FC Augsburg U23: 12:0-Torgala gegen Seligenporten

Was für ein Spiel. 12 Tore, 0 Gegentore - die U23 des FC Augsburg zeigte sich am Samstagnachmittag gegen Regionalliga-Bayern Aufsteiger SV Seligenporten äußerst torhungrig und ließ die 320 Zuschauer beim zweiten Saisonsieg im heimischen Rosenaustadion ein ganzes Dutzend Mal jubeln.

"Das ist alles gerade noch sehr unwirklich", war auch FCA-Trainer Christian Wörns nach dem Abpfiff sprachlos über den Auftritt seiner Mannschaft. "Wir sind super in Spiel gestartet und haben unsere Tore gemacht. Und Seligenporten hat nicht den besten Tag erwischt." Denn es waren keine fünf Minuten gespielt, da erklang im altehrwürdigen Rosenaustadion zum ersten Mal die Augsburger Tormelodie. Und es sollte nicht das letzte Mal an diesem sommerlichen Samstagnachmittag sein. Nach einem schönen Solo probierte sich Albion Vrenezi aus der Distanz und überwand SVS-Torwart Christopher Pfeiffer mit einem Fernschuss ins linke obere Eck. (4.) Im Gegenzug kam ein Spieler von Seligenporten im Strafraum an den Ball, legte aber noch einmal quer und sein Mitspieler stand im Abseits. Den ersten und nahezu einzigen Torschuss der Partie konnte der Aufsteiger in der 13. Spielminute für sich verbuchen, der Schuss ging jedoch weit rechts am Tor von FCA-Schlussmann Florian Kastenmeier vorbei.

In der 19. Spielminute traf Marco Richter aus der Distanz noch das Lattenkreuz, kurz später sollte dann jedoch die Torgala der Augsburger Nummer 18 beginnen. Nach guter Vorarbeit von Efkan Bekiroglu stand Richter in der Mitte richtig und musste nur noch zum 2:0 einschieben. (26.) Direkt nach Wiederanpfiff eroberten sich die Rot-Grün-Weißen den Ball zurück und konnten im gegnerischen Torraum von Pfeiffer nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Julian Günther-Schmidt behielt die Nerven und verwandelte den fälligen Strafstoß zum 3:0. (27.)

Die Wörns-Elf hatte nun der Torhunger gepackt und legte bis zum Ende der ersten Halbzeit noch weitere vier Treffer nach - die allesamt auf das Konto von Marco Richter gingen. Zunächst wurde der junge Stürmer im richtigen Moment freigespielt, so dass er ohne Probleme das 4:0 erzielte, beim 5:0 schaltete sich Außenverteidiger Nicola Della Schiava gut mit nach vorne ein und schickte Richter, der cool per Lupfer das 4:0 markierte (32). Beim 6:0 stand der FCA-Stürmer nach einem Freistoß goldrichtig und erzielte Volley nächste Tor. (35.) Beim siebten Treffer landete der Ball nach mehreren vorherigen Augsburger Schussversuchen bei der Nummer 18, die mit einem Flachschuss das letzte Ausrufezeichen vor der Halbzeitpause setzte (45.). Nach diesen 45 Minuten hatten sich die Fuggerstädter den großen Applaus der 320 Zuschauer zur Halbzeit redlich verdient.

Aber auch in der zweiten Spielhälfte schalteten die Schwaben keinen Gang zurück. In der 50. Spielminute legte Günther-Schmidt gute Übersicht an den Tag und sah am Strafraum den besser platzierten Bekiroglu, der das 8:0 markierte. Das nächste Tor erzielte knappe zehn Minuten später Marco Schuster per Kopf nach einem Freistoß. (59.)

Dann passierte etwas, dass im Rosenaustadion wahrscheinlich noch nicht vorgekommen war. Als Richter nach einem saustarken Angriff über den schnellen Vrenezi in der Mitte an den Ball kam, die Ruhe behielt und das 10:0 markierte, war kein Platz mehr auf der Anzeigentafel des Rosenaustadions. (65.) Doch daran sollte es nicht scheitern, kurzerhand wurde improvisiert, so dass sowohl das 11:0 als auch am Ende das 12:0 wieder auf der Rosenauanzeige zu sehen waren. Beim 11:0 krönte Richter seinen überragenden Auftritt mit einem Distanzschuss aus 25 Metern rechts oben in den Winkel, was gleichzeitig seinen siebten Treffer darstellte (74.). Den Schlusspunkt der Torgala setzte dann noch einmal Bekiroglu mit dem 12:0