AEV: Zurück im Spiel und trotzdem verloren

 
Auch der Torwartwechsel sorgte nicht für die erneute Wende. In der 29. Minute kam Ben Meisner (rechts) für Jonathan Boutin.

Knapp 11.000 Zuschauer sahen in Berlin eine abwechslungsreiche und spannende Partie. Der AEV lag schnell mit 0:2 hinten, kämpfte sich ins Spiel zurück und führte Anfang des zweiten Drittels. Doch dann drehte Dynamo auf ...

Berlin mit Schnellstart

Arvids Rekis fiel aus, ansonsten war das Team komplett in Berlin angetreten. Die Starting Six schienen aber nach 19 Sekunden noch nicht auf dem Eis zu sein, denn Daniel Fischbuch traf nach einem Rebound von der Bande zum 1:0. Und der gebürtige Heilbronner legte nach: Die Eisbären hatten gerade mit Müh und Not zwei Minuten Powerplay des AEV überstanden, da war Fischbuch wieder zur Stelle. Statt bei einem Konter abzuspielen überlistete er Jonathan Boutin mit einem Schuss ins kurze Eck - 2:0 nach knapp sieben Minuten. Aber der AEV steckte nicht auf, zeigte immer wieder tolle Kombinationen während vieler Powerplay-Situationen, und traf dann auch. Erst gelang Ben Hanowski der Anschlusstreffer (9. Min.) und kurz vor der ersten Pause wurde es ganz still im Berliner Oval: Jetzt war es Augsburg, das mustergültig konterte. Nur schloss Trevor Parkes nicht selbst ab, sondern bediente den in der Mitte mitgelaufenen Drew LeBlanc - der Ausgleich in der 19. Minute.

Turbulentes Mitteldrittel

Und es kam noch besser: Nach gut drei Minuten im Mitteldrittel verschluckte sich der Berliner Anhang an den Resten des Pausentees. Jaroslav Hafenrichter spielte zu Mike Davies und der hämmerte die Scheibe zur 3:2-Führung ins Netz. Lange husten mussten die Heimfans nicht, dann befreite der nächste Torschrei die Luftröhren. Ebenfalls in der 24. Minute kurvte Verteidiger Dupont vor Boutin herum und versenkte den Puck aus kürzester Distanz zum 3:3. Und als die Berliner kurz darauf zweimal Überzahl spielen durften drehten sie das Spiel komplett zurück. Erst stand MacQueen goldrichtig und staubte ab (27. Min.), dann fälschte der Ex-Augsburger Darin Olver unhaltbar zum 5:3 ab (29. Min.)

Auch wenn Boutin beim fünften Gegentreffer absolut machtlos war tauschte jetzt Mike Stewart die Goalies und es kam Ben Meisner ins Spiel. Der hielt im restlichen Drittel fehlerlos, ebenfalls Vehanen im Berliner Tor.

So ging es mit 5:3 für die Hausherren in den letzten Abschnitt. Meisner hielt weiter was zu halten war während seine Stürmer reihenweise an Vehanen scheiterten. Und es kam wie so oft: Wer vorne nicht trifft kassiert hinten ein Tor. Zwei Minuten vor Spielende bekam André Rankel einen Querpass auf den Schläger und schob zum 6:3 ein. Doch der AEV gab nicht auf, und während eines Powerplays schoss Parkes den AEV ins Spiel zurück. 4:6, noch knapp zwei Minuten zu spielen, Meisner raus, Stürmer rein - und Chancen über Chancen, die allesamt liegengelassen wurden.

So hatte der AEV wieder ein deutliches Chancenplus auf dem Spielbericht - 42 zu 33 Torschüsse - fuhr aber wie fast immer punktlos nach Augsburg zurück.

Am Sonntag DEG zuhause, dienstags in Krefeld

Am Sonntag gastiert die DEG im Curt-Frenzel-Stadion und schon am Dienstag reist der AEV nach Krefeld. Punkte gegen die Rheinländer wären eminent wichtig, denn dann kommt vor der Deutschland-Cup-Pause Meister München, gefolgt von der weiten Reise an die Nordseeküste. Mit ein paar Punkten aus diesen Spielen könnten sich Mike Stewart (Co-Trainer von Team Canada), Brady Lamb (ebenfalls Kanada) und eventuell Thomas Holzmann (Deutschland) auf das Vier-Länder-Turnier in Augsburg konzentrieren.
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