Augsburger Panther rupfen die Mannheimer Adler mit 3:2 i. O.

Faust in die Höhe – Drew LeBlanc nach dem Game-Winning-Goal zum 3:2 in Overtime (Foto: G. Stadler)

Nach unglücklichem Spielbeginn konnten sich die Panther im zweiten Drittel wieder stark ins Spiel zurück kämpfen (0:2/2:0/0:0/1:0).Für Trevor Parkes war die Partie bereits nach sieben Minuten wegen Hohen Stocks mit Verletzungsfolge beendet und Mannheim konnte die 5-minütige Überzahl zweimal nutzen. Entschieden wurde die Partie erst in der Overtime. Eine Strafzeit brachte den entscheidenden Vorteil für die Panther und Drew LeBlanc konnte mit dem Game-Winnig-Goal die meisten der 5309 Zuschauer erfreuen. Torhüter Jonathan Boutin zeigte zum wiederholten Male eine ganz starke Partie.

Die Augsburger Panther hatten am Sonntagnachmittag die Adler aus Mannheim zu Gast. In der Tabelle rangieren die Panther auch nach dieser Partie mit 66 Punkten auf Tabellenplatz 6, die Adler auf Rang 4. Nach der Auswärtspleite in Köln konnten die Panther wieder in Spur Richtung „Tabellenplatz 6 sichern“ lenken. Der AEV ging wieder mit Torhüter Jonathan Boutin ins Spiel, Trainer Mike Stewart musste weiter auf David Stieler, Adrian Grygiel und T.J. Trevelyan verzichten. Steffen Tölzer ist seit dem heutigen Spiel, mit 569 Einsätzen, Augsburger DEL Rekordspieler. Kein Panther hat mehr DEL Einsätze in der höchsten deutschen Spielklasse. Um AEV-Legende Duane Moeser in absoluter Spielzahl einzuholen, insgesamt 568 DEL Einsätze, dauert es aber noch ein wenig. Moeser lief für den AEV insgesamt 705-mal, in der DEL und zweiten Bundesliga, auf.

1. Drittel

Die erste Prüfung für den wiedergenesenen Boutin gab es in der 2 Minute, aber sein Schoner war zur Stelle. Auf der anderen Seite wurde Denis Endras von Braden Lamb mit einem Schlagschuss wach gerüttelt. Letzterer konnte auch eine gute Möglichkeit von Ben Hanowski mit einem sehenswerten Save unterbinden (4. Minute). In der 7. Spielminute musste Trevor Parkes Nach hohem Stock mit Verletzungsfolge vom Eis. Und das macht bekanntermaßen 5 plus Spieldauerdisziplinarstrafe. Und dann hatten die Panther Pech. In der Rückwärtsbewegung rutschte ein Panter aus, und somit gab es frei Bahn für Brent Raedeke zum 0:1. Und es kam noch bitterer. In der 10. Spielminute konnten die Adler auf 0:2 erhöhen (Torschütze David Wolf). In der 11. Minute war aber das Mannheimer Überzahlspiel überstanden, Ryan Macurchy musste wegen Stockschlags für zwei Minuten vom Eis. Im Anschluss waren die Adler das dominierende Team und schnürten die Panther regelrecht ein. Mit starken Paraden hielt aber Boutin seine Panther im Spiel.

2. Drittel

21. Minute und die Panther waren wieder zurück im Spiel. Braden Lamb konnte die Scheibe im Angriffsdrittel klauen und behaupten. Sein Pass auf Ben Hanowski brachte die Panther in eine „Zwei-auf null-Situation“ (nur noch Endras stand dem Angriff gegenüber). Der wiederum bediente Michael Davies, und der ließ sich den Anschlusstreffer nicht mehr nehmen, 1:2. Nach Wechselfehler der Panther konnten die Gäste einen Konter auf Boutin fahren, aber der bliebe Sieger. Im Anschluss machten es die Panther besser. Ausgleich für die Panther! Aus dem berühmt berüchtigtem „Gewühle“ heraus konnten die Panther den Puck über die Torlinie kämpfen, Torschütz war Evan Trupp in der 27. Minute. In der 30. Minuten durfte das beste Powerplay der Liga wieder antreten, Christoph Ullmann musste wegen Beinstellens vom Eis. Aber so recht wollte das Panther-Power-Play nicht laufen, Mannheim konnte alle Weg zu machen. Im Anschluss an die Strafe konnten sich die Panther im Angriffsdrittel fest setzten aber Mannheim verteidigte mit Mann, Maus und Endras erfolgreich. Und die Panther waren weiter im Vorwärtsgang. Shugg und Hanowski konnten aber gute Möglichkeiten nicht verwerten. In der 37. Minute musste schließlich Danny Richmond wegen unnötiger härte vom Eis. Und wieder hatten die Panther Probleme beim Spielaufbau. Kurz vor Drittelende musste Scott Valentine wegen hohen Stocks vom Eis, aber die Panther konnten das Ergebnis in die Drittelpause retten.

3. Drittel & Overtime

In Unterzahl ging es in das Abschlussdrittel. Das Mannheimer Powerplay war wenig überzeugend, im Anschluss konnten sich die Gäste aber im Pantherdrittel festsetzten. Boots stand immer wieder im Brennpunkt und ließ nichts anbrennen. Erst nach 5 Minuten konnten die Panther für Gefahr vor dem Mannheimer Tor sorgen, leider ohne Zwingendes. In der 48. hatten die Panther durch Hanowski und Drew LeBlanc eine Riesenchance aber konnte wieder Endras nicht überwinden. Ein ausgeglichenes Hin und Her, mit Chancen hüben wie drüben, entwickelte sich. In der letzten Spielminute musste Marcel Goc, nach einem Zweikampf mit Thomas Holzmann an der Bande, schwer angeschlagen vom Eis geführt werden. In der Overtime schließlich konnte die Panther das entscheidende Tor erzielen. Eine Strafe gegen Mannheim war angezeigt, Boots auf der Bank und ein vierter Feldspieler auf dem Eis. Bei derart viel Platz auf dem Eis konnte sich LeBlanc in beste Position wirbeln und zum 3:2 Endstand abschließen.
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