Augsburger Panther: Souveräner Sieg in Mannheim

Kompakte Abwehrarbeit auch von den Stürmern (vorne Evan Trupp, dahinter Verteidiger Scott Valentine) und ein starker Jonathan Boutin ließen nur einen Gegentreffer in Mannheim zu.
 
Dennis Endras beim 3:2-Sieg seines MERC im Curt-Frenzel-Stadion. Beim Rückspiel in Mannheim sorgte Evan Trupp (links) mit dem 3:0 für Endras' Auswechslung, Stürmerkollege Matt White (rechts) glänzte mit dem 5:0 gegen Chet Pickard.
Mannheim: SAP Arena |

Erst effizient, dann defensiv stark und zum Schluss abgeklärt: Der AEV spielt ein fehlerloses Auswärtsspiel und gewinnt nach Toren von Arvids Rekis, Gabe Guentzel, Evan Trupp, Trevor Parkes und Matt White mit 5:1 gegen die Adler Mannheim.

Die Namensvettern auf der Bank stellten nach den Sonntags-Niederlagen ihre Teams um: Mannheims Bill Stewart konnte erstmals nach langer Verletzungspause wieder auf den großen bösen David Wolf zurückgreifen, für ihn musste Ex-NHL-Star Devin Setoguchi sein Team von der Tribüne aus verlieren sehen. Die Mannheimer sind wieder komplett, Ausreden wegen des dünnen Kaders zählen nicht mehr in der Kurpfalz. Auch Mike Stewart hatte in Mannheim wieder eine größere Auswahl an Spielern: Zwar fehlte weiterhin Aleks Polaczek und außerdem der werdende Vater Simon Sezemsky, dafür sind mit Christian Kretschmann nach überstandener Grippe und Mike Davis nach Verletzung zwei Stürmer wieder dabei. Als überzähliger Ausländer für Davies pausierte Torhüter Olivier Roy, im Tor bei den Panthern begann Jonathan Boutin.

Rekis, Guentzel und Trupp schießen Endras auf die Bank

Er und sein Gegenüber Dennis Endras profitierten zu Beginn des Spiels von der jeweils aufmerksamen Abwehrarbeit ihrer Vorderleute und hatten zunächst wenig zu tun. Das änderte sich nach ein paar Minuten, denn jetzt wurde Endras warmgeschossen: Der Ex-Augsburger parierte gute Chancen von Mike Davies und Trevor Parkes, musste aber in der 10. Minute den Puck aus dem Netz holen – Arvids Rekis‘ Schuss von der Bande schlug neben dem Pfosten ein. Dumm für Endras, dass sein Verteidiger Mark Stewart ihm genau im richtigen Moment die Sicht versperrte. Als kurz darauf Mannheims Wolf seiner Hauptbeschäftigung - dem Absitzen einer Strafe – nachging legten die Panther nach: Gabe Guentzel schlenzte den Puck aus der Halbdistanz über Endras‘ Fanghand zum 2:0 ins Tor.

Quantitativ hatte der MERC mehr Chancen, die wenigen der Panther waren jedoch weitaus gefährlicher. So auch in der 17. Minute: Kapitän Tölzer hielt den Puck im Angriffsdrittel, Mark Cundari sah den zentral positionierten Evan Trupp, der die Scheibe präzise neben den Pfosten knallte. Das 3:0 war Endras letzte Nichtabwehr, das Zerschmettern des Schlägers seine letzte Aktion, dann musste Chat Pickard ins Adler-Gehäuse.

Bärendienst von Wolf

Für den Rest des ersten Abschnitts hielt er das 3:0, erst im Mitteldrittel fielen die nächsten AEV-Tore: Matt Whites Breakaway konnte er abwehren, gegen Trevor Parkes hatte er in der 27. Minute keine Chance. Der Stürmer schob den bulligen Dennis Reul zur Seite, legte sich den Puck zurecht und überwand Pickard aus kurzer Distanz.

David Wolf meinte wenig später seinem Team mit einem aggressiven Zeichen neue Impulse geben zu können, aber sein Geholze vor dem Tor sorgte nur für seine eigene Hinausstellung und in der Folge für das 5:0: Matt White sah im Powerplay die freie Bahn zum Torwinkel und hämmerte den Puck in die Maschen. Es wurde etwas lauter im weiten, nur mit knapp 7.800 Zuschauern gefüllten Rund, die Pfiffe richteten sich jetzt gegen die Unparteiischen und nicht mehr gegen die eigene Mannschaft. Kurz darauf durfte der badensische Anhang erstmals jubeln, Chad Kolarik hatte einen Schuss von Niki Goc unhaltbar abgefälscht, fünf Minuten darauf keimte die Hoffnung auf ein Comeback der Adler – aber nur bis die Schiedsrichter nach langem Videostudium zu dem Entschluss kamen, dass Desjardins Tor nur bei Waldhof Mannheim gezählt hätte, die Adler aber ihre Treffer mit dem Schläger erzielen müssen. Der MERC drückte weiter, aber der AEV hielt dem Ansturm stand.

Zu Beginn des letzten Abschnitts suchten die Adler ihre letzte Chance, aber der herausragende Boutin und eine kompakte Abwehr stemmten sich dagegen. Trotz des Dauerdrucks des Heimteams hatten die schwäbischen Gäste wieder die besseren Chancen, einzig Goc und Kolarik konnten Boutin ernsthaft fordern, scheiterten aber beide an Boots. In der letzten knappen Viertelstunde verwaltete Augsburg den Vorsprung geschickt, ließ kaum Konter zu und die Adler-Fans weitgehend verstummen: Nach über zwei Monaten – der letzte Drei-Punkte-Sieg in Bremerhaven datiert auf den 13. Oktober – entführten die Panther endlich wieder alle drei Punkte aus einem fremden Stadion.

Samstags mit dem Sonderschiff nach Straubing,
dann kommen Schwenningen und Berlin

Schon am kommenden Samstag kann nachgelegt werden, wenn mehrere hundert Fans ihren AEV via Donauschifffahrt nach Straubing begleiten. 

Zuhause tritt der AEV am 2. Weihnachtsfeiertag ab 19:00 Uhr gegen das Überraschungsteam Schwenningen an, zwei Tage darauf gastieren die Eisbären Berlin zum letzten Heimspiel des Jahres im Curt-Frenzel-Stadion; Spielbeginn ist um 19:30 Uhr.
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