FC Augsburg kommt in München unter die Räder

Jubelnde Münchner: Robert Lewandowski nach seinem Treffer zum 0:3 (Foto: David Libossek)
 
Lewandowski brachte die Bayern per Volleytreffer früh in Führung (Foto: David Libossek)
München: Allianz Arena |

Der FC Augsburg verliert beim Tabellenführer Bayern München auch in der Höhe verdient mit 0:6. Die Mannschaft von Trainer Manuel Baum fand zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf das Spiel und rutscht damit noch tiefer in den Abstiegsstrudel.

"Wir haben uns einen Plan zurechtgelegt, wollen Räume früh erkennen und dann für Gefahr sorgen", so hatte Trainer Manuel Baum die Marschroute für das Gastspiel beim Tabellenführer ausgegeben. Für dieses Vorhaben wirbelte er seine Startformation auf gleich sechs Positionen durch. Neu dabei waren Gojko Kacar, Christoph Janker, Philipp Max, Paul Verhaegh, Youngster Tim Rieder sowie Raul Bobadilla für Gouweleeuw, Hinteregger, Teigl, Stafylidis, Leitner und Koo. Der von einer langwierigen Schambeinentzündung wiedergenesene Alfred Finnbogason musste hingegen erneut mit einem Platz auf der Ersatzbank vorliebnehmen.

Vom angekündigten Plan und der mutigen Spielweise war dann auf dem Platz nicht allzu viel zu sehen. Die Bayern bestimmten von der ersten Minute an die Partie und ließen dem FCA kaum Möglichkeiten zum Durchschnaufen. Der Führungstreffer durch Robert Lewandowski in der 17. Spielminute, nach brillantem Zuspiel von Thiago, war zu diesem Zeitpunkt bereits überfällig.

Müller bestraft ideenlose Augsburger

Der FC Augsburg präsentierte sich unterdessen behäbig und ohne Ideen im Spielaufbau. Fehlpässe im Aufbauspiel sowie mangelnde Bewegung im Spiel ohne Ball verhinderten die Entstehung jeglicher gezielter Offensivaktionen. Als einer der wenigen Lichtblicke im Spiel des FC Augsburg präsentierte sich in dieser Phase Youngster Kevin Danso, der seine Gegenspieler Franck Ribery und Robert Lewandowski ein ums andere Mal souverän bewachte.

Das nächste Tor der Bayern konnte jedoch auch Danso nicht verhindern. Lewandowski sah nach einem Lauf über die rechte Seite den vor dem Tor freistehenden Thomas Müller, der aus wenigen Metern auf 0:2 erhöhte. Der einzige nennenswerte Abschlussversuch auf Seiten der Fuggerstädter datierte aus der 43. Spielminute, als Dominik Kohr sich mit einem Distanzschuss versuchte, dabei aber genau in die Arme von Ersatztorhüter Sven Ulreich zielte.

Lewandowski zerstört Comeback-Hoffnung

Mit einem Doppelwechsel zu Beginn der zweiten Halbzeit versuchte Trainer Baum dem Spiel seiner Mannschaft neues Leben einzuhauchen und hatte damit anfänglich sogar Erfolg. Halil Altintop sowie Georg Teigl sorgten für frische Impulse und mehr Variabilität in der Offensive des FCA. Die Hoffnung auf ein mögliches Comeback wurde jedoch jäh zerstört, als Lewandowski sich nach einem Steilpass von Franck Ribery erst gegen den anstürmenden Danso durchsetzen konnte und dann frei vor dem Tor zum 0:3 einschob. „Wir haben uns viel vorgenommen, konnten die Bayern in der zweiten Halbzeit aber einfach nicht mehr verteidigen“, fasste Manuel Baum den Auftritt auf der Pressekonferenz nach dem Spiel zusammen.

Bayern degradiert den FCA zum Sparringspartner

Das Spiel mutete aufgrund mangelnder Kampfbereitschaft der Augsburger nun eher wie ein besseres Trainingsspiel für den Tabellenführer an. Bestes Beispiel für den fehlenden Biss war der Treffer zum 0:4, als sich Müller, Lewandowski und Torschütze Thiago auf geringstem Raum bis vor das leere Tor durch kombinieren konnte.

Zwischendurch auch mal wieder ein kleines Lebenszeichen der FCA-Offensive: Dong-Won Ji versuchte sich in der 67. Spielminute mit einem Distanzschuss, zielte dabei aber deutlich über das Tor.
Deutlich besser machten es abermals die Bayern, die in der Schlussphase des Spiels innerhalb von zwei Minuten durch Lewandowski erst auf 0:5 und in Person von Thomas Müller schließlich auf den auch in der Höhe verdienten 0:6 Endstand erhöhten. „Wir müssen uns da auch an die eigene Nase fassen. Es ist nicht immer nur die Qualität der Bayern, wir sind in der zweiten Halbzeit schlicht gar nicht mehr in die Zweikämpfe gekommen“, übte der Coach nach dem Spiel auch Kritik an der eigenen Mannschaft.

Das Debakel in Bildern

Was am Ende bleibt ist eine Niederlage, die angesichts der erneut positiven Resultate der Konkurrenten aus Hamburg und Bremen doppelt schmerzt. Mit dem nun schlechtesten Torverhältnis im Vergleich mit den direkten Mitstreitern im Kampf um den Klassenerhalt hat sich der FCA die anstehenden Aufgaben unnötig erschwert. „Wir müssen uns jetzt schnell abschütteln und am Mittwoch zu Hause gegen Ingolstadt mit aller Wucht zeigen, dass wir die drei Punkte wollen“, so Baum.

Die Aufstellung des FC Augsburg: Hitz – Verhaegh (79. Schmid), Danso, Kacar, Janker, Max – Rieder, Kohr, Moravek (46. Teigl) – Ji, Bobadilla (46. Altintop)

Ersatzbank: Luthe (Tor), Leitner, Usami, Finnbogason
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