Endlich wieder Eiszeit! 4:1 Sieg im ersten Heim-Test gegen Thurgau

Der Eindruck täuscht: Augsburgs Goalie verbrachte einen weitgehend ruhigen Abend, nur während Überzahl der Thurgauer musste er sein Können unter Beweis stellen. Hier rettet er, unterstützt von Brady Lamb, gegen den Altstar der Schweizer, Adrian Wichser Foto: Georg Stadler
 
Endlich wieder Eiszeit, endlich wieder Torjubel! Rekis, Grygiel und Bettauer gratulieren Jon Matsumoto zum ersten Treffer im Curt-Frenzel-Stadion. Foto: George Stadler

Mit einem „Endlich wieder Eiszeit!“ auf dem Videowürfel wurden fast 3000 AEV-Fans zum ersten Testspiel im Curt-Frenzel-Stadion begrüßt.

Sie erlebten ein runderneuertes Team, das mit teilweise schönen Kombinationen endlich wieder etwas Stimmung in der Hölle des Südens brachte - und einen 4:1-Sieg (1:1, 2:0, 1:0) gegen Hockey Thurgau aus der Schweizer NLB.

Ohne den kranken Derek Dinger, den geschonten TJ Trevelyan und ohne Patrick Kurz, der zurzeit beim Kooperationspartner Ravensburg trainiert, dafür erstmals mit Neuzugang Mike Iggulden präsentierte sich der AEV beim Heim-Debut im Curt-Frenzel-Stadion. Im Tor hatte Jeff Deslauriers wenig zu tun gegen harmlose Schweizer, sein erster Auftritt vor heimischem Publikum war mangels Gelegenheiten sich auszuzeichnen wenig spektakulär, aber solide.

Überlegener AEV im Hintertreffen

Die Eidgenossen sahen sich einem spritzig auftretenden AEV gegenüber, der in der ersten Viertelstunde eigentlich schon hoch in Führung hätte gehen müssen. Vor allem im Powerplay sah das angesichts der kurzen Trainingszeit schon sehr gefällig aus, was Iggulden, Grygiel und Matsumoto sowie LeBlanc, Ciernik und Holzmann herausspielten, und auch Mancari, Weiß und Polaczek konnten erste Akzente setzen. Selbst Reihe vier mit MacKay, Detsch und Thiel spielte munter nach vorn: Die größe Chance der Anfangsphase hatte Hans Detsch, der am Pfosten scheiterte. Das Tor fiel dann aber auf der anderen Seite: Puckverlust vor dem AEV-Tor, Thurgaus Alt-Star Adrian Wichser sieht den freien Toms Anderssons, und der vorher ungeprüfte Jeff Deslauriers hat keine Chance. Augsburg ließ sich davon nicht irritieren und spielte weiter wie zuvor: Powerplay bei gleicher Spieleranzahl. Zwei Minuten vor Drittelende dann der verdiente Ausgleich, als Jon Matsumoto aus der Drehung in den Winkel verwandelt.

Powerplay bei fünf gegen fünf

Das Mitteldrittel begann mit einer der seltenen Phasen, in denen sich die Thurgauer auch außerhalb ihres Verteidigungsdrittels bewegen konnten: Überzahl – aber auch im Penalty-Killing hat Coach Mike Stewart sein Team schon gut eingestellt, so dass in den zwei Minuten die größte Chance der AEV hatte, aber Polaczek scheiterte an Nyffeler. Bei fünf gegen fünf dasselbe Bild wie im ersten Abschnitt: Fünf Schweizer verteidigen vor dem eigenen Tor, und was der AEV zeigt sieht wie Dauer-Powerplay aus. Die Führung fällt dann aber nicht aus einer Kombination, sondern Adrian Grygiel erwischt den Puck der sich befreien wollenden Thurgauer, fährt vors Tor und knallt den Puck nach langer Verzögerung unter die Latte. Eine Minute vor Drittelende scort dann auch Reihe drei: Nyffeler kann einen Mancari-Schuss nicht festhalten, und Polaczek baut die Führung aus.

Ausgeglichenes Team: Alle Reihen treffen

Im Schlussabschnitt darf Stewarts Mannschaft dann seine Special Teams üben: Viele Strafen prägen jetzt das Spiel, aber selbst mit zwei AEV-Spielern weniger wird der Puck von Deslauriers Kasten fern gehalten, während das Powerplay zwar weiter schön anzusehen aber uneffektiv ist. Den Schlusspunkt der weitgehend einseitigen Partie setzt Alex Thiel in der 51. Minute mit dem 4:1, der vors Schweizer Tor fährt und Nyffeler verlädt.

Fazit: Nach einem schnellen Beginn schwand zwar beim AEV etwas der Esprit, der sich bei den Eidgenossen nur selten zeigte, die Thurgauer wurden aber trotz harten Trainings in den Knochen weitgehend dominiert und durften sich bei ihrem sehr guten Goalie dafür bedanken, dass die Niederlage nicht höher ausgefallen war. Mike Stewarts Team geht jetzt erst einmal auf Europatour: Am Sonntag steht das nächste Spiel in Dornbirn (Österreich) an, am kommenden Wochenende tritt der AEV bei einem Turnier in Olten (Schweiz) an. Das nächste Heim-Testspiel findet am Freitag den 4. September (19:30 Uhr) gegen Zweitligist Frankfurt statt.
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