Augsburger Panther ringen Straubing Tigers mit 4:3 nieder

Zweikampf Evan Trupp gegen Dylan Yeo - mit viel Einsatz konnten die Panther gegen Straubing mit 4:3 gewinnen. (Foto: A. Heinle)

Nach drei Niederlagen in Folge sind die Panther wieder in der Erfolgsspur. Mit 4:3 konnten die Panther ein knallhartes Spiel für sich entscheiden. Neuzugang Justin Shugg war mit zwei Treffern Spieler des Tages. Das letzte Heimspiel im Jahr des Herrn 2016 wollten 6139 Eishockeyfans sehen. Damit war das CFS wieder ausverkauft und Gänsehautstimmung angesagt.

Hartes Spiel – glückliches Ende


Warum die Straubinger Tigers das unfairste Team der Liga sind, davon konnten sich die Zuschauer im CFS eindrucksvoll überzeugen. Der Fairness halber muss man erwähnen, dass das Gemetzel-on-Ice erst so richtig nach einem Stockstich von Gabe Guentzel in Fahrt kam. Die Schiedsrichter wirkten streckenweise überfordert und trugen ihres zum Strafzeitenrekord bei.

1. Drittel


Die Augsburger zeigten ein über weite Strecken ganz starkes erstes Drittel. Aber der Reihe nach: bereits in der ersten Spielminute gab es die erste Strafe für die Panther. Scott Valentine musste wegen Stockschlag vom Eis, das Unterzahlteam konnte aber die Strafe schadlos halten. Den ersten ernstzunehmenden Pantherangriff gab es erst in der fünften Spielminute. Aber da konnten sich die Panther im Angriffsdrittel festsetzen und kombinieren, bis das 1:0 im Kasten zappelte. Vorbereitet wurde der Treffer durch Mark Cundari, den Rebound versenkte schließlich Justin Shugg (6.). Gleich im Anschluss konnten die Panther ihr Überzahlspiel testen (Adam Mitchell, Haken, 6.). Und die Tigers blieben bei der harten Gangart, Colton Jobke mit dem Bandencheck in der 7. Minute. Kaum waren die Niederbayern wieder zu viert, packte Braden Lamb den Hammer aus: 2:0. Und es ging ruppig weiter, in der 11. Minute musste der nächste Straubinger auf die Bank (Sandro Schönberger, Behinderung). Kurz vor Drittelende erwies Gabe Guentzel seinen Panthern einen Bärendienst und musste wegen Stockstichs vom Eis, d. h. 5 plus Spieldauerdisziplinarstrafe. Aber zu leicht wollten es sich die Straubinger nicht machen (19.), Sean Sullivan musste wegen „Unsportlichem Verhaltens“ (kurz Schwalbe genannt) zwei Minuten vom Eis. Bei 4 gegen 4 konnten die Straubinger aber den Anschlusstreffer zum 2:1 markieren, Torschütze Dylan Yeo. Kurz vor Drittelende musste nochmals Valentine in die Kühlbox (Stockschlag).

2. Drittel


Und somit ging es für einige Sekunden mit 3 gegen 4 ins zweite Drittel. Mit Rückkehr des fünften Straubingers, Augsburg war somit in doppelter Unterzahl, fiel der Ausgleich. Torschütze Jeremy Williams. Die Straubinger blieben am Drücker und im Spiel 5 gegen 4 weiter brandgefährlich. Mit abgelaufener 5 Minuten Strafe fanden die Panther wieder zurück ins Spiel und hatten wieder deutlich mehr Spielanteil. Eine logische Konsequenz war dann auch die nächste Strafe für die Niederbayern, die sich nur per Halten dem Augsburger Angriffsspiel erwehren konnten (Yeo, 28.). In Überzahl bewegten sich die Panther gut, konnten aber kein Kapital daraus schlagen. Und wenn es in Überzahl nicht klappt, dann muss man halt bei 5 gegen 5 treffen. Dem 3:2 ging eine prima Kombination voraus und wieder war es Cundari, der mit einem Traumpass Shugg bediente. Doppelpack für den Neuzugang! Zu bemängeln gab es die Chancenausbeute der Panther, die durch Ben Hanowski, Jaroslav Hafenrichten, Drew LeBlanc und Trevor Parkes dickste Chancen liegen ließen.

3. Drittel


Gleich zu Beginn des Schlussdrittels war das Scheibenglück gefordert, aber der Pfosten des Augsburger Tors stand seinen Mann. In der 45. Spielminute schließlich wurde der Puck von Parkes regelrecht ins Straubinger Tor gekämpft. Der erste Anlauf war nix, der zweite auch nix, aber Parkes wollte das Ding unbedingt machen und war nicht von der Scheibe zu trennen. Letztendlich konnte er den Puck unter dem Schoner von Dimitri Pätzold ins Tor zum 4:2 arbeiten. In der 47. Minute gab es einen Faustkampf zwischen Parkes und Jobke mit jeweils 2plus2plus10 Minuten Disziplinarstrafe. Und weiter ging es mit den Fäusten. In Runde Nr. 2 traten an: Derek Dinger und Tim Miller, diese Einlage gab ebenfalls 2plu2plus10 Disziplinarstrafe. Strafzeiten unter 5 Minuten, ohne besondere Vorkommnisse, werden im Folgendem nicht mehr erwähnt, denn es ging blutig weiter. Thomas Holzmann musste nach Hohem Stock mit Verletzungsfolge mit 5 plus Spieldauerdisziplinarstrafe vom Eis (55.). Damit hätten die Straubinger Powerplay bis zum Spielende gehabt. Aber ein Stockstich von Michael Connolly beendete dessen Abend mit 5 plus Spieldauerdisziplinarstrafe, clever geht anders. Valentine musste im Anschluss wegen Crosschecks vom Eis, durfte aber gleich wieder drauf: Anschlusstreffer zum 4:3 durch Derek Whitmore. Zwei Minuten vor Spielende nahm Larry Mitchel den Straubinger Goalie vom Eis, aber die Panther konnten den knappen Vorsprung über die Zeit retten.
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