AEV: Wie immer keine Punkte in Iserlohn

Sah ein weiteres gutes Auswärtsspiel seines Teams: Trainer Mike Stewart

Die Überraschungsmannschaft der letzten Saison war schlecht in die aktuelle Spielzeit gestartet: Im März schlossen die Iserlohn Roosters die Hauptrunde als Zweiter ab, vor dem Spiel gegen den AEV rangierten sie im Tabellenkeller, fünf Punkte hinter Augsburg. Sechzig Minuten später waren sie glücklicher Sieger und der Abstand beträgt nur noch zwei Punkte.



Trainer Mike Stewart musste verletzungsbedingt umstellen, für Jaroslav Hafenrichter rutschte Alexander Thiel ins Aufgebot. Zu Beginn des Matches wurde der Stürmer kurz in der Verteidigung eingesetzt, damit wollte Stewart wohl Scott Valentine im Sturm testen. Doch bald kehrte der harte Verteidiger an seinen angestammten Platz zurück, und Thiel ebenso. Mit Erfolg, das erste Drittel gehörte zu weiten Teilen dem AEV, die Roosters kamen erst zum Drittelende im Spiel an, begünstigt durch einige Überzahlsituationen. Auf der Anzeigentafel tat sich trotz des schnellen Spiels nichts, Matthias Lange hielt seine Roosters im Spiel und Iserlohn schaffte es auch mit zwei Mann mehr nicht Jonathan Boutin zu überwinden.

Grygiel schießt den AEV in Front

Das Mitteldrittel begann mit der Fortsetzung einer AEV-Strafe. Boutin hielt die einzige größere Chance, und frisch von der Strafbank startete Derek Dinger allein auf Lange los - und scheiterte mit dem zweiten Eisentreffer des Abends am Pfosten. Nachdem spielerisch nicht viel zusammenging suchte Iserlohn den Weg ins Spiel über den Kampf, setzte immer wieder heftige Checks. Doch der AEV ließ sich auch nach dem Ausscheiden von Arvids Rekis nicht aus der Ruhe bringen. Zwar sahen die Roosters jetzt etwas besser aus als im ersten Abschnitt, richtig gefährlich wurden sie jedoch selten, zu gut organisiert war die AEV-Abwehr. Und endlich trug auch das tolle Angriffsspiel Früchte. Adrian Grygiel löste sich vor dem Roosters Tor von Defender Orendorz und schob den Puck zum 1:0 über die Linie (35. Min.)

In der Folge versäumte es der AEV den Sack endgültig zuzumachen, immer wieder scheiterte man an Lange.

Iserlohn dreht die Partie

Und das nicht nachgelegte Tor rächte sich im Schlussabschnitt. Aus der ersten brenzligen Situation vor Boutin entwickelte sich ein Wechselfehler, und die darauf folgende Strafe läutete das Ende der Punkteträume ein: Alexander Polaczek versäumte es den Puck aus der Gefahrenzone zu spielen, Iserlohn blieb im Drittel und Dziurzynski traf zum Ausgleich (47. Minute). Die zuletzt ziemlich schweigsamen Fans am Seilersee fanden ihre Stimmen wieder und die Roosters zurück ins Spiel. Als dann dem Ex-Augsburger Chad Bassen in der 52. Minute ein Traumtor gelang - er hatte den Puck unhaltbar in der Luft abgefälscht - kochte die alte Halle. Zwar stürmte Augsburg weiter, aber Iserlohn gab das unverhofft erhaltene Momentum nicht mehr ab.

Punkte am Sonntag gegen Ingolstadt?

Zum zweiten Mal in Folge war der AEV auswärts eigentlich die bessere Mannschaft, aber wie am vergangenen Freitag in Mannheim wurde die tolle Leistung nicht belohnt. Ein frustrierter Kapitän Steffen Tölzer meinte dazu nach dem Spiel, dass ihn das Lob über das gute Spiel nicht interessiere: "Wir müssen das Spiel schnell abhaken, und wir brauchen Punkte."

Zum Beispiel am Sonntag zuhause gegen Ingolstadt. Wegen der Übertragung bei Sport 1 beginnt das Derby im Curt-Frenzel-Stadion bereits um 16:30 Uhr.
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