FC Augsburg: Stefan Reuter über den FC Bayern, die Sammer-Nachfolge und Investoren aus China

FCA-Sportchef Stefan Reuter sprach im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" unter anderem darüber, dass der FC Augsburg Nummer zwei in Bayern werden will. (Foto: David Libossek)

Stefan Reuter, Sportchef des FC Augsburg, hat sich im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" zu den beiden Spielen gegen die Bayern geäußert. Dabei verriet er, welches der zwei Duelle er lieber gewinnen würde. Außerdem sprach er über sich als mutmaßlichen Sammer-Nachfolger beim FC Bayern, mögliche Investoren beim FCA und das ewige Thema Markus Weinzierl.

"Das ist kein Thema für mich, null", kommentierte Reuter die Gerüchte, er könne beim FC Bayern in die Fußstapfen des krankheitsbedingt zurückgetretenen Sportchefs Matthias Sammer treten. "Ich denke", begründet Reuter, "es ist vorgegeben, wie es bei Bayern weiterläuft: Uli Hoeneß kommt wohl zurück, und wenn, dann mit 100 Prozent. Uli spielt nicht nur den Repräsentanten."

Freilich äußerte er sich im Interview auch zu den anstehenden zwei Duellen mit den Bayern. Gefragt, welches der beiden Duelle in dieser Woche er nun lieber gewinnen würde, gibt Reuter eine klare Antwort: "Das Pokalspiel", ergänzt jedoch, "aber nur, wenn mir gleichzeitig jemand unterschreibt, dass wir in der Bundesliga am Ende mindestens auf Platz 15 stehen."

Chinesische Investoren beim FC Augsburg? "50+1 wird irgendwann kippen"


Zu einem möglichen Engagement chinesischer Investoren beim FC Augsburg äußerte sich Reuter ebenfalls: "Unser Präsident hat nur gesagt: Es ist eine Frage der Zeit, wann solche Investoren in die Bundesliga kommen." Er sei aber sicher, dass die 50+1-Regelung "irgendwann kippen" werde. Daher dürfe man sich "vor Investoren nicht verschließen, man muss den Markt beobachten". 50+1 bezeichnete Reuter jedoch gleichzeitig als "hohes Gut, um die Identität bei den Klubs zu belassen".

Dass der FC Augsburg derzeit nicht den schönsten Fußball spielt, stört Reuter nicht. Der FCA agiere "diszipliniert, kompakt gegen den Ball, aber auch schnell und mutig. Sie präsentieren sich eigentlich nie wie ein echter Abstiegskandidat. So soll Augsburg sein, denn ich bin überzeugt: Jeder Verein muss für etwas Bestimmtes stehen." Das sei laut Reuter auch der Grund gewesen, den ehemaligen Darmstädter Dirk Schuster als Weinzierl-Nachfolger auszuwählen.


Reuters Ziel: FCA soll die Nummer zwei in Bayern sein


Grundsätzlich orientiere man sich für die Zukunft an Mainz oder Freiburg. Aber auch Gladbach diene durchaus als Vorbild. Ziel sei in jedem Fall, "die Nummer zwei in Bayern zu sein". Denn das, so Reuter, "erleichtert das Werben um Talente".

Alles andere als leicht war letztlich der Abschied von Ex-Trainer Markus Weinzierl. Die Kommunikation nennt Reuter erneut "unglücklich". Der Wechsel Weinzierls zu Schalke 04 habe für ihn "bis zum letzten Spiel nicht festgestanden und wir ihn nicht vernünftig verabschieden konnten. Und dann gab's noch merkwürdige Interviews." (lib)
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