Derbysieg im Powerplay: AEV gewinnt 5:3 gegen Straubing

Der TVA Nachwuchs holt sich Inspiriation beim AEV freut sich auf die Playoff-Finals am kommenden Wochenende. Die Junioren treffen auf Neubeuren, die Jugend hat es mit Atting (ausgerechnet bei Straubing ...) zu tun. Die Siegerparty soll im Curt-Frenzel-Stadion steigen, wenn der AEV gegen die DEG spielt.
 
Michael Davis und TJ Trevelyan jubeln über den Ausgleich zum 2:2. Gerade noch rechtzeitig - elf Sekunden vor Drittelende - hatte Davies getroffen.

Die Straubinger Mannschaftsaufstellung 2016/17 liest sich wie von der Alt-Augsburg Gesellschaft verfasst: Mike Connolly, James Bettauer, Colton Jobke (fiel in Augsburg aus), Alexander Oblinger, Derek Whitmore und Trainer Larry Mitchell - alle liefen sie schon in rot-grün-weiß auf. Diese Ex-Augsburger machten es dem AEV lange Zeit schwer, nach vierzig Minuten stand es noch 2:2, erst im letzten Drittel platzte der Knoten und Augsburg gewann das Derby verdient mit 5:3 (1:0, 1:2, 3:1).

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Überlegener AEV vergisst das Toreschießen

Los ging das Spiel wie so oft in letzter Zeit: 3.700 Zuschauer sahen einen überlegenen AEV, der es versäumte Tore zu erzielen. In Überzahl - Straubinger saßen im ersten Drittel mehrmals auf der Strafbank - war es sogar ein sehr überlegener AEV, der Matt Climie im Tor der EHC unter Beschuss nahm. Jonathan Boutin war zwanzig Minuten fast beschäftigungslos, denn auch bei den wenigen Entlastungsangriffen der Niederbayern wurden diese konsequent an aussichtsreichen Schüssen gehindert. Auf der anderen Seite hielt nur Climie seine Farben im Spiel. Bei einem Schuss von Grygiel hatte er Glück, denn der knallte an die Latte, kurz vor der Pause war es dann aufgebraucht: Drew LeBlanc sah, dass sich TJ Trevelyan freigeschlichen hatte und der schob zur überfälligen Führung ein - das dritte Powerplay hatte endlich auch Auswirkungen auf die Anzeigentafel. Vorausgegangen war ein dummes Foul von Renner an Polaczek, zu dem der Straubinger von seinem Trainer Mitchell quasi angestiftet worden war: Gestikulierend hatte er seinen Spieler darauf hingewiesen, dass "Polo" auch härter angegangen werden kann.

Fouls rächen sich auf beiden Seiten

Bei der Pausenansprache in der Straubinger Kabine muss Mitchell überzeugender gewesen sein, denn sein Team kam wie verwandelt zurück aufs Eis. Jetzt kam Härte ins Spiel, doch die war im Bereich des Erlaubten. So sahen es jedenfalls die Schiedsrichter, und es öffnete sich wiederholt die Tür zum AEV-Sünderbänkchen. Mit Konsequenzen, denn Straubing drehte das Spiel. Nach zwei Strafen stand es plötzlich 2:1 für Straubing, Williams (24. Min.) und Adam Mitchell (31. Min.) hatten getroffen.

Gut für den AEV, der lange brauchte um ins Spiel zurückzufinden: Mit der Zeit verpufften die Mitchell-Worte, und es fanden sich wieder die Niederbayern vermehrt auf der Strafbank ein. Als sich kurz vor Drittelende Cornell zu Oblinger setzen musste dauerte es ganze sieben Sekunden, dann zappelte der Puck im Netz: Trupp hatte zu Mike Davies gepasst und der Climie überwunden. Ausgleich, elf Sekunden vor der zweiten Sirene.

Drittelübergreifender Dreifachschlag

Und Augsburg setzte nach, denn ein Straubinger saß zu Beginn des Schlussdrittels den Rest seiner Strafe ab: Nach 23 Sekunden traf Drew LeBlanc zum 3:2, und keine Minute später hatte Brady Lamb die Führung ausgebaut - wieder bei numerischer Überlegenheit. Trotz dieses pausenübergreifenden Dreifachschlags fielen die Niederbayern auch weiterhin den Schiedsrichtern auf, und so fiel auch Augsburgs fünfter Treffer durch Thomas Holzmann im Powerplay, diesmal mit Unterstützung von Goalie Climie, der hinter seinem Tor Puck und Schläger verloren hatte (47. Min.)

Nach sieben Überzahltreffern in der 48. Minute dann doch das erste Tor bei fünf gegen fünf: Adam Mitchell brachte Straubing noch einmal ran, aber Mike Stewarts Team ließ nichts mehr zu. Mitchell holte zwei Minuten vor Schluss Climie vom Eis, zwar belagerten jetzt sechs Straubinger Boutins Tor, die besseren Chancen hatte jedoch der AEV - statt des leeren Tores wurde nur der Pfosten anvisiert, und dann war das Spiel aus.

Nächsten Sonntag gegen die DEG

Endlich belohnte sich das Team für eine weitgehend gut geführte Partie, wäre das Powerplay zuletzt auch so effektiv gewesen, der AEV wäre in ganz anderen Tabellenregionen angesiedelt. Aber immerhin wurde Frühstarter Straubing überholt und die Rote Laterne abgegeben.

Spielt das Team nächste Woche in Berlin und gegen Düsseldorf (Sonntag, 19:00 Uhr) so weiter, dann wird sie auch nicht "zurückerobert".
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