AEV verliert unglücklich gegen Nürnberg mit 2:3

Fliegender Panther Drew LeBlanc - trotz aufopferndem Einsatz unterliegen die Panther mit 2:3 gegen Nürnberg (Foto: Stadler)

Das vierte Lokalderby der DEL-Saison 16/17 stand an diesem Sonntag im CFS an. Diesmal zu Gast, die gestreiften Katzen aus Nürnberg. Aber auch der siebte Anlauf im eigenen Stadion endete mit einer Niederlage gegen die Nürnberg IceTigers. Die 2:3-Niederlage wurde von viel (Panther-) Pech und einem ausgesprochen starkem Nürnberger Goalie besiegelt.

Pech, Verletzung und Pfosten

Nach starker Partie in Wolfsburg durfte auch heute wieder Jonathan Boutin im Tor beginnen. Sein Einsatz dauerte aber nur bis zur 27.Spielminute, da musste er verletzt das Eis räumen. Die Icetigers waren in Summe körperlich präsenter als die Panther. Die Hausherren hatten aber bis zur letzten Sekunde gekämpft und gekämpft und gekämpft. Dieses Engagement lässt sich mit vier Pfostenschüssen belegen, mit der bitteren Erkenntnis: nützt halt nix.

1. Drittel

Verhaltener Beginn der Panther, in den ersten Spielminuten hatten die Lebkuchenspezialisten mehr Spielanteil. Aber die Versuche aus der Distanz gingen noch am Kasten der Panther vorbei oder Boutin war Endstation. In der 5. Spielminute erspielten sich die Panther eine prima Chance, aber Nürnberg konnte noch rechtzeitig die Räume eng machen und Trevor Parkes entscheidend stören. Das 0:1 fiel eine Minute später. Ein Pass von hinter dem Tor bediente Brandon Segal im Slot und der überwand Boutin durch die Hosenträger. Nürnberg blieb gefährlich (Jesse Blacker, 9. Minute) aber Boutin konnte mit Hand und Fuß schlimmeres verhindern. Nach ordentlicher Kombination der Panther setzte Gabe Guentzel den Puck auf den Querbalken (13. Minute). Im Anschluss wurde Polaczek wegen Crosschecks auf die Strafbank verbannt, die Unterzahl wurde von den Defensivspezialisten der Panther ordentlich verteidigt. In der 17. Minute hingegen waren die Nürnberger schneller und clevererer. Wieder kam der Pass von hinterhalb der Torlinie, diesmal konnte Pföderl einnetzen, der dem Blueliner von Mebus die entscheidende Richtungsänderung gab, 0:2. In der 18. Minute konnten die Panther das erste Powerplay spielen, aber eine gute Überzahl sieht anders aus (Blaker, Stockcheck).

2. Drittel

Augsburg kam mit Schwung aus der Kabine, Holzmann aus spitzem Winkel und T.J. Trevelyan mit einem Bauerntrickversuch scheiterten aber zunächst noch an Andreas Jenike. Dann Augsburg im Glück, nach Missverständnis in der Abwehr kann Boutin ein Alleingang von Steckel unschädlich machen. In der 24. Minute schließlich war eine Strafe gegen die Panther angezeigt, der aufs Eis geeilte sechste Nürnberger Feldspieler, Milan Jurcina, nutze die Gelegenheit von der blauen Linie zum 0:3. Aber in der gleichen Minute noch konnten die Panther ihr erstes Tor erzielen. Gabe Guenzel kam nach einem Bully in Scheibenbesitzt und fackelte nicht lange, Anschlusstreffer zum 1:3. Nur wenige Sekunden später, 18 an der Zahl, konnten die Panther einen Konter erfolgreich abschließen. Arvids Rekis konnte zum 2:3 vollstrecken. In der 28. Spielminute stand die zweite Überzahl der Panther an (Steckel, Behinderung), zeitgleich verließ aber ein verletzter Jonathan Boutin das Eis. Für ihn übernahm Ben Meisner im Pantherkäfig. Schade nur, dass das Augsburger Überzahl am heutigen Abend nicht sonderlich erfolgreich war, die nächste Möglichkeit bot sich bereits in der 30. Spielminute weil es den Nürnbergern bestens auf der Strafbank gefiel (Filin, Beinstellen). In der letzten Spielminute verhinderte der Pfosten den Ausgleich, abgezogen hatte T. J. nach unkonzentrierter Nürnberger Abwehrarbeit.

3. Drittel

Zu Beginn des Abschlussdrittels hatten sich die Nürnberger wieder gefangen und agierten wieder aus einer weitgehend stabilen Verteidigung heraus. Ein heftiger Bandencheck gegen T. J. in der 46. Spielminute brachte die Panther ein weiteres Mal in numerische Überlegenheit (Weber). Lamb mit der Powerplaychance nach klasse Querpass, aber nix wars. Lamb bekam in diesem Powerplay auch noch einen grenzwertigen Check ab. Die Schiedsrichterentscheidungen wurden auch in der Folge lautstark von den 4053 Zuschauern kommentiert. In der 50. Minute musste Parkes vom Eis, ein Beinstellen wurde zur Anzeige gebracht. Eine kleine Bankstrafe der Nürnberger brachte die Panther nochmals in numerische Überlegenheit (53.). Aber die Schiedsrichter waren an diesem Abend keine Panther, in der gleichen Minute noch musste ein Augsburger runter. Beim 4 gegen 4 konnten die Panther gleich im Anschluss den nächsten Pfostentreffer beisteuern. Ein hoher Stock, knapp vier Minuten vor spielende, brachte nochmals die Möglichkeit, aber zählbar war nur der nächste Pfostentreffer, diesmal „traf“ Lamb. In den letzten Minuten warfen die Augsburger Panther alles nach vorne, die Nürnberger alles dagegen, leider erfolgreich.
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