Bester Saisonstart der Vereinsgeschichte: FCA gewinnt Zitterpartie in Frankfurt

Joker Caiuby besorgte mit seinem Traumtor das 2:0 und die Vorentscheidung zu Gunsten des FC Augsburg (Foto: Moni Pfaff)
 
Der Freistoß von Philipp Max schlägt unhaltbar für Hradecky im langen Eck ein. (Foto: Moni Pfaff)
Frankfurt am Main: Commerzbank Arena |

Der FC Augsburg holt mit dem 2:1 Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt den zweiten Dreier in Folge und macht damit den besten Saisonstart in der Bundesligageschichte des Vereins perfekt. Die Tore für den FC Augsburg erzielten Philipp Max und Caiuby.

Mit viel Selbstvertrauen aus dem Sieg gegen den 1. FC Köln reiste der FC Augsburg zum Gastspiel bei Eintracht Frankfurt. Seit vier Jahren hatte der FCA in der Mainstadt nicht mehr gewonnen. Um den Aufwärtstrend zu bestätigen und auch in der Fremde zu punkten hatte Trainer Manuel Baum sein Team auf zwei Positionen verändert. Jonathan Schmid und Ja-Cheol Koo rückten für Caiuby und Michael Gregoritsch in die Startelf. Der lange umworbene Konstantinos Stafylidis kehrte zudem in den Kader zurück.

Den positiven Eindruck der letzten Wochen setzte der FCA dann auch auf dem Platz fort und hatte in der dritten Spielminute die erste Chance des Spiels. Alfred Finnbogason konnte den Ball aber nicht kontrolliert Richtung Frankfurter Tor schicken.


Philipp Max besorgt mit seinem zweiten Bundesligator die Führung

Erfolgreicher war Linksverteidiger Philipp Max in der 20. Minute mit einer Standardsituation. Max schlenzte einen von Marcel Heller hart erkämpften Freistoß aus spitzem Winkel an Freund und Feind sowie dem chancenlosen Hradecky vorbei ins lange Ecke zur mittlerweile verdienten Führung für die Gäste.

Die Eintracht tat sich ihrerseits lange schwer gegen die eng stehende Augsburger Defensive Torchancen zu erspielen. Mit langen Bällen und Standardsituationen versuchten die Gastgeber zwar ihre bulligen Stürmer um Kevin-Prince Boateng und Sebastian Haller in Szene zu setzen, scheiterten dabei aber regelmäßig am Augsburger Innenverteidigerbollwerk.
Der FC Augsburg setzte in der Folge auf sein bewährt starkes Umschalt- und Konterspiel über die schnellen Heller und Schmid, während sich bei gegnerischem Ballbesitz Ja-Cheol Koo auf die Doppelsechs fallen ließ, wodurch Rani Khedira die Abwehr zu einer Fünferkette ergänzen konnte.

Der Videobeweis als Höhepunkt einer hitzigen Partie

Zu Beginn des zweiten Durchgangs erhöhte die Eintracht schließlich den Druck auf die Augsburger Defensive und hatte unter anderem durch Haller in der 59. Spielminute auch hochkarätige Möglichkeiten auf den Ausgleich.

Die bis dato größte Chance des FCA in einer nicht immer ganz sauber geführten zweiten Hälfte gehörte Koo, der nach einem tollen Solo von Finnbogason im Rückraum des Frankfurter Strafraums zum Abschluss kam aber knapp am langen Pfosten vorbeizielte.

Es entwickelte sich nun eine hitzige Partie mit Chancen auf beiden Seiten und einem großen Aufreger in der 75. Spielminute. Nachdem der Frankfurter Rebic im Augsburger Strafraum zu Fall kam bemühte Schiedsrichter Dingert den Videobeweis, um anschließend zu Gunsten des FCA auf keinen Elfmeter zu entscheiden.


Caiubys Traumtor bringt die Vorentscheidung

Lediglich zwei Minuten später dann die vermeintliche Vorentscheidung: Nach einem Augsburger Eckball schaffte es die Eintracht nicht, den Ball aus der eigenen Hälfte zu klären, ehe Caiuby aus rund 25 Metern nach innen zog und den Ball traumhaft über dem zu weit vor seinem Tor stehenden Hradecky per Unterlatte im Tor platzierte. „Caiuby macht so ein Tor ja nicht zum ersten Mal“, verriet Manager Stefan Reuter nach dem Spiel, „das haben wir diese Woche im Training schon ein paar Mal von ihm gesehen.“

Im direkten Gegenzug wurde es jedoch doch noch einmal spannend. Nach einem Eckball stand Torschütze Caiuby zu weit von seinem Gegenspieler Jovic entfernt, der per Kopfball den Anschlusstreffer markierte.

Khedira und Hitz retten den Sieg

Dass es in der Schlussphase bei diesem einen Gegentreffer blieb verdankte der FC Augsburg sowohl Rani Khedira, der sich in der 87. Spielminute in Manier eines Eishockeyspielers in einen Schuss von Jovic warf und Marwin Hitz, der in der Nachspielzeit der Partie einen abgefälschten Distanzschuss per Reflex von der Linie kratzte.

„Ich glaube wenn man am Ende des Jahres auf die Tabelle guckt, dann sind solche Siege besonders wichtig. Ich spüre unglaublichen Hunger und Motivation in der Mannschaft. Wir sind gleich zu Saisonbeginn als Kandidat für die unteren Tabellenplätze gehandelt worden aber wir stehen zusammen und das gibt uns unheimlich viel Kraft“, resümierte Torschütze Max die Partie und den besten Saisonstart der Augsburger Bundesligageschichte mit sieben Punkten aus vier Spielen nach Abpfiff.

Im Rahmen der englischen Wochen der Bundesliga empfängt der FC Augsburg am Dienstag den Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig zum Heimspiel in der WWK-Arena.

Die Aufstellung des FC Augsburg: Hitz – Opare, Gouweleeuw, Hinteregger, Max (80. Stafylidis) – Khedira, Baier Schmid (68. Caiuby), Koo, Heller – Finnbogason (88. Córdova)

Ersatzbank: Luthe (Tor), Kacar, Moravek, Gregoritsch
Arena.
2
Diesen Autoren gefällt das:
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.