FC Augsburg stellt neues Trikot vor: Ausgerechnet München

Der FC Augsburg stellt am Mittwoch seine Trikots für 2015/16 vor. Die Präsentation findet nicht nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, auch der Ort der Modenschau irritiert. Ein Kommentar.

Die neuen Gewänder der eigenen Mannschaft werden von Anhängern eines Vereins vor einer Saison genauso heiß diskutiert, wie gemutmaßte und feststehende Transfers. Der Vorhang fällt meist in einer öffentlichkeitswirksamen Präsentation, in der Spieler als Models durchs Scheinwerferlicht flanieren.

Wenn der FC Augsburg am Mittwoch die neuen Hemden zeigt, haben die Fans jedoch keine Möglichkeit, die Kicker samt neuer Kleider aus nächster Nähe zu bewundern. Der Termin ist ausschließlich Medienvertretern vorbehalten.

Noch bemerkenswerter aber ist, dass die Modenschau mit anschließender Talkrunde gar nicht in Augsburg über den Laufsteg geht, sondern ausgerechnet - dieses im Sport inflationär verwendete Wort ist hier durchaus angebracht - in München. Dort hat die neue hauptsponsernde Versicherung in ihre Räume geladen. Das ist ihr gutes Recht und der Verein muss sich solchen Wünschen freilich beugen.

Gerade für den volksnahen FCA ist diese Wahl jedoch schade. Denn auch in der Arena oder auf dem Rathausplatz ließe sich ein Laufsteg aufbauen. Oder wie wär's, wenn der Kasperl und seine Marionettenkollegen, geführt von ein Paar Profis, die aktuellen Leibchen auftragen? Mit solch einer Aktion hätte der neue Sponsor sicher mehr Begeisterung entfacht. Mit München eher weniger.
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