Clevere Augsburger Panther filetieren Kölner Haie mit 3:2

Spieler des Tages: Ben Meisner (Foto: A. Heinle)

Das DEL-Team der Stunde, die Augsburger Panther, besiegen vor ausverkaufter Kulisse (6139 Zuschauer) die Kölner Haie mit 3:2. Das beste Powerplay der Liga - mit zwei Überzahltreffern eindrucksvoll bestätigt - und Torhüter Ben Meisner waren letztendlich Garant für diesen Sieg. Nach diesem Erfolg rangieren die Panther, punktgleich mit dem Tabellendritten Nürnberg, auf Rang vier.

1. Drittel

Das erste Drittel begann mit einer Schocksekunde. In der 5. Spielminute bekam Jonathan Boutin den Puck an den Kehlkopf und musste das Eis verlassen, Backup Meisner übernahm. In derselben Minute kam Drew Leblanc zu zwei ganz dicken Gelegenheiten, Philip Gogulla testete den „kalten“ Meisner. Die erste Strafe des Abends zogen die Kölner (C. Potter, Stockschlag). Und Powerplay kann man ja in Augsburg gegenwärtig ganz gut, Micheal Davies mit dem Blueliner. G. Wesslau, der Kölner Goalie, sah nichts, weil zu viel Verkehr vor dem Tor war. Die nächsten Chancen konnte Wesslau verhindern (u. a. Hanowski, 9., Lamb 12.). In der letzten Minute hatte Köln, in Person von P. Gogulla, eine der wenigen Chance, aber Ben Meisner war auf dem Posten.

2. Drittel

Wahnsinnsdusel in der 21. Spielminute. Aus Kölner Sicht muss man den Ausgleich erzielen, aber das Scheibenglück war auf Seiten der Panther beziehungsweise Ben Meisner nicht zu überwinden. Es scheiterten R. Jones, K. Hospelt und M. Reinhart nacheinander. Die Köln traten deutlich besser und engagierter wie im ersten Drittel auf. Und der Panther Goalie blieb mit guten Paraden und gutem Stellungsspiel weiter im Brennpunkt des Geschehens. Eine alte Sportler Weisheit besagt: Wenn man seine Chancen nicht nützt, dann machen es halt die Anderen. Nach siebenminütigem (torlosem) Feuerwerk der Kölner, konnte Scott Valentin das 2:0 für den AEV erzielen. Auch dieser Treffer wurde aus der Distanz erzielt und wieder war viel Verkehr vor Wesslau, dem die Sicht genommen war. Es war die erste Pantherchance im zweiten Drittel. Nach diesem Treffer bebte das Stadion, die Hölle des Südens hatte sich endgültig zurückgemeldet.

In der 30 Minute gab es die zweite Strafzeit gegen die Kölner Haie (N. Krämmer, Stockschlag). Ja und so spielt man Powerplay! Nach klasse Pass durch den Slot von Micheal Davies, Ben Hanowski mit dem 3:0. In der 33. Spielminute gab es die erste Strafe gegen die Panther, Gabe Guenzel musste wegen Behinderung runter. Noch während dieser Strafzeit folgte die nächste Strafe für die Panther (Lamb, Haken). Alex Polaczek hatte sogar die Chance zum Break. Aber mit abgelaufener Unterzahl gelang den Haien dann doch noch der erste Treffer, Goggula zum 3:1. Gleich darauf folgte einen, auf den Rängen lautstark kommentierte Strafe gegen Augsburg (David Stieler, Haken, 38.). Aber mit vollem Einsatz konnten die Panther einen weiteren Treffer verhindern.

3. Drittel

Die erste gute Gelegenheit für die Panther im dritten Drittel hatte Polaczek, der mit seinem zweiten Break aber wiederum scheiterte. Kurz darauf Jaroslav Hafenrichter mit der Chance auf den vierten Panthertreffer. Aber alleine vor Wesslau blieb dieser beeindruckend Sieger. In der 50. Minute schließlich brachten die Panther die Scheibe nicht aus der Gefahrenzone, Tölzers Pass blieb am Schiedsrichter hängen. Und Reinhart ließ Meisner aus der Nahdistanz keine Chance. Mitten in der Schlussoffensive der Kölner zog Erhoff eine Strafe wegen Behinderung. (55.). Die Augsburger Überzahl war zwar nicht von Erfolg gekrönt, aber die Panther danach wieder mit mehr Dampf nach vorne. Und Erhoff gefiel es wohl auf der Strafbank. Seinen Stockschlag, clever geht anders, nahmen die Panther gerne an und konnten nahezu ungefährdet die letzten Minuten herunterspielen.
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