Ein bisschen wie Schwarzenegger: Das ist der neue Panther-Trainer

Er ist das Gesicht des Neuanfangs des AEV: Mike Stewart steht ab der kommenden Saison bei den Augsburger Panthern hinter der Bande. Stewart formte seinen Ex-Klub vom Absteiger zum Meister, ist bestens vernetzt und erinnert in einem Punkt an Arnold Schwarzenegger.

Gut, dass der neue Trainer des AEV, Mike Stewart aus Calgary, nicht in Nordamerika unter Vertrag stand. Denn dort wird immer noch gespielt, die Playoffs in der NHL und auch in den unteren Ligen dauern bis in den Juni - und Lothar Sigl möchte die aktuelle Arbeit seiner neuen Angestellten nicht stören. Deshalb werden Neuverpflichtungen von den Panthern immer erst dann kommuniziert, wenn deren letztes Match gespielt ist. Der Neue an der AEV-Bande war mit seinem bisherigen Club, den Fishtown Pinguins aus Bremerhaven, auch dieses Jahr sehr erfolgreich und erreichte das Finale der DEL 2. Seine Saison dauerte also nicht ganz so lang wie in Amerika, aber doch bis Ende April. Erst am Dienstagabend hatte er sein letztes Spiel - und Lothar Sigl konnte endlich verkünden: "Mike Stewart ist unser neuer Coach!"

So erklärte Mike Stewart am Donnerstag bei der Saisonabschlussfeier in Bremerhaven seinen Abschied von der Nordseeküste, und kurz darauf bestätigte Augsburg seine Verpflichtung. Die Fans der Pinguins beglückwünschen den AEV in den sozialen Medien kollektiv zu dieser Entscheidung: Der Trainer leistete dort drei Jahre lang hochkarätige Arbeit. Die Situation dort war ähnlich wie aktuell beim AEV, Bremerhaven war sportlich am Ende und wäre in die Oberliga abgestiegen, wenn nicht Bad Tölz auf den Aufstieg verzichtet hätte.

Mit Bremerhaven vom Absteiger zum Meister


Bei den Pinguins hat er den "Reset"-Knopf gefunden und fest gedrückt. Ergebnis: In seinem ersten Jahr erreichten sie das Viertelfinale, 2013/14 wurden Meister, und Stewart zum Trainer des Jahres gewählt. Der Traum von der Titelverteidigung 2015 platzte erst letzte Woche in der Verlängerung des sechsten Finalspiels.

Wegen seiner kompromisslosen Spielweise war Stewart zu seiner aktiven Zeit als "Iron Mike" bekannt. Nachdem der Verteidiger den Traum vom NHL-Engagement aufgegeben hatte, wechselte er aus den Minor Leagues nach Europa, wo er die meiste Zeit in Kärnten verbrachte. Mit dem Villacher SV wurde er in zehn Jahren zweimal österreichischer Meister als Spieler, 2010 wechselte er auf die Bank, erst als Assistenztrainer, im Februar 2011 wurde er Chefcoach beim VSV.

Ein bisschen wie Arnold Schwarzenegger


Die lange Zeit in Österreich hat Spuren hinterlassen, denn sein sehr gutes Deutsch klingt auch nach den drei Jahren in Norddeutschland immer noch ein bisschen wie Arnold Schwarzenegger.

Stewart gilt als gut vernetzt im internationalen Eishockey, für Bremerhaven formte er einige Rohdiamanten zu Meisterspielern. Lothar Sigl hofft, dass er seine Beziehungen spielen lässt und auch für Augsburg die passenden Spieler findet, gerne auch mit deutschem Pass - im Gegensatz zu Larry Mitchell rekrutiert er diese nicht ausschließlich in Nordamerika, sondern auch in Osteuropa, und der eine oder andere könnte dem Trainer von der Weser an den Lech folgen - Goalie Jonas Langmann ist hier ein heißer Kandidat in der Gerüchteküche. Lothar Sigl ist überzeugt, "mit ihm die bestmögliche Lösung für die Position des Cheftrainers gefunden zu haben. Gemeinsam arbeiten wir jetzt weiter an unserem Neustart und einer schlagkräftigen Mannschaft für die Saison 2015/16."

Panther verlängern Dauerkartenaktion


Zeitgleich mit der Bekanntgabe von Stewarts Verpflichtung verlängerten die Panther die Vorzugspreis-Aktion für Frühkäufer von Dauerkarten bis zum Sonntag, 10. Mai. "Wir sind sehr froh, dass wir uns mit den Dauerkarten-Verkäufen auf Vorjahresniveau befinden und hoffen dennoch, mit der Verlängerung des Aktionszeitraumes einen Anreiz für den ein oder anderen noch unentschlossenen Panther-Anhänger geschaffen zu haben," so Panther-Gesellschafter Martin Horber. Wahrscheinlich werden nach dem neuen Trainer in den nächsten Tagen noch Spieler-Verpflichtungen bekannt gegeben, um zögerliche Fans für eine Dauerkarte zu begeistern.
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