Augsburger Panther: AEV-Rumpfteam erkämpft Punkt in Mannheim

Garant für den überraschenden Punktgewinn: Torhüter Jonathan Boutin, der gegen Iserlohn (Bild) erstmals wieder im Kader stand und in Mannheim bravourös hielt.

Nach den vielen Ausfällen vom Freitag konnte beim MERC nur ein AEV-Rumpfteam auflaufen. Mit Scott Valentine, Arvids Rekis und Mark Cundari fehlten drei Verteidiger und auch die Sturmreihen waren stark dezimiert - hier fehlten Mike Davies, Adrian Grygiel und Evan Trupp. Coach Mike Stewart war zum Umstellen gezwungen, konnte trotz der Förderlizenz-Verstärkungen Hans Detsch und Simon Sezemsky vom Farmteam Ravensburg nur drei durchgewürfelte Reihen aufbieten. Das schnelle und laufintensive Spiel Augsburgs ist so kaum möglich, aber es gab auch einen Rückkehrer, und der sorgte für den kaum erwarteten Punktgewinn: Jonathan Boutin stand erstmals nach seiner Verletzung wieder im Tor.

Und der Deutsch-Kanadier hatte gleich ordentlich zu tun, der Tabellendritte aus Mannheim sah im Startdrittel optisch überlegen aus - und die Kurpfälzer trafen auch. Daniel Sparre hatte geschossen, Garrett Festerling unhaltbar abgefälscht. Mannheim vergab in der Folge mehrere Chancen zum Führungsausbau während der AEV immer besser ins Spiel fand. Mit Erfolg: Gabe Guenzel passte auf den außen postierten Mark MacKay, der zurück vors von Dennis Endras gehütete Tor - aber dort stand nicht der Ex-AEV-Goalie, sondern TJ Trevelyan bugsierte den Puck zum Ausgleich ins Tor.

Starker Boutin hält ersatzgeschwächtes Augsburg im Spiel

Im Mitteldrittel verlegte sich Augsburg aufs Stören der Mannheimer und ließ so kaum einen vernünftigen Spielfluss aufkommen. Dasselbe galt auch für Mike Stewarts Team, das zwar kämpfte und rackerte, konstruktiv gut sah das AEV-Spiel jedoch fast nur in Überzahl aus.

Egal, es ging hier nicht um einen Schönheitspreis, wichtig war, dass es auch am Ende des zweiten Drittels noch unentschieden stand und Punkte in Reichweite waren. Der starke Boutin und eine konzentrierte Abwehrarbeit des Rumpfkaders sorgten dafür, dass es auch nach 60 Minuten noch 1:1 stand. Erst in der Verlängerung gelang dem MERC der Siegtreffer - der AEV musste in diese mit drei gegen vier Spieler starten, und das nutzte Luke Adam. Nach einigen Pässen stand er völlig frei und hämmerte den Puck mittels Onetimer in die Maschen.

Den Zusatzpunkt nahm das Team verdient mit nach Augsburg und bleibt damit vorerst Fünfter. Am kommenden Freitag (19:30 Uhr) soll der direkte Playoff-Platz zuhause gegen die Eisbären Berlin verteidigt werden, am Sonntag geht es dann zur DEG.

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