Augsburger EV: Harter Fight gegen Mannheim - Viertelfinale gegen Nürnberg

 

Die bisherigen Spiele gegen den MERC waren allesamt knappe Angelegenheiten, das vierte Duell sah vom Ergebnis deutlicher aus als das Spiel war. Denn der AEV vergab vor allem im ersten Drittel Chancen en masse, lag nach 21 Minuten 0:2 zurück, gab aber gegen hart spielende Mannheimer bis zum Schluss alles: Fünf Minuten vor Spielende traf Rekonvaleszent Trevelyan zum 1:4 und sieben Sekunden vor der Schlusssirene vermöbelte Hans Detsch den chancenlosen Mannheimer Richmond.

Nach dem Spiel stand der Viertelfinalgegner fest, der AEV bekommt es als Sechster mit dem Tabellendritten zu tun: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind das die Nürnberg IceTigers, die gegen München in einem Spiel kaum 19 Tore aufholen werden. Sitzplatztickets für die Auswärtsspiele gibt es im Ticketshop der IceTigers, die Stehplatzkarten für den Gästeblock über den AEV oder die Fanclubs. Karten für Spiel 2 und 4 im Curt-Frenzel-Stadion sind ab 28.2. 12:00 Uhr erhältlich. Entweder im 1878Shop im Eisstadion oder online im Ticketshop.

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Ersatzgeschwächter AEV legt furios los

Beim AEV fehlten Alex Thiel, Justin Shugg (beide am Oberkörper verletzt) und Evan Trupp (Unterkörperverletzung). Trotzdem legt der AEV los, als ginge es jetzt schon um die Meisterschaft. 16 Schüsse gaben die Augsburger aufs von MacIntyre gehütete Tor ab, der MERC kam nur auf deren sechs im ersten Drittel. Trotzdem stand es nach zwanzig Minuten 0:1, denn der AEV scheiterte reihenweise am Goalie der Kurpfälzer oder zielte knapp daneben. Mannheim bewies Effektivität, denn eine der wenigen Chancen führte zum Tor: Caliacovo schlenzt platziert aufs Tor, Derek Dinger kann Adam nicht wegschieben, so dass die beiden Goalie Boutin die Sicht nehmen – der kann so schnell nicht reagieren und die Scheibe schlägt oben im Langen Eck ein (6. Minute).

Kurz vor Drittelende packte Schiedsrichter Hurtig die Pfeife aus, schickte kurz nacheinander Scott Valentine und Steffen Tölzer wegen Hakens auf die Strafbank. Beide Strafen kann man geben, aber nicht, wenn vorher dem Gegner eine überharte Spielweise unbestraft gewährt wird.

Doppelte Unterzahl und eine Unachtsamkeit an der Blauen:
Mannheim zieht auf 3:0 davon

Der AEV begann das Mitteldrittel in doppelter Unterzahl, drei Augsburger stemmten sich gegen fünf Mannheimer. Lang ging das nicht gut, dann hatte der MERC seine Positionen gefunden. Coliacovo passte auf MacMurchy neben dem Tor und der verwandelt per Onetimer ins quasi leere Tor – so schnell konnte sich Boutin nicht umorientieren.

Jetzt war das Momentum endgültig beim MERC angekommen, der in der 29. Minute nachlegen konnte: Matthias Plachta übernahm vor der Blauen Linie den Puck, stürmte auf Boutin zu und traf. Spielerisch agierte Augsburg weiter auf Augenhöhe, die wenigen Fehler wurden durch Mannheim eiskalt ausgenutzt, während der AEV weiter mit der Chancenverwertung haderte.

Der AEV macht auch im Schlussabschnitt Druck, erst vergeben Trevelyan und Parkes zwei hundertprozentige Chancen, und dann müssen kurz hintereinander Kink (für einen zu spät und von hinten gefahrenen Bandencheck an Valentine, der danach nicht mehr mitspielen kann) und Reul (wegen Beinstellens kurz vor dem Ende der Kink-Strafzeit) auf die Strafbank; Powerplay ist angesagt. Das läuft weitgehend ganz gut, MacIntyre zu überwinden ist jedoch weiterhin nicht möglich.

TJ is back: Erstes Tor nach Verletzung
„In den Playoffs werfen wir Euch raus“

… skandierten die AEV-Fans in Richtung der Mannheimer, während das vierte Tor für den MERC fiel: Nachdem Derek Dinger knapp am badischen Tor vorbeigezielt hatte konnte sich Mannheim im Augsburger Drittel festsetzen. Festerling sah den frei vorm Tor stehenden Wolf und der vollstreckte (55. Minute). Die Fans honorierten trotz des Spielstands die gute Leistung, feierten ihre Helden für die überragende Hauptrunde und durften kurz nach dem 0:4 das erste Tor von TJ Trevelyan nach dessen Verletzungspause bejubeln.

Augsburg first, America second:
Hans Detsch vermöbelt Richmond

Sieben Sekunden vor der Schlusssirene gab es doch noch einen Sieg für den AEV: Hans Detsch knöpfte sich Richmond vor und vermöbelte ihn nach Strich und Faden – ein klarer Punktsieg für den jungen Allgäuer gegen den amerikanischen Verteidiger:



Die Playoff-Termine:

08.03. (Mittwoch) in Nürnberg; Spielbeginn: 19:30 Uhr
10.03. (Freitag) in Augsburg; Spielbeginn: 19:30 Uhr
12.03. (Sonntag) in Nürnberg; Spielbeginn: 19:00 Uhr
14.03. (Dienstag) in Augsburg; Spielbeginn: 19:30 Uhr

Falls nötig:
17.03. (Freitag) in Nürnberg
19.03. (Sonntag) in Augsburg
21. oder 22.03. (Dienstag/Mittwoch) in Nürnberg
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Gudrun Arndt aus Augsburg - Haunstetten | 24.02.2017 | 23:33  
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