FC Augsburg in der Europa League: Weinzierl will überraschen

Der FC Augsburg tritt vier Mal samstags und aufgrund der Europa-League-Spiele, die donnerstags stattfinden, vier Mal sonntags an. Foto: Klaus Rainer Krieger

Der FC Augsburg hat zur Premiere im internationalen Wettbewerb eine interessante und durchaus machbare Europa League-Gruppe zugelost bekommen. Die attraktiven Gegner sind der Ex-Klub von Ragnar Klavan, ein serbischer Traditionsklub und die baskische Mannschaft schlechthin.

Männer, die Zettel aus weißen Kügelchen holen: Die Auslosung einer Europa League-Gruppenphase ist ja eigentlich etwas ziemlich Unspektakuläres - wenn die Uefa es auch versteht, ein mords Tamtam daraus zu machen. Wenn aber der eigene Verein zum ersten Mal aus einer der kleinen Kugeln gezogen wird, löst das durchaus besondere Gefühle aus. So wurde Freitagmittag etwa die Fußballkneipe "11er" in der Augsburger Wintergasse Anziehungspunkt so vieler FCA-Fans, dass sich auf der Straße davor eine wahre Menschentraube bildete. Eine Szene, die an längst vergangene WM-Zeiten erinnerte, als sich Menschen vor öffentlichen Empfangsgeräten versammelten - nur dass die Augsburger eben gebannt der übertragenen Auslosung folgten.

Sie hatten sich wohl dasselbe erhofft wie Markus Weinzierl. "Am besten drei Kracher", hatte sich der Trainer für die Gruppenphase der Europa League gewünscht. Zwar blieben Klubs wie der FC Liverpool, der SSC Neapel oder die Tottenham Hotspur dem FCA verwehrt, namhaft sind die Gegner des FC Augsburg jedoch allemal - und die wenngleich anspruchsvolle Aufgabe, international zu Überwintern, erscheint keinesfalls unmöglich.

Augsburg gegen Bilbao, Alkmaar und Partizan Belgrad

Manager Stefan Reuter jedenfalls lächelte, als der FCA am Freitag im Forum Grimaldy in Monaco als letztes Team aus Lostopf drei zunächst in die Gruppe L zu Athletic Bilbao und dem AZ Alkmaar gelost wurde. Reuter beobachtete dann auch, wie aus Topf vier Partizan Belgrad zu dem Trio hinzukam.

Athletic Bilbao, das lediglich baskische Spieler einsetzt, ist in der Primera Division mit einem 0:1 gegen den FC Barcelona gestartet und derzeit - wenig aussagekräftig - 17. in La Liga. Über die Niederländer vom AZ Alkmaar wird sich besonders Ragnar Klavan freuen. Der Innenverteidiger wurde mit dem AZ 2009 niederländischer Meister. Der Dritte im Bunde, Partizan, war in der Qualifikation zur Champions League an Leverkusens Gruppengegner Bate Borissow gescheitert.

Weinzierl will "die eine oder andere Überraschung" schaffen

"Athletic Bilbao ist ein spanischer Spitzenklub und wird eine schwere Aufgabe. Unser Kapitän Paul Verhaegh hat sich einen Verein aus den Niederlanden gewünscht und hat ihn mit AZ Alkmaar bekommen. Noch dazu ist das der Ex-Klub von Ragnar Klavan, das wird sicher ein schönes Duell. Und bei Partizan Belgrad können wir uns schon jetzt auf eine grandiose Stimmung freuen", fasste Reuter später seinerseits zusammen.

"Wir freuen uns über diese Lose. Das sind drei sportlich attraktive Gegner und sicherlich auch drei schöne Reisen für unsere Fans. Wir wollen, wie in der Bundesliga auch, in diesen sechs Spielen für die ein oder andere Überraschung sorgen und die tollen Erfahrungen in der Europa League genießen", sagte Markus Weinzierl.

Hofmann: "Jedes Spiel ein Geschenk"
"Jedes Spiel in der Europa League ist ein Geschenk für uns. Wir werden die Spiele genießen. Mit der Reiseplanung werde ich mich aber erst ab Sonntag befassen, denn unser Fokus liegt nun auf dem Spiel gegen Ingolstadt am Samstag", erklärte FCA-Präsident Klaus Hofmann unmittelbar im Anschluss an die Auslosung.

Die Gruppenphase der Europa League startet für die Fuggerstädter am Donnerstag, 17. September, wenn der FC Augsburg bei Athletic Bilbao antritt, und endet am 10. Dezember mit der Partie in Belgrad. Sollte der FCA die Runde der besten 32 erreichen, geht es im Februar mit den K.O.-Spielen weiter. Dann stoßen auch die Gruppendritten der Champions League zu den Teilnehmern der Europa League dazu.
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