Ceterum Censeo: FC Augsburg verliert in Mainz

Nichts zu holen gab es für die Augsburger in Mainz. (Foto: Archiv)

Die Karnevalssitzung in der Mainzer Opelarena dauerte aufgrund eines Knockouts ganze 97 Minuten. Bei der traditionellen Büttenrede hatten die Mannen von Manuel Baum das schlechtere Skript und schlichen am Ende verdient als Verlierer von der Bühne. Jhon Cordoba, bester Mann, und Jairo Samperio, Torschütze zum 0:2 Endstand, führten die Mainzer als Prinzenpaar zum Sieg. Aus Augsburger Sicht überzeugte Startelfdebütant Tim Rieder.

Manuel Baum musste im Vergleich zum Bremen Spiel die Startelf auf drei Positionen verändern: Stafylidis startete links offensiv, Daniel Baier war nach überstandenen Achillessehnenbeschwerden wieder fit und Tim Rieder kam zu seinem Startelf Debüt. Er vertrat den gelbgesperrten Dominik Kohr. Von seiner Grundausrichtung her, spielte Rieder etwas defensiver als Kohr. Im Spiel bildete er in vielen Szenen mit Daniel Baier eine Doppelsechs, davor bildete Dong Won Ji den Spielmacher. Der Neu-Augsburger Moritz Leitner stand in Mainz nicht im Kader.

Die Nervosität war Tim Rieder in den ersten Minuten anzumerken, seine erste auffällige Szene hatte er als er mit einem "Auflauf"-Unfall in den Mainzer Jhon Cordoba krachte (5. Minute). Cordoba, quasi der Mainzer Gegenpart zu Raul Bobadilla, schüttelte sich kurz und nach einem Handshake ging es weiter. Auch in der nächsten Szene, nach zehn gespielten Minuten, lag Rieder wieder am Boden, beziehungsweise kugelte gemeinsam mit dem Ball ins Aus. Zuvor hatten sich Rieder und Verhaegh in den Mainzer 16er kombiniert, ein kleiner Schubser von Jairo brachte Rieder ins Straucheln. Der Ball rollte ins aus und Rieder kugelte hinterher.

Der harte und eisige Mainzer Bundesligarasen verschaffte Rieder die nötige Abkühlung und die Nervosität. Im Anschluss agierte Rieder, der in der vergangenen Saison zum Innenverteidiger umgeschult hatte, ruhig und weitgehend unauffällig. Manuel Baum sieht ihn aber wieder weiter vorne, warum? Die erste und einzige Augsburger Torchance zum Ausgleich hatte ausgerechnet Rieder in der 43. Minute. Bobadilla hatte auf Rieder zurückgelegt, der die Kugel jedoch nicht kontrollieren konnte.

Die nächste Augsburger Chance hatte Raul Bobadilla erst wieder in der 81. Minute. Ansonsten ging Rieder in den zweiten 45 Minuten, wie die ganze Augsburger Mannschaft, im Mainzer Faschingsrausch unter.

Mainz in Karnevalsstimmung
Was für die Bayern Heimspiele während der Wiesn sind, sind für die Mainzer Heimspiele zur Faschingszeit. Die Karnevalstruppe von Martin Schmid wurde im Verlauf des Spiels immer stärker. Sie wirkten frischer und gedankenschneller, dadurch kam die Augsburger offensiv kaum zur Entfaltung. Bis zur 31. Minute verhinderte vor allem der starke Hinteregger die Karnevalsparty. In der 31. Minute war der Faschingszug der Mainzer aber nicht mehr aufzuhalten.

Am Strafraum der 05er verstolperte Philipp Max den Ball, nach seinem Versuch mit einem taktischen Foul den eigenen Fehler wieder auszubügeln, entschied Schiedsrichter Manuel Gräfe auf Vorteil. Auch der zweite Versuch eines taktischen Fouls durch Jonathan Schmid am Mittelkreis, konnte die stürmischen Jecken nicht mehr stoppen. Danach zögerte auch noch Marvin Hitz zu lang beim Rauslaufen und konnte so das 0:1 aus Augsburger Sicht durch Levin Öztunali nicht mehr verhindern.

Mit einem schnell ausgeführten Einwurf (57. Minute), düpierten die Mainzer die komplette Augsburger Hintermannschaft und Jhon Cordoba stürmte allein aufs Augsburger Gehäuse zu. Hitz der erneut etwas zu zögerlich aus dem Kasten kam, räumte Cordoba ab und hatte Glück das Gräfe es bei einem Elfmeter und einer Verwarnung belies. Den fälligen Strafstoß verwandelte Jairo Samperio, nach einer fünfminütigen Behandlungspause, zum 2:0. Schiedsrichter Manuel Gräfe hätte den Angriff vor dem Elfmeter jedoch zurückpfeifen müssen, da sich die Mainzer den Ball viel zu weit vorgelegt hatten. Insofern Pech für den FCA.
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