FC Augsburg im Höhenflug - Der Blick geht nach vorn

Alfred Finnbogason und Michael Gregoritsch befinden sich zurzeit in überragender Form (Foto: Klaus-Rainer Krieger)

Der FC Augsburg schwimmt weiter auf der Erfolgswelle. Auch in Mainz holt die Mannschaft von Trainer Manuel Baum vor allem dank einer starken ersten Halbzeit drei weitere Punkte. Mit 22 Zählern steht der FCA nun drei Spieltage vor der Winterpause auf Rang sieben. Der Blick richtet sich jedoch trotzdem noch lange nicht nach Europa, sondern nur nach vorne.

„Wir sind gut beraten, nur auf die nächsten Spiele zu schauen“, so Verteidiger Philipp Max. „Mit dem überschreiten der 20 Punkte haben wir unser Zwischenziel für die Hinrunde erreicht, aber deshalb werden wir unsere Ziele nicht ändern, sondern weiter Gas geben und versuchen, noch mehr Punkte zu holen.“

Und mit dem Erreichen dieses Zwischenziels scheint es auch an der Zeit, das Erfolgsgeheimnis des FCA zu analysieren. Gründe für den Aufschwung in dieser Saison gibt es dabei mehr als genug. Die wichtigstens sind aber...

Überragende Torjäger

Die neuen Torjäger: Alfred Finnbogason und Michael Gregoritsch bilden zurzeit nicht nur das vielleicht beste Sturmduo der FCA-Bundesligageschichte sondern auch eines der stärkeren der gesamten Liga. Der Isländer hat nach seinem Doppelpack gegen Mainz in dieser Saison acht Treffer erzielt und steht dank zweier weiterer Assists nun bereits mit zehn Scorerpunkten da. Genauso viele hat auch sein Sturmpartner Gregoritsch auf dem Konto, der gegen Mainz erst den Führungstreffer erzielte und kurz vom Halbzeitpfiff noch einen Elfmeter herausholte. „Wir freuen uns, die Jungs da vorne drin zu haben“, so Kapitän Daniel Baier über die beiden Torjäger. „Wir wissen schon lange, was wir an Alfred haben und auch Michael ist gerade in überragender Form.“


Die Nationalmannschaft in Sicht

Außenverteidiger Philipp Max: Der 24-Jährige spielt wohl die beste Saison seines Lebens. Seine Vorlage zum Führungstreffer von Gregoritsch war bereits der siebte Assist des 24-Jährigen. Kein Wunder, dass nun vermehrt Stimmen laut werden, die Max bereits im Kreise der deutschen Nationalmannschaft sehen. Der Sohn des früheren Bundesligaprofis Martin Max selbst gibt sich jedoch zurückhaltend. „Ich konzentriere mich zurzeit nur auf den FC Augsburg und versuche, mich nicht mit anderen Themen zu befassen. Mit guten Leistungen für den FCA kann ich mich natürlich anbieten, aber wir werden sehen, was die Zukunft bringt. Und wenn eines Tages ein Anruf vom Bundestrainer kommt, lege ich natürlich nicht gleich auf.“


Mit dem Zettel zum Sieg

Cheftrainer Manuel Baum: Der ehemalige Leiter des FCA-Nachwuchsleistungszentrums hat sich als echter Glücksgriff auf der Trainerposition erwiesen. Letztes Jahr noch skeptisch beäugt, hat Baum die Mannschaft sowohl spielerisch als auch taktisch in allen Bereichen auf das nächste Level gehoben. Seine Fähigkeit, ein Spiel zu lesen und entsprechend zu reagieren, zeigte der 38-Jährige auch gegen die Mainzer: Als der FSV in der Halbzeit auf ein System mit zwei Stürmern umstellte, rief Baum nacheinander erst Philipp Max und Caiuby zu sich, ehe er Daniel Baier einen Zettel mit taktischen Umstellungen in die Hand drückte. „Mainz hat in der Halbzeit viel verändert, womit wir zu Beginn ein paar Probleme hatten. Auf dem Zettel standen ein paar Anweisungen, wie wir sie besser zu greifen bekommen“, erklärte der Baier hinterher.

Bevor es für den FCA in die Winterpause geht, stehen nun aber noch zwei Heimspiele gegen Hertha BSC und den SC Freiburg an, in der englischen Woche geht es zum Tabellendritten nach Schalke. Mit Leistungen wie in den letzten Wochen sind jedenfalls in jeder Partie Punkte drin für den FCA. Und vielleicht kann in der Winterpause dann ja doch schon über eine kleine Korrektur der Saisonziele nachgedacht werden.
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