Curt-Frenzel-Stadion: Wann kommt das Dach auf Bahn 2?

Die neuen Bäume blühen schon, der komplette Umbau des Eisstadions inklusive der Außenbahn 2 ist laut Ordnungsreferent Dirk Wurm auf dem Weg.
 
Training auf Bahn 2: Auch Sonnenschein ist problematisch, denn dann wird das Eis weich. Hier trainiert die Schulmannschaft des Holbein Gymnasiums unter Trainer Paul Höfner, der in den 70ern und 80ern für den AEV stürmte.
 
Die Schuttberge am Stadion werden auf Schadstoffe geprüft und dann entsorgt.
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Nach dem tollen Viertelfinale des AEV ruht im Curt-Frenzel-Stadion der Spielbetrieb, die Eismeister haben abgetaut. Ums Eisstadion tut sich allerdings einiges: Die frisch gepflanzten Bäume und Sträucher treiben aus, neben der Außenbahn 2 wird gebaggert und im Stadtrat beraten, geplant und beschlossen - hoffentlich.

Verantwortlich für die Fortführung des Umbaus ist seit 2014 Ordnungsreferent Dirk Wurm, seinem Referat untersteht auch der Sport. Wir haben bei ihm nachgefragt wie es weitergehen soll.

StadtZeitung:
Nach dem Rückbau der zu flachen Tribünen wurde in den letzten Jahren hauptsächlich ums Stadion herum gebaut - und es gibt große Fortschritte: Die Ersatzpflanzungen, die Entwässerung, der neue Eingang zur Außenbahn 2. Trotzdem geschieht dort immer wieder seltsam Anmutendes, zum Beispiel wurde der Aushub für die neuen Bäume ausgerechnet bei -15° C begonnen - warum?

Ordnungsreferent Dirk Wurm:
Die Pflanzzeit in der Ruhephase der Pflanzen vom November bis März ist verbindlich einzuhalten, deshalb wurde so früh gepflanzt.

Die Außenanlagen: Der aktuelle Fortschritt

StadtZeitung:
Direkt im Anschluss daran folgten pünktlich zum Viertelfinale die nächsten Baustellen: Löcher und Schuttberge zwischen den beiden Eingängen, weil das Wasser nicht ablief, dann begann pünktlich zum leider verpassten Halbfinale der Bau der Bushaltestelle neben Bahn 2. Hätte man diese Arbeiten nicht besser auf Ende April verlegt?

Dirk Wurm:
Die umfangreichen Tiefbauarbeiten im Bereich der Eisbahn 2 müssen vor Beginn der Saison 2017/2018 fertiggestellt werden. Um den Fertigstellungstermin verbindlich einhalten zu können wurde bereits im Frühjahr mit den Arbeiten begonnen.

Der Bau der Busbucht an der Senkelbachstraße wurde in Abstimmung mit dem AEV und der Stadt Augsburg terminiert. Der Spielbetrieb im Curt-Frenzel-Stadion wurde durch den Baustellenbetrieb nicht tangiert. Daher konnten die Arbeiten unabhängig vom Spielplan der Augsburger Panther terminiert werden. Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan.

Die Entsorgung der Aushubmassen kann erst nach erfolgter Schadstoffbeprobung ausgeführt werden, die jetzt in der Spielpause geplant ist.

StadtZeitung:
Kann jetzt die Pfusch-Bande um die Außenbahn ersetzt werden? Soll diese durch die Bande um Bahn 1 ersetzt werden? Die DEL-Standards verlangen demnächst sogenannte Flexi-Banden, um das Verletzungsrisiko zu minimieren - die Bande im Stadion müsste also sowieso ersetzt werden.

Dirk Wurm:
Die Bande an der Bahn 2 wird in den kommenden Monaten abgebaut und aus Gründen der anstehenden juristischen Auseinandersetzung mit der erstellenden Firma in einer Halle eingelagert und durch die Bande der Bahn 1 ersetzt. Bahn 1 bekommt eine neue Flexi-Bande.

Außenbahn 2: Überdachung oder Einhausung?

