Augsburger Retro-Panther rupfen Wild Wings aus Schwenningen mit 5:1

Geschlossene Mannschaftsleistung der Retro-Panther beim 5:1 Sieg gegen Schwennigen (Foto: G. Stadler)

Mit einem 5:1 Sieg gegen die Wild Wings aus Schwenningen wahren die Panther ihre Chance auf die Pre-Playoff (3:0/0:0/ 2:1). Damit sind die Augsburger Großkatzen punktgleich mit den Krefelder Pinguinen, die aber das schlechtere Torverhältnis haben. Die Panther zeigten am Dienstagabend ein starkes Spiel gegen motivierte Schwarzwälder. Die Panther waren häufig den entscheidenden Schritt schneller und spritziger. Ungewöhnlich (in dieser Saison) war auch die Effektivität bei der Chancenverwertung. Generell war das Spiel von hartem aber weitgehend fairem Körperspiel beider Mannschaften geprägt.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag kamen die AEV-Nostalgiker auf ihre Kosten, die Panther haben mit einem langjährigem Sponsor (Graf & Maresch / tfm Wohnbau) die „Retro Nights“ ausgerufen. Die Nostalgie wird auch am kommenden Donnerstag (28. Dezember, 19.30 Uhr) gegen die Berliner Eisbären gepflegt. Die Panther gingen ohne Spielmacher Drew LeBlanc an den Start, der war an diesem Abend in Sachen (Eishockey-)Nachwuchs unabkömmlich. Im Tor vertraute Mike Stewart wieder auf Olivier Roy. Die Überraschungsmannschaft aus Schwenningen (Tabellenplatz 5) reiste mit vielen Fans an, der Gästeblock war gut gefüllt. Insgesamt wollten 5410 Zuschauer die Weihnachtspartie sehen.

Pre-Playoff Aussichten


Nach der Pleite in Straubing wird es zunehmend eng mit dem Erreichen der Pre-Playoff-Plätze. Den Panthern bleiben nach der heutigen Partie noch 17 Spiele um das Minimalziel, 10. Platz, zu erreichen. Die Panther selbst stehen nun mit 42 Punkten auf dem 12. Tabellenplatz. Die punktgleichen Krefelder haben das schlechtere Torverhältnis und haben die Platzierung, nach Sieg n. p. gegen Wolfsburg, freundlicher Weise mit dem AEV getauscht. Gegenwärtig haben die Adler aus Mannheim den von Augsburg begehrten 10. Platz mit 46 Punkten inne.

Drittel 1

Bereits in der erste Spielminute musste Ex-Panther Uli Maurer wegen Haltens vom Eis. Und in numerischer Überzahl, prima von seinen Mitstreitern freigespielt, konnte David Stieler die Retro-Panther mit 1:0 in Führung bringen. Die nächste dicke Chance konnte sich ebenfalls Stieler erarbeiten (6.). Nach abgefangenem Puck konnte er zum Solo gegen Dustin Strahlmeier ansetzten, aber der gegenwärtig beste Goalie der Liga konnte sich behaupten. In der 9. Minute gab es die nächste Überzahlmöglichkeit für die Panther (Damian Fleury; Beinstellen). Aber das Kombinationsspiel kam nicht so recht in Schwung. In der 11. Minute kam der Puck, nach einem klasse Hintertorpass von T. J. Trevelyan, frei im Schwenninger Slot zum liegen. Alex Polaczek reagierte am schnellsten und vollendete aus kurzer Distanz zum 2:0. Die erste Strafe gegen den AEV gab es in der 17. Minute, Trevelyan musste wegen Beinstellens vom Eis. Aber das schlechteste Unterzahlteam der Liga konnte seinen Pantherkäfig sauber halten. In der letzten Spielminute klingelte das Retro-Glöckchen zum dritten Mal für die Panther. Thomas Holzmann konnte seine Torflaute endliche beenden. Nach schöner Vorarbeit von Stieler und Jaroslav Hafenrichter konnte Woody aus zweiter Reihe den Puck in die Maschen hämmern.

Drittel 2

Die Hausherren mussten das zweite Drittel in Unterzahl beginnen, Evan Trupp hatte sich noch kurz vor Ende des 1. Drittels erfolgreich um zwei Strafminuten beworben (Beinstellen, 20.). Und auch die zweite Unterzahl konnten die Panther, mit viel Körpereinsatz, schadlos überstehen. In der 27. Minute hatten die Panther Dusel, Stefano Giliati traf nur den Außenpfosten. In der 34.Minute verzögerte Istvan Bartalis regelwidrig das Spiel, somit kamen die Panther zu ihrem dritten Überzahlspiel des Abends. Torgefahr wurde durch zwei Distanzschüsse von Braden Lamb und einer Chance von Gabe Guentzel generiert, aber der Puck fanden seinen Weg nicht ins Schwenninger Tor. Kurz vor Drittelende hatten Trupp und Hafenrichter, bei einer 2 auf 1 Situation, noch die Möglichkeit, das Ergebnis zu erhöhen. Aber Strahlmeier konnte seine Klasse zum wiederholten Male unter Beweis stellen. Üble Aktion von Kalle Kaijomma, der noch nach Drittelende mit viel Anlauf zu einem Stockcheck gegen Holzmann ansetzte, die Attacke ging aber weitgehend ins Leere. Holzmanns vorhergehender Körperkontakt war eher der Kategorie Schubser zuzuordnen. Insgesamt wurden jeweils 2 plus 2 Minuten wegen übertriebener Härte verhängt.

Drittel 3

Die nächsten Strafen gegen beide Mannschaften gab es bereits in der 41. Minute, Trevor Parkes wie Jussi Timonen mussten nach ein bisschen „Geschubse“ jeweils für 2 Minuten wegen unnötiger Härte vom Eis. In der 37. Minute zeigte Stieler warum man als Stürmer in den Slot gehört. Nach prima Hintertorpass von Arvids Rekis konnte Stieler, aus der Nahdistanz, sein zweites Tor zum 4:0 erzielen. Die Schwenninger hatten sich aber zu keinem Zeitpunkt aufgegeben. In der 48. Minute musste Polaczek wegen Haltens vom Eis, die Schwenninger konnten sich zum dritten Mal im Powerplay versuchen. In Überzahl hatte es nicht geklappt, aber in der 50. Minute konnte sich Tobias Wörle mit einer schönen Einzelleistung durchsetzen und den Anschluss zu 4:1 erzielen. Im Anschluss konnte es einem (Pantherfan) erst mal Angst und Bange werden. Trotz Drei-Tore-Vorsprung wirkte die Pantherabwehr auf einmal völlig verunsichert. Aber Angriff ist bekanntlich die beste Verteidigung und die Panther konnten das Spiel wieder zunehmend ins Schwenninger Drittel verlagern. Der endgültige Todesstoß für die Gäste ergab sich in der 57. Minute. Matt White konnte einen Aufbaupass abfangen und mit einem Handgelenkschuss die Partie entscheiden.
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