Der AEV startet in die Saison 2016/17: Das Play-Off-Puzzle der Panther

Das Team 2016/17 soll endlich wieder in die Playoffs
 
Das Trio an der Bande: Sportdirektor Duanne Moeser, Co-Trainer Tray Tuomie und Headcoach Mike Stewart
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Ein neuer Goalie, vier frische Verteidiger und fünf Neuzugänge im Sturm sollen es richten: Der AEV will endlich wieder in die Playoffs! Auch im Trainerstab gab es Veränderungen, Co-Trainer ist jetzt Tray Tuomie, der Headcoach Mike Stewart in seinem zweiten Jahr an der Augsburger Bande unterstützen soll.

Die neuen Trikots wurden beim Schießen der Mannschaftsfotos vorgestellt, mit seinem ersten öffentlichen Training zeigte das Team, was es drauf hat, und am Samstag präsentierte Stefan Mack die Mannschaft auf der Kulturina in Gersthofen der Öffentlichkeit.

Das Team 2016/17: Ein unbekannter Goalie ...

Nach drei Jahren mit etablierten Torhütern versuchen es die AEV-Verantwortlichen jetzt mit einem eher unbekannten Torhüter: Auf Ex-Nationaltorhüter Ehelechner folgten die beiden NHL-Veteranen Mason und Deslauriers, bekanntlich jeweils ohne Erfolg. Mit dem frisch eingebürgerten Jonathan Boutin sollen endlich wieder die Playoffs erreicht werden. Auch wenn der Schlaks (fast 1,90 groß, Schuhgröße 50) seine Meriten in den letzten Jahren unterklassig verdiente, setzt Mike Stewart auf ihn: "Ich kenne Jonathan Boutin als Gegner aus der DEL2. Er war über Jahre der am schwersten zu überwindende Goalie der Liga. Auch in der vergangenen Saison haben wir uns immer wieder ein ausführliches Bild über ihn gemacht und Jonathan intensiv gescoutet." Der sympathische Boutin will es den Kritikern zeigen, die ihn nach der Bekanntgabe seiner Verpflichtung auf Facebook angefeindet hatten: "Ich trainiere seit Mai sehr intensiv hier in Augsburg und werde topfit in die Saison starten."

Boutins Back-up ist Ben Meisner, der bereits in der vergangenen Saison bewies, dass er das Panther-Tor hüten kann.

... vier neue Verteidiger ...

Die teilweise löchrige Verteidigung des letzten Jahres wurde runderneuert. Der Stamm-Kapitän Steffen Tölzer, Arvids Rekis, Brady Lamb und Derek Dinger - bleiben beim AEV, verstärkt werden sie mit Scott Valentine durch einen hart spielenden Defensiv-Verteidiger, der auch scoren kann - fünf Tore und fünf Assists gelangen ihm für Krefeld. Noch mehr Punkte kann man vom "besten Verteidiger der 2. Liga" erwarten: Der Deutsch-Amerikaner Gabe Guentzel machte in 91 Zweitligaspielen satte 73 Punkte. Trainer Stewart ist überzeugt von ihm, er hat ihn schon nach Bremerhaven geholt. Mit einem Jahr Verspätung folgt der Abwehrspieler dem Trainer in den Süden. Klein, aber smart, erscheint der Kanadier Mark Cundari, der bis vor kurzem noch davon träumte, zu seinen acht NHL-Spielen ein paar mehr hinzuzufügen. Die Größe (1,75 m) trieb ihn nach Europa, wo er mit dem Gewinn des Spengler Cups einen Einstand nach Maß feiern konnte. Mike Stewart erwartet viel von seinem "Wunschspieler", den er schon länger beobachtet hat. Auch der letzte neue Verteidiger ist nicht als Bankdrücker vorgesehen: Zuletzt spielte der erst 22 Jahre alte Simon Sezemsky für den EV Ravensburg und wurde dort in allen Spielsituationen eingesetzt. Mit Erfolg, 30 Scorerpunkte sprechen bei einem Verteidiger eine deutliche Sprache.

... und ein schneller Sturm

Jon Matsumoto war nicht zu halten und folgte dem Ruf des Red-Bull-Geldes. Ansonsten verlängerte der AEV mit allen Wunschspielern: TJ Trevelyan geht in sein viertes Jahr beim AEV, mit Drew LeBlanc zaubern die "besten Hände der Liga" weiter im Curt-Frenzel-Stadion, und auch Ben Hanowski möchte mit Augsburg in die Playoffs. Neben den drei "Alt-Ausländern" blieben auch die Deutschen Adrian Grygiel, Aleksander Polaczek, Thomas Holzmann, Matt MacKay, Alex Thiel und Hans Detsch beim AEV, verstärkt wird die deutsche Fraktion durch die Deutsch-Tschechen Jaroslav Havenrichter (zuletzt Hamburg) und David Stieler (aus Bremerhaven).

Ein starker Ausländer kommt noch, bereits in Augsburg trainieren Michael Davies (zuletzt Hamburg, vorher stark bei der DEG) und der quirlige Evan Trupp aus Alaska. Bei ihm gab es Scouting der anderen Art: Sein Bruder Hayden spielte letzte Saison für Königsbrunn, und weil es ihm hier so gut gefiel, empfahl er seinem Bruder nach Augsburg zu wechseln.

Coach Stewart: "Das Team muss funktionieren"

Mike Stewart weiß, dass in seinem zweiten Jahr endlich wieder die Playoffs erreicht werden sollen. "Wir haben uns für Jonathan Boutin im Tor entschieden, nicht nur weil ich überzeugt bin, dass er mit seinem Stil in die DEL passt, sondern weil wir mit neun ausländischen Feldspielern in die Saison starten können. Das Augenmerk lag dabei unter anderem auf der Schnelligkeit der Neuzugänge, nicht nur auf dem Eis, sondern auch im Kopf. Deshalb haben wir zu Drew LeBlanc weitere intelligente Spielmacher geholt."
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