AEV zeigt norddeutschem Neuling die Grenzen auf

Jubel nach Trevor Parkes' Führungstreffer zum 2:1.
 
Gute Stimmung beim Heimsieg gegen Neuling Bremerhaven
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Nach dem tollen, aber erfolglosen Gastspiel am Freitag in Mannheim waren fast 4.400 Zuschauer gespannt auf das erste Punktspiel gegen Bremerhaven seit Dekaden und wie sich der Stadionsprecher-Rookie nach dem AEC-Lapsus verkaufen würde. Alles war gut am Schleifgraben, sowohl das Team als auch der Sprecher kriegten die Kurve und legten tadellose Auftritte hin: Der AEV gewann gegen Aufsteiger Bremerhaven mit 4:1 (2:1, 1:0, 1:0) und Sascha Strunck machte bei seinem dritten Einsatz alles richtig.


zur Bildergalerie

Stadionsprecher und Team in Form

Das ganze Stadion hat wohl ganz genau hingehört bei jedem Satz (und Buchstaben) von Sascha Strunck, ein Fauxpas fiel trotzdem niemandem auf. Diese Leistung nötigt gerade nach der Kritik der letzten Woche Respekt ab, noch dazu hat er nicht nur Versprecher vermieden, sondern auch Emotionen im Eisstadion geweckt.

Die Mannschaft war natürlich nicht ohne Fehler, das ist über 60 Minuten schlicht unmöglich. Diese wurden aber minimiert und führten nur zu einem Gegentreffer. Der fiel schon nach zwei Minuten. Augsburg begann stürmisch und wollte dem Aufsteiger gleich Respekt einflößen, aber der konterte in den schwäbischen Anfangsdrang vors von Jonathan Boutin gehütete Tor und versenkte gleich die erste Chance. Cody Lampl hatte vors Tor gepasst und Bronson Maschmeyer bugsierte den Puck im Fallen an Boutin vorbei ins Netz. Der AEV ließ sich davon nicht beirren, und in der sechsten Minute glich Ben Hanowski aus. Der Amerikaner hatte schon in Mannheim doppelt getroffen und legte gegen Bremerhaven nach. Und wie am Freitag war Evan Trupp sein kongenialer Partner; seine Pässe und Hanowskis Tore sind zurzeit die Lebensversicherung des AEV.

Specialteams entscheiden das Spiel

Im Anschluss kam Bremerhaven begünstigt durch diverse Unterzahlsituationen besser ins Spiel - Augsburg überstand diese allesamt bravourös. Das Penaltykilling-Spektakel gipfelte in einem toll kombinierten Konter mit vier gegen fünf Mann, kurz nachdem eine lange doppelte Unterzahl überstanden war: Die beste Chance für die zahlenmäßig unterlegene Mannschaft sieht man in dieser Qualität nicht oft. Schade, dass hierbei kein Tor heraussprang.

Aber es gab ja auch ab und zu Powerplay für den AEV, und da klingelte es, und zwar mit schöner Regelmäßigkeit. Den Anfang machte Brady Lamb, doch sein Schuss schepperte nur an den Pfosten, erst Trevor Parkes zielte in der 20. Minute noch genauer und schloss eine schnelle Passstafette mit dem 2:1 ab.

Hanowski mit Tor des Monats

Wie der erste Abschnitt endete, so begann das Mitteldrittel: Powerplay Augsburg, wieder ein schnelles Tor. Wie beim 1:1 war es Ben Hanowski, der nach einer Piourette traf, auch hier steuerte Evan Trupp den Assist dazu bei. Der wunderschöne Treffer schien den Pinguinen den letzten Zahn gezogen zu haben, denn daraufhin war von Bremerhaven offensiv fast gar nichts mehr zu sehen, lediglich bei ihren weiterhin häufigen Powerplay-Situationen kam etwas Gefahr auf. Aber die wenigen Chancen des REV machte Boutin zunichte, während sich sein Gegenüber Jani Nieminen immer öfter auszeichnen konnte.

Die endgültige Entscheidung fiel im Schlussabschnitt, gegen Thomas Holzmanns Rückhand-Schlenzer konnte Nieminen nicht mehr eingreifen, er war kurz zuvor durch einen weiteren Stürmer ersetzt worden. Wie so oft endete das Risiko ohne Torhüter zu spielen mit einem Emptynetter.

Derby gegen Ingolstadt am Sonntagnachmittag

Am kommenden Freitag muss der AEV nach Iserlohn reisen, am Sonntag (Spielbeginn 16:30 Uhr) gastiert der ERC Ingolstadt im Curt-Frenzel-Stadion.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.