Der fünfte AEV-Sieg in Folge: 5:1 gegen Schwenningen

Mike Stewart hat die Qual der Wahl bei den Torhütern: Am Freitag hielt Ben Meisner den Sieg in München fest, am Sonntag war es Jeff Deslauriers, der mit sensationellen Paraden den Schwenningern im zweiten Drittel den Schwung nahm. Nach dem 5:1-Sieg ist der AEV mit fünf Erfolgen in Serie im Moment das heißeste Team der DEL.

Augsburg machte im ersten Drittel von Beginn an Druck aufs SERC-Tor, und das Stadion konnte schon nach einer Minute jubeln: Joe MacDonald konnte einen Matsumoto-Schuss nur zur Seite abwehren, aber dort kam Brady Lamb an und verwandelte zum 1:0. Angriff auf Angriff fuhren Mike Stewarts Spieler, und in der 13. Minute gelang Aleksander Polaczek der verdiente zweite Treffer. Nachdem er im ersten Versuch noch gescheitert war, traf er ins verwaiste Tor der Schwarzwälder.

Noch nie war er vorher als Profi für seinen Heimatverein aufgelaufen, spätestens mit diesem Spiel ist er bei den Fans endgültig angekommen: Er arbeitet unermüdlich im Penaltykilling, ist dank seiner Schnelligkeit eine latente Gefahr bei Alleingängen, und gehört zu den Spielern, die man beim Gegner hasst, aber beim eigenen Team liebt. Kommen dann noch Tore hinzu, wird alle Wut vergessen, die sich im Lauf der vielen Jahre in der Fankurve auf ihn angestaut hatte.

Schwenningen sah sich weiter einem Feuerwerk an Schüssen aus allen Lagen ausgesetzt, einzig bei zwei Überzahlsituationen hatte Jeff Deslauriers ein bisschen mehr zu tun: Die Schussstatistik wies für die ersten 20 Minuten 23 AEV-Chancen aus, während der SERC nur fünf mal aufs AEV-Tor zielte.

Schwenningen stürmt ...


Das änderte sich im Mitteldrittel: Jetzt war Augsburg permanent in Unterzahl, und Deslauriers im Mittelpunkt des Spiels. Er musste mehrmals sein ganzes Können aufbieten, weshalb sogar eine längere Phase mit zwei Mann weniger überstanden werden konnte. Doch kaum war der vierte Spieler von der Strafbank zurück, war er machtlos. Trotz Spagat des Goalies fand Marcel Kurth einen Weg den Abpraller im Tor unterzubringen. Schwenningen drückte weiter auf den Ausgleich, das Spiel war jetzt das Gegenteil des ersten Abschnitts - 16 Schüsse für den SERC, nur drei für den AEV. Doch Deslauriers und seine Vorderleute verhinderten den Erfolg der Neckarstädter, und im Schlussabschnitt sahen die über 4300 Zuschauer dann ein abwechslungsreiches Spiel.

... aber Deslauriers hält


Wieder saßen Augsburger öfter auf der Strafbank, und wieder war es Polaczek, der seine Stärke auch in Unterzahl unter Beweis stellte: Das 3:1 in der 51. Minute war die Erlösung nach vielen Chancen auf der anderen Seite, denn jetzt musste Schwenningen risikoreicher spielen – und verlor. In der 54. Minute schubste TJ Trevelyan den Puck unter MacDonald durch, und in der 58. Minute setzte Mike Iggulden den Schlusspunkt.

Larry Mitchells Straubing kommt zum Spitzenspiel


Nach fünf Siegen in Folge ist der AEV auf dem Weg an die Spitze, am kommenden Freitag wird in Berlin versucht zu punkten, dann kommt Straubing: Die Niederbayern stehen mit ihrer aus vielen Ex-Augsburgern bestehenden Truppe oben in der Tabelle, so dass am Sonntag um 16.30 Uhr ein ungewohntes Spitzenspiel im Curt-Frenzel-Stadion ansteht.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.