FC Augsburg: Steht ein Weinzierl-Nachfolger schon vor der Tür?

Quo vadis, Markus Weinzierl? Der Trainer des FC Augsburg vermeidet ein klares Bekenntnis zum Verein über die Saison hinaus. Foto: Martin Augsburger

Markus Weinzierls öffentliche Posse mit Rasenballsport Leipzig und ein ausbleibendes Bekenntnis zum FC Augsburg nähren die Spekulationen um den Abgang des Trainers. Möglicherweise ist auch der FCA selbst nicht untätig. So war ein potenzieller Weinzierl-Nachfolger zuletzt in der Stadt: Markus Kauczinski.

Aus der Posse um FC-Augsburg-Trainer Markus Weinzierl und Rasenballsport Leipzig gehen letztlich nur Verlierer hervor. Wer nun wem abgesagt hat, wird ohnehin fast zur Nebensache, bei all dem unprofessionellen öffentlichen Gekabbel. Der Brause-Bundesligist in spe hatte in der Beliebtheitsskala jedoch ohnehin nichts zu verlieren. Weinzierl auf der anderen Seite hat an Glaubwürdigkeit und bei vielen Fans wohl auch Sympathien eingebüßt. Für den abstiegsbedrohten Verein kommt der Komödienstadl vor aller Augen jedenfalls zur absoluten Unzeit.

Prompt bringen Medien Weinzierl als Nachfolger des in Gelsenkirchen strauchelnden Schalke-Trainers André Breitenreiter ins Gespräch. Denn Weinzierl – oder zumindest sein Berater Roman Grill – beschäftigt sich offenbar mit anderen Angeboten. Zumal bleibt ein klares Bekenntnis zum FC Augsburg weiter aus.

Weinzierls Abschied wird immer wahrscheinlicher


Es wird wahrscheinlicher, dass die Liaison Weinzierl-FCA nach dieser Spielzeit endet. Was ja auch legitim wäre, hat der Fußballlehrer mit Augsburg doch mehr, als überhaupt für möglich gehalten, erreicht; sofern er am Ende die Klasse hält. Das Leipzig-Theater verpasst dem Image des Trainers jedoch einen gewaltigen Kratzer. Eine elegante Lösung – inklusive angemessener Ablöse – ist in Gefahr.

Auf Vereinsseite sieht man sich wohl nach geeigneten Erben um. Einer wurde am Osterwochenende in Augsburg gesehen. Markus Kauczinski, derzeit noch Trainer des Karlsruher SC. Freilich muss das nichts heißen – wer fährt nicht gerne zum Bummeln in die Fuggerstadt. Aber kann das bei all dem Weinzierl-Wirbel Zufall sein?

Kauczinski: Einer, der zum FC Augsburg passt


Zu sehr würde Kauczinski zum FC Augsburg passen. Der 46-Jährige hat zu Beginn der Saison verkündet, den KSC an deren Ende zu verlassen. Das Ziel ist noch immer unbekannt – dem FC Bayern, der ihn für seine Jugendarbeit gewinnen wollte, sagte er zuletzt ab.

Kauczinski ist wie Weinzierl ein junger Fußballlehrer, ein sympathischer Typ ("Geile Frise, geiler Style, geiler Typ", urteilte nicht umsonst die 11Freunde) und sportlich kompetent. Er führte Karlsruhe in der Vorsaison bis in die Relegation, in der seine Elf unglücklich am Hamburger SV scheiterte. Vielleicht ist der FC Augsburg genau die neue Herausforderung, die er nach eigenen Angaben sucht. Besonders pikant: Auch RB Leipzig soll Kauczinski als möglichen Cheftrainer auf dem Zettel haben.
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Max Kaiser aus Augsburg - City | 05.04.2016 | 23:46  
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