Endlich wieder ein Sieg! Panther ringen Grizzlies nieder

Endlich wieder Grund zum Feiern nach dem Sieg gegen Wolfsburg hatten Fans, Spieler ...
 
... und Trainer Mike Stewart.
Augsburg: Curt-Frenzel-Stadion |

Es war ein harter Kampf nötig, um gegen defensiv starke Wolfsburger nach zuletzt vier Niederlagen zwei Punkte zu ergattern. Lange sah es so aus, als würde das Spiel torlos ins Penaltyschießen gehen, aber im Schlussabschnitt fielen doch noch vier Tore: Der AEV konnte sich nur ganz kurz über eine 2:0-Führung freuen, dann schlug Wolfsburg ohne Goalie zweimal zurück und rettete sich in Verlängerung und Penaltyschießen. Dort entschieden ein starker Boutin im Tor und Mark Cundari das Spiel für den AEV.

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Starke Goalies halten lange das 0:0

Weiter mit Jonathan Boutin im Tor und weiter ohne den angeschlagenen Spielmacher Drew LeBlanc schickte Trainer Mike Stewart sein Team in den Kampf gegen die traditionell defensiv starken Wolfsburger. Obwohl auch der AEV nicht ganz so offensiv agierte wie zuletzt, wurden trotzdem erstaunlich viele Torchancen kreiert. Bereits in der ersten Minute musste Felix Brückmann dreimal eingreifen, nach fast fünf Minuten Powerplay für Augsburg war er dann warmgeschossen und parierte Schüsse wie am Fließband. Boutin war kaum gefordert im ersten Drittel, hielt aber was zu halten war.

Im Mitteldrittel wagten die Grizzlies etwas mehr, jetzt war auch Boutin mehrmals im Mittelpunkt des Geschehens. Auffallend im Vergleich zu den letzten Spielen war die Konzentration der Spieler: Die Fehlpässe im Spielaufbau wurden weitgehend abgestellt, das Back-Checking der Stürmer verhinderte immer wieder gefährliche Konter, für die Pavel Gross‘ EHCW berüchtigt ist: Tief stehen, auf den Goalie vertrauen und mit schnellen Kontern eiskalt zuschlagen.

69 Sekunden fehlen zum Sieg

Besonders unangenehm wird dieses Spiel, wenn sie in Führung liegen. Aber dagegen gab es die umsichtige Verteidigung und Jonathan Boutin, der solide hielt und bei einem Pfostentreffer Glück hatte. Und vor allem den umtriebigen TJ Trevelyan, der keinen Puck verloren gibt und so den Schlussabschnitt prägte: Beim ersten Angriff eroberte er die Scheibe zurück, schubste sie Richtung Tor und David Stieler, der Brückmann endlich überwinden konnte. Die Vorarbeit zum zweiten Tor war künstlerisch wertvoll: Nach einem umkämpften Spiel, in dem Wolfsburg hinten liegend immer mehr in die Offensive investieren musste und es vier Minuten vor dem Ende bei vier gegen vier probieren durfte, klaute der Kanadier den Puck, passte zum frei stehenden Evan Trupp, der auf 2:0 erhöhte.

Nach diesem quasi geschenkten Tor agierten die Wolfsburger eiskalt, zogen ihr Powerplay weiter, jetzt ohne Brückmann, also mit sechs gegen vier Spieler. Es dauerte nicht lange, dann zappelte der Puck im Netz – drei orange Männer vor Boutin, von hinten schießt Fauser, Furchner fälscht ab: der Anschlusstreffer keine drei Minuten vor dem Ende. Brückmann zurück im Tor, Brückmann wieder auf die Bank, jetzt wird Aubin vor dem Tor angespielt, scheitert erst an Boutin und würgt den Nachschuss doch noch rein. 69 Sekunden fehlten zum Sieg oder ein wenig Glück Sekunden vor Schluss: Wolfsburgs Dixon musste auf die Strafbank, der AEV drückte mit einem Mann mehr auf den Sieg, schnürte die Wolfsburger ein und Trupp scheiterte an einem Monstersave von Brückmann. Der Goalie hatte wegen des Powerplay-Wirbels fast das gesamte Tor offen lassen müssen, Trupp zog direkt ab – aber Brückmanns Bein schnellte zum Puck und erstickte den Siegtorjubel der knapp 3.800 Fans.

AEV am Sonntag in Berlin
nächstes Wochenende Bremerhaven und Mannheim

Es ging mit einem Mann mehr in die Verlängerung, die flott und ohne Unterbrechung durchgespielt wurde, so dass der Sieger durchs penaltyschießen ermittelt werden musste. Hier legte Aubin vor, Trevelyan scheiterte am Pfosten, Bina an Boutin. Trevor Parkes glich aus, und nachdem Mulock und White scheiterten gin es in die zweite Runde. Beim zweiten Versuch vergeben Parkes und Aubin, dafür tunnelt Mark Cundari Brückmann. Nach Boutins Save gegen Dehner jubeln die Panther über den Sieg und wollen in Berlin am Sonntag nachlegen.

Am kommenden Wochende steht freitags die lange Fahrt nach Bremerhaven an, am Sonntag gastiert Mannheim im Curt-Frenzel-Stadion. Spielbeginn ist um 19:00 Uhr.
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