StadtZeitung:
Wie sieht die Zukunft der Bahn 2 aus? Kommt ein Dach und wie geht es mit den in die Jahre gekommenen Umkleide-Containern weiter?

Dirk Wurm:
Für die neuen Wechselkabinen an der Bahn 2 stehen in den Haushalten 2017 und 2018 insgesamt 700.000,-- Euro zur Verfügung. Selbstverständlich ist diese Baumaßnahme im Zusammenhang mit einer möglichen Einhausung der Bahn 2 zu sehen. Daher ist es das Ziel des Sportreferates im Juli einen Planungsauftrag vom Stadtrat für die Einhausung zu bekommen, damit mit Ende diesen Jahres Klarheit über Kosten und Nutzen einer möglichen Einhausung besteht. Sollte es zu einer Einhausung kommen wird diese zusammen mit dem Neubau der Wechselkabinen vorgenommen. Sollte es zu keiner Einhausung kommen, werden die Wechselkabinen solitär im Jahr 2018 erstellt werden.

StadtZeitung:
Der Stadtrat bezog sich bei der gesamten Umbaumaßnahne nicht nur auf die Profimannschaft der Augsburger Panther und den AEV e.V., sondern ausdrücklich auch auf den Schul- und Breitensport - aber hier findet das Training meistens draußen statt. Auch die meisten Spiele der vielen Hobbymannschaften sind Wind, Regen, Schnee und Sonneneinstrahlung ausgesetzt, ebenso der öffentliche Publikumslauf. Wird sich an dieser Situation etwas ändern?

Dirk Wurm:
Die Modernisierung und Sanierung des Curt-Frenzel-Stadions dient zu fast 90 % den Belangen des Breitensports. Betrachtet man die Auslastung der Eiszeiten auf der Bahn 1, so stellt man fest, dass die Augsburger Panther maximal 7 % der Eiszeiten belegen. Der Rest steht für den Breitensport zur Verfügung. Allerdings konnten durch die Modernisierung und Sanierung nicht mehr Eiszeiten geschaffen werden. Nachdem die Nachfrage in den letzten Jahren aber stetig zunimmt, ist dies ein starkes Argument, um über eine Einhausung der Bahn 2 nachzudenken und sie in Abhängigkeit von den zu erwartenden Kosten auch zu realisieren. Dann steht eine weitere Eisfläche wetterunabhängig und ganzjährig zur Verfügung.

Das Eishockeymuseum soll ins Stadion

StadtZeitung:
Ein Thema bewegt die Eishockeyfans besonders: Das Eishockeymuseum und die Deutsche Hockey Hall of Fame. Diese waren bis zum Beginn der Umbauarbeiten am Plärrerbad dort beheimatet, viele Fans halfen mit bei der Einrichtung und Ausgestaltung. Seit ein paar Jahren hört man nun, wenigstens ein Teil der Exponate könnte im Eisstadion ausgestellt werden. Das Foyer böte sich an, ebenfalls ein Teil der Fläche hinter der Fankurve. Gibt es diese Pläne und wie weit sind sie fortgeschritten?

Dirk Wurm:
Das Eishockeymuseum soll nach den Überlegungen des entsprechenden Vereins im Foyer des Eingangsbereiches am Gesundbrunnen entstehen. Die notwendigen Vorplanungen in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Schlenker sind erfolgt und meines Wissens nach auch die Bauanträge gestellt. Das Sportreferat unterstützt die Herstellung des Eishockeymuseums im Foyer mit 5000 Euro aus unserem Budget.

Eine Hall of Fame bzw. ein größer angelegtes Konzept lässt sich nach Aussage des Vereins leider nicht verwirklichen. Das Sportreferat hat hierzu versucht den Verein mit einer im Bereich des Sports sehr bewanderten Marketingagentur zusammen zu bringen. Leider kamen beide Seiten zu dem Schluss, dass eine Hall of Fame ihre Kapazitäten übersteigt. Das Eishockeymuseum im Foyer des Eingangsbereiches am Gesundbrunnen hat daher den vollen Rückhalt des Sportreferenten.

StadtZeitung:
Vielen Dank für das Interview.
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