Stadion. Spielbeginn gegen die Pinguins ist 19:00 Uhr.
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