FC Augsburg siegt beim Einstand von Interimstrainer Baum

Die FCA-Spieler bejubeln den zweiten Heimsieg der Saison. (Foto: Archiv)
Die Mannschaft, die unter Dirk Schuster nicht mehr das Gefühl hatte das Spiel gegen Gladbach gewinnen zu können, bescherte ihrem Interimscoach Manuel Baum einen perfekten Einstand und gewann 1-0. Obwohl Baum die Mannschaft mit einer offensiveren Marschroute auf den Platz schickte, stand die Defensive weiter stabil. In einer an Chancen und spielerischen Elementen armen Partie, machten die Gladbacher vor dem 1-0 den entscheidenden Fehler und anders als so oft in dieser Saison konnten die Augsburger die Situation nutzen.

Viel Zeit dem Team seine Spielphilosophie zu vermitteln hatte FCA-Interimscoach Baum nach dem Rauswurf von Dirk Schuster nicht. Die Änderungen betrafen also vor allem die Auf- und Einstellung. In der Innenverteidigung war Gouweleeuw nach seiner Verletzungspause wieder dabei, Koo spielte vorne zentral hinter Ji, hinten links startete Max anstelle von Stafylidis. Für den gesperrten Kohr stand Moravek in der zentralen Defensive. Auf dem Platz sollte sich vor allem die Denkweise ändern. Weg von Schusters Maurertaktik, galt bei eigenem Ballbesitz der erste Gedanke der Offensive.
Manuel Baum marschierte pausenlos in seiner Coaching Zone auf und ab, peitschte sein Team und mit den Armen rudern nach vorne. Es wäre interessant seine Laufleistung zu erfahren, bestimmt ist er mehr gelaufen als der ein oder andere Spieler, der auf dem Feld stand. Baum lebte die Leidenschaft die er von seinen Spielern erwartet an der Seitenlinie vor. Es war deutlich zu spüren, dass er die Chance die sich ihm bietet nutzen will.

Sportchef Stefan Reuter sagte vor der Partie ja auch, dass noch keine Gespräche mit anderen Trainern geführt worden seien. Baum hat also wie so viele Interimstrainer in der jüngeren Vergangenheit durchaus die Chance, zur Dauerlösung zu werden. Mit Andre Schubert sitzt ein Beispiel dafür auf der Gästebank.

Tempoarme Partie

Dem Spiel fehlte das Tempo, ein Fehlpass reihte sich an den anderen im Mittelfeld. Lange und hohe Bälle blieben auch unter Baum das Mittel der Wahl im Spielaufbau. Dementsprechend leicht fiel es der Borussia aus Gladbach die Angriffe abzuwehren. Auch Gladbach fand offensiv kaum statt und Hitz erlebte einen weitgehend Beschäftigungslosen Nachmittag. Bis zur 47. Minute hätte sein Gegenüber Jan Sommer auch seine Sporttasche in den Kasten stellen können. Der Kopfball von Martin Hinteregger war die erste Prüfung für Sommer.

Matchwinner Hinteregger

Dreißig Minuten später zielte Hinteregger besser. Zuerst hatte Dahoud hatte nach einem Zuspiel von Raffael noch die dickste Chance für die Gladbacher – dann schlug ausgerechnet der Ex-Borusse Hinteregger zu. Nach einem Freistoß von rechts stieg er hoch, setzte sich gegen Strobl durch und platzierte den Kopfball unhaltbar ins linke Eck.

Das Duell war der Tabellensituation beider Teams absolut angemessen: unteres Mittelmaß.
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