FC Augsburg im Elfmeterpech: Torloses Remis gegen Köln

Daniel Baier dirigierte den FC Augsburg in einem taktisch geprägten Spiel gegen Köln. (Foto: Alex Heinle)

Der FC Augsburg spielt gegen den 1. FC Köln 0:0. In einer taktisch geprägten Partie hatte der FCA die besseren Chancen und hatte Pech, dass ein Handspiel der Kölner im eigenen Strafraum nicht gepfiffen wurde.

Durch zuletzt drei Siege in Folge konnte sich der FC Augsburg einen wichtigen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Relegationsrang erspielen. Im Freitagabendspiel gegen den 1. FC Köln konnte nun ein weiterer Schritt Richtung Ligaverbleib gemacht werden. Durch das direkte Duell der Konkurrenten Werder Bremen und VfB Stuttgart im vieldiskutierten und fragwürdig angesetzten Montagsspiel wäre dem FCA der Klassenerhalt bei einem Heimsieg nur noch äußerst theoretisch zu nehmen gewesen.

Zunächst hatte Trainer Markus Weinzierl seine Mannschaft verletzungsbedingt auf zwei Positionen verändern müssen. Für Paul Verhaegh, der sich bei seinem Comeback in Wolfsburg erneut verletzt hatte, spielte Markus Feulner auf der Rechtsverteidigerposition. Sein etatmäßiger Vertreter Daniel Opare hatte sich im Abschlusstraining verletzt, für ihn stand Tobias Werner das erste Mal seit Oktober in der Startelf.

Die erste Möglichkeit hat der 1. FC Köln - dann haben die Gäste Glück


Die erste Torchance des Spiels gehörte den Kölnern. Nach einer Ecke in der zweiten Minute köpfte Dominic Maroh nur knapp am Tor von Marwin Hitz vorbei. Ähnlich erging es Tobias Werner vier Minuten später auf der Gegenseite: Nach einer Flanke von Philipp Max kam der Mittelfeldspieler freistehend zum Kopfball, konnte den Ball aber nicht platziert auf das Tor bringen.

Pech hatte der FCA in der 13. Spielminute. Nach einer Augsburger Ecke spielte der Kölner Athony Modeste den Ball im Strafraum klar mit der Hand, Schiedsrichter Tobias Welz hatte die Situation jedoch nicht gesehen und verweigerte somit den fälligen Strafstoß.

FCA-Manager Reuter über Modeste-Handspiel: "Ein Wahnsinn!"

"Modeste geht ganz klar mit dem Arm zum Ball. Es ist unvorstellbar, dass das von vier Schiedsrichtern keiner sieht. Wir hatten eine Super-Sicht. Und klarer geht es nicht. Ein klares Handspiel. Für mich ist das Wahnsinn", echauffierte sich Stefan Reuter später im Bauch der Arena.

In der Folge entwickelte sich bis zur Halbzeit ein Spiel, in dem sich beide Mannschaften weitgehend neutralisierten. Die Gäste aus Köln beschränkten sich vorrangig auf die Defensivarbeit und ließen dem FC Augsburg kaum Räume für Offensivaktionen. Auf Seiten des FCA scheiterte das Aufbauspiel regelmäßig an ungenauen Pässen und technischen Fehlern bei der Ballverarbeitung.

Magerkost satt: Dann fliegt Lehmann


Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs boten die Mannschaften Magerkost. Kein Team wollte in diesem Spiel den ersten und womöglich entscheidenden Fehler begehen.

Den größten "Fehler" des Spiels beging in der 57. Minute der Kölner Matthias Lehmann. Im Mittelkreis ging er mit hohem, gestrecktem Bein in den Zweikampf mit Tobias Werner und traf den Augsburger dabei am Kopf. Folgerichtig entschied Schiri Welz auf Gelb-Rot für den bereits verwarnten Lehmann.

Halil Altintop schießt "zu scharf"


Der FCA erhöhte in Überzahl nun den Druck und schnürte die Kölner zeitweise am eigenen Strafraum ein. „Natürlich hast du den Anspruch, mit einem Mann mehr dann auch zu gewinnen“, äußerte sich Halil Altintop nach dem Spiel in der Mixed Zone.

In der 70. Minute war es Altintop selbst gewesen, der eine Großchance nicht verwandeln hatte können. Mit einer Körpertäuschung ließ der Routinier seinen Gegenspieler stehen, zog in den Strafraum, setzte seinen Schuss Richtung langes Eck jedoch am Tor vorbei. „Ich gehe an zwei Leuten vorbei, aber schieße dann einen Tick zu scharf“, bewertet er im Nachhinein die Situation.

Der FCA kam auch danach zu Chancen, konnte aber weder durch Alfred Finnbogasons Kopfball in der 74. Minute, noch durch den Drehschuss des Isländers eine Minute darauf in Führung gehen.


Bobadilla geblockt: Die Null bleibt stehen


Kurz vor dem Schlusspfiff gab es nochmal eine Großchance für die Augsburger. Nach toller Soloaktion von Ja-Cheol Koo kam der Ball knapp sieben Meter vor dem Tor zum eingewechseltem Raul Bobadilla, dessen Schuss jedoch abgeblockt werden konnte.

Somit stand für den FC Augsburg schlussendlich ein 0:0, durch das er nun 37 Punkte und damit zumindest bis Montag sechs Punkte Vorsprung auf Werder Bremen und den Relegationsrang hat. Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) ist der FCA im letzten Auswärtsspiel der Saison bei Schalke 04 zu Gast.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.