Bitteres Saisonende: TVA scheitert im Halbfinale an Essen

Der TVA - im Bild Benjamin Becherer - am Boden: Die Rockets Essen drehten im ersten Halbfinale zuhause ein 7:2 und siegten auch in der TVA Arena verdient mit 12:5. Damit ist für den dreifachen Europapokalsieger TVA erstmals nach fünf Jahren bereits vor dem Finale der Kampf um die Deutsche Meisterschaft zuende.

Das Halbfinal-Hinspiel bei den Rockets Essen war schon zum Vergessen - der Skaterhockey-Vizemeister TVA verlor dort trotz zwischenzeitlicher 7:2-Führung -, das Heimspiel verlief fast noch bitterer.



Unter dem Druck des Gewinnenmüssens und vor vielen Fans - darunter auch ein paar Dutzend aus dem Ruhrgebiet - begann das Spiel sehr flott, abgetastet hatte man sich ja schon am Samstag vorher. Beide Teams hatten Chancen, bis zur 13. Minute gelang es aber keiner Mannschaft den Ball an den Torhütern vorbei zu bekommen - doch dann platzte bei Essen der Knoten, und mit vielen erfolgreichen Kontern zogen sie zur ersten Pause mit 3:0 und bis zur 30. Minute mit 6:0 davon. Der TVA befand sich zwar oft und lang vor, neben und hinter dem Tor der Essener, wurde aber von den Rockets konsequent am Abschluss gehindert - und konnte doch einmal geschossen werden, dann stand da noch ein sehr guter Goalie im Weg.

Erst in der 31. Minute gelang Lukas Fettinger das erste Tor für den TVA, mehr als die Hälfte des Spiels hatte das nicht geklappt. Und auch jetzt - Fettinger traf jetzt öfter, bis zum Spielende erzielte er vier Tore - reichte es nicht eine Aufholjagd zu starten, denn jedem TVA-Tor folgte kurz darauf die Antwort der Rockets. Zwischenzeitlich hatte "Lothar" Späth durch einen harten Bandencheck dafür gesorgt, dass der TVA in fünfminütiger Unterzahl Tore verhindern statt schießen musste - der Ausgleich wurde so noch utopischer. Essen verteidigte den Vorsprung geschickt, war in Überzahl und bei Kontern weiter torgefährlich, und da beim TVA nur Lukas Fettinger traf - Kevin Hnidas 5:12 fiel erst in der Schlussminute - schieden die Augsburger verdient aus, und stehen erstmals nach fünf Jahren nicht im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Ein ungewohntes Gefühl für Mannschaft und Fans, die alle hoffen, dass das nur ein Ausrutscher war, und 2016 erst der Europapokal verteidigt wird, und dann um die Meisterschaft bis zum Schluss weitergespielt werden.
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