Augsburger EV verliert hartes „Freundschaftsspiel“ gegen Linz

Keine Chance für Michael Ouzas im Linzer Tor: Der eigene Verteidiger verdeckt die Sicht auf Trevor Parkes, der hier zum 3:3 trifft.
 
Reminiszenz an alte Zeiten: Neuzugang Matt White im Aufwärmtrikot.
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Nach zwei zweiten Plätzen bei den Turnieren in Neumarkt / Südtirol und in Straubing stellte sich der „neue“ AEV am Freitagabend erstmals zuhause den Fans vor. Das Curt-Frenzel-Stadion war für ein Vorbereitungsspiel ganz gut gefüllt – und bis auf den Endstand dürften die Zuschauer mit dem Gebotenen zufrieden gewesen sein.
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Trainer Mike Stewart konnte erstmals aus dem Vollen schöpfen: Rookie Marco Sternheimer und Hans Detsch passten nicht auf den Spielberichtsbogen, dafür spielte erstmals wieder TJ Trevelyan nach dem Lamb-Schuss an den Hals, und Trevor Parkes konnte sich nach dem Ausflug nach Russland mit Team Canada mit seinen Augsburger Sturmpartnern einspielen.

David Stieler mit dem ersten Heimtor

Im Tor stand Jonathan Boutin, der früh vom Linzer Piché überwunden werden konnte: In der 4. Minute markierte er das 1:0, kurz darauf im Powerplay das 2:0 – hier war die AEV-Abwehr nach einem Wechsel völlig unkoordiniert. Der Ex-Augsburger Dan DaSilva und Brian Lebler standen beide völlig frei und Pichè konnte vor dem Tor abfälschen.
Danach wachte auch Augsburg auf, scheiterte aber zunächst mehrmals am Linzer Goalie Michael Ouzas. David Stieler brach endlich den Bann und erzielte in der 17. Minute das erste Heimtor der jungen Saison.

Augsburg gleicht aus …

Mit 1:2 ging es ins Mitteldrittel, aber der knappe Vorsprung hielt nicht lange: Hofer hatte sich an zwei AEV-Verteidigern vorbeigeschlichen und tauchte allein vor Boutin auf. Rückhand-Schlenzer, 1:3. Jetzt wurde es ruppiger: Im ersten Abschnitt wurde schon geschubst, gecheckt und mit Stock und Ellbogen gearbeitet, im zweiten Drittel übertrieben es beide Teams und durften ausgiebig Über- und Unterzahl üben. Höhepunkt war eine längere Boxeinlage, dabei blieb Scott Valentine klarer Punktsieger gegen Brian Lebler.

… und fällt zurück

Nebenbei fielen die Tore wie am Fließband – erst glichen Neuzugang Daniel Schmölz (28. Minute) und Trevor Parkes (29. Minute) aus, worüber sich die AEV-Fans nur kurz freuen konnten. Lukas Phillip und Corey Locke stellten auf 5:3 für die Black Wings aus der Stahlstadt. Ein harter Stockschlag abseits des Geschehens sorgte für einen Spielausschluss für Laurens Ober, aus der fünfminütigen Überzahl konnte Augsburg jedoch keinen Profit schlagen.

Die Hälfte dieser Strafe musste im Schlussabschnitt abgesessen werden, der Anschlusstreffer fiel aber erst während eines Linzer Powerplays: Scott Valentine sprintete allein auf Ouzas zu und wurde kurz vor dem Abschluss gefällt, den fälligen Penalty versenkte er mit einem Gewaltschuss – nur noch 4:6, weil vorher Hofer in doppelter Überzahl erhöht hatte.

Vorne lief es ganz gefällig, hinten war der AEV oft zu langsam und ermöglichte den Österreichern Cancen en masse. Zwei weitere konnten sie verwerten, Spannring und Broda trafen zum 8:4-Endstand.

Revanche am Sonntag, zwei alte Bekannte am Freitag

Schon am Sonntag kommt es in Linz zum Revanchematch, bevor sich am kommenden Freitag zwei Helden der vergangenen Saison mit ihrem neuen Club im Curt-Frenzel-Stadion präsentieren werden: Justin Shugg und Ben Hanowski gastieren mit den Kölner Haien an alter Wirkungsstätte. Spielbeginn ist um 19:30 Uhr.
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