Augsburger Panther schwächeln im Saisonendspurt und unterliegen mit 1:4 gegen die Kölner Haie

"Auf die 12" gab es heute für die Panther und Mark Cundari - Panther chancenlos beim 1:4 gegen die Kölner Haie (Foto: G. Stadler)

Köln zu stark, Augsburg zu sorg- und glücklos. So kann man die Freitagabendpartie in der DEL kurz zusammen fassen. Ausschlaggebend für die Niederlage war das „sorglose“ Abwehrverhalten der Panther und eine Kölner Spitzenmannschaft (gegenwärtig auf Tabellenplatz 3, 83 Punkte), die Fehler gnadenlos bestraften. Die hanebüchene Schiedsrichterleistung, zumindest im ersten Drittel, soll ebenfalls nicht unerwähnt bleiben.

Der Kampf um Tabellenplatz 6 geht in die entscheidende Runde (dieser berechtigt zur direkten Viertelfinalteilnahme). Noch zehn Spiele sind in der Regular-Season zu spielen, Ingolstadt liegt mit 64 Punkten auf dem siebten Tabellenplatz in Lauerstellung. Nach den Niederlagen gegen Krefeld, Bremerhaven und Köln ist der Vorsprung auf die falschen Panther auf 4 Punkte zusammengeschrumpft. Es stellt sich die Frage, ob den Augsburger Panthern die Luft für Tabellenplatz sechs, kurz vor Ende der Punkterunde, ausgeht. Eine gute Nachricht gab es am Freitagabend: der noch verletzte Publikumsliebling, T. J. Trevelyan, hat für die kommende Saison verlängert.

1. Drittel

Ganz schlechter Auftakt für die Panther. Bereits in der zweiten Minute vertändelten die Augsburger den Puck im Aufbau und schon stand es 0:1 für Köln. Nutznießer der Unaufmerksamkeit war Kai Hospelt. Ein Bauerntrick in der 4. Minute brachte das 0:2 für die Domstädter, Torschütze Max Reinhart. In der 6. Minute konnte Jonathan Boutin eine Zwei-auf-Eins-Situation erfolgreich unterbinden und somit einen noch höheren Rückstand verhindern. Angriffsbemühungen der Panther gab es auch, die wirkten aber eher bemüht, abgesehen von einem Schuss von Mark Cundari (5.), der knapp am Tor vorbei ging. Das Schiedsrichtergespann passte sich dem Augsburger Defensivspiel an und übersah in der 6. Spielminute einen hohen Stock gegen Evan Trupp, der blutend das Feld verlassen musste. In der 11. Minute musste Arvids Rekis wegen Behinderung auf die Strafbank, diese Entscheidung war ebenfalls recht fragwürdig. Aber mit harter, zum Teil sehr harter Abwehrarbeit, konnte Schlimmeres verhindert werden. Bei der gebotenen Schiedsrichterleistung war es auch nur eine Frage der Zeit bis es zum ersten Faustkampf kam. Die Kontrahenten Cundari und Dane Bayers wurden mit 2plus2 plus 10 Minuten Disziplinarstrafe bedacht. In der 17. Minute musste Sebastian Uvira wegen Crosschecks vom Eis. Und das erste PantherPowerPlay des Abends brachte den Anschlusstreffer. Ein trockener Schlagschuss von Justin Shugg, abgefälscht von Drew LeBlanc, schlug unhaltbar hinter Gustaf Wesslau ein.

2. Drittel

Das zweite Drittel begannen die Augsburger deutlich ausgeschlafener und zeigten ein aggressives Spiel nach vorne. In der 24. Minute konnte Trevor Parkes den Kölner Goalie auch nach mehrfachem Nachsetzten (dreimal!) nicht aus der Nahdistanz überwinden. Zwei Minuten später war das Augsburger Angriffsspiel zu offen und Köln konnte einen Konter zum 1:3 nutzen, Torschütze Nickolas Latta. In der 27. Minute musste ein Hai ins Eisfach (Moritz Müller Stockschlag). Und es sollte nicht der letzte Kölner Anwärter für das Eisfach bleiben. In der 36. und 39. Minuten mussten Philip Gogulla (Stockschlag) und Fredrik Eriksson (Halten) jeweils für zwei Minuten vom Eis. Und diese Chancen muss man halt nutzen, haben bzw. konnten die Panther aber nicht.

3. Drittel

Kaum war die Augsburger Überzahl beendet, duften sich die Kölner ebenfalls in dieser Spezialdisziplin versuchen. Und das taten sie mit Erfolg. Torschütze zum 1:4 war Gogulla, der Augsburger Sünder Parkes (Stockschlag). Die durchaus vorhandenen Angriffsbemühungen der Panther wurden allesamt von Wesslau entschärft, mal mit Glück, mal mit Können. Die beste Chance hatten noch Parkes und Shugg bei einem 2 auf 0 Konter (51.), der aber nix brachte. Und Köln war erfolgreich bemüht, das Spiel über die Zeit zu bringen. Eine Minute vor Spielende konnte Boutin noch einen Penalty halten. Bleibt nur: Mund abwischen und am Sonntag weiter ackern.
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