Derbe Derbyniederlage gegen München - AEV unterliegt mit 2:7

Nicht nur für Bretton Stamler gab es ordentlich auf die 12: Panther verlieren Lokalderby gegen München deutlich mit 2:7 (Foto: George Stadler)
 

War es das brutale Foul an Arvid Rekis? Festzuhalten bleibt, dass Augsburg bis zum 0:4 ziemlich von der Rolle war. Aber kampflos haben sich die Panther nicht geschlagen gegeben, trotz des deutlichen Endergebnisses von 2:7 (0:3 / 1:1 / 1:3). Bleibt nur: Mund abwischen und genau dort weiter machen, wo man am Freitag aufgehört hat.

Am Sonntagnachmittag stand das DEL-Lokalderby gegen die Landeshauptstädter auf dem Plan. Die Panther gingen mit vier Punkten Vorsprung auf den EHC RB München in die Partie, nach Spielende war dieser aber auf einen Punkt zusammengeschmolzen. Eine volle Hütte und beste Stimmung auf den Rängen ließ die Hölle des Südens trotz der derben Derbyniederlage erzittern. In München hatten die Panther noch vorgelegt und nach Penaltyschießen die Oberhand behalten, die Revanche der Brausemannschaft gelang mit 2:7 aber deutlich. Alex Polaczek war nach seiner dritten großen Strafe am Freitag in Wolfsburg gesperrt.

1. Drittel

Ganz bitteres erstes Drittel für den AEV, bereits in der 1. Minute nahm das Pech Fahrt auf. Daniel Sparre und Bretton Stamler kamen sich näher und das darauf folgende 4 gegen 4 kam den Münchnern gelegen: Noch in der ersten Spielminute konnte Jaffray die 0:1 Führung erzielen. Das anschließende erste Powerplay der Panther war einem Münchner Feldspieler zu viel auf dem Eis geschuldet. Aber die Panther konnten nichts Zwingendes generieren. Aber den Paarhufern aus München gefiel es auf der Strafbank und Augsburg durfte direkt im Anschluss wieder mit einem Mann mehr ran. Bettauer mit der ersten richtig guten Chance, aber zu unpräzise. Dann Ciernik mit einer Riesenchance (9.), den Puck hatte er sich selbst mit dem Schlittschuh vorgelegt, leider ohne Erfolg. In der 12. Spielminute gab es ein hartes Foul gegen Arvids Rekis. Steve Pinizzotto musste nach üblem Check gegen den Kopf mit 5 Plus Spieldauer vom Eis und für Rekis war das Spiel ebenfalls beendet. Bleibt zu hoffen, dass der lettische Verteidige bald wieder aufs Eis kann. Und dann traf auch noch Keith Aucoin per Shorthander, nach Fehler Brady Lamb, zum 0:2 (14.) Und es sollt nicht bei einem Shorthander bleiben: Tobias Wörle mit dem 0:3 in der 15. Spielminute. Nach der anschließenden Auszeit räumte Jeff Deslauriers zu Gunsten von Ben Meisner das Augsburger Tor. Nach der Drittelsirene blieb Stamler (16 Strafminuten) im Nahkampf gegen Jaffray (14 Strafminuten) auch nur Zweiter.

2. Drittel

Nach diesem Faustkampf musste der AEV den zweiten Spielabschnitt in Unterzahl beginnen. Und kaum war diese Strafe überstanden musste Oberg wegen Beinstellen vom Eis. Aber Meisner zeigte sich in guter Form und konnte seinen Kasten sauber halten. Und mit dem Zählen tut sich der Münchner scheinbar schwer. In der 25. Minute gab es die nächste kleine Bankstrafe wegen zu vielen Spielern auf dem Eis. Aber das Augsburger Powerplay wollte an diesem Nachmittag nicht so recht. Und kaum war die Strafzeit abgelaufen, erhöhten die Münchner auf 0:4, Torschütze Michael Wolf. Bei einer weiteren Überzahl (31.) verhinderte der Videobeweis das erste Augsburger Tor wegen angeblichem Torraumabseits. Aber sechs Sekunden vor Drittelende war es endlich so weit: Ben Hanowski mit dem Anschlusstreffer zum 1:4.

3. Drittel

Mit Schwung kamen die Panther aus der Kabine, aber eine Spielverzögerung durch Ben Meisner brachte in der 43. Spielminute eine Unterzahlsituation ein, die der Verursacher aber schadlos überstehen konnte. Viel Zeit zum Entfalten blieb den Panthern nicht, Jon Matsumoto in der 47. Spielminute mit der nächsten Strafe und die roten Paarhufer mit dem 1:5 (Torschütze Wörle). Etwas Ergebniskosmetik durch Evan Oberg gab es in der 51. Spielminute zum 2:5. Aber der Torreigen war noch nicht zu Ende. Das 2:6 (Jaffray, 56.) und das 2:7 (Ramoser, 59.) rundeten einen ziemlich verkorksten Eishockeynachmittag gebührend ab.
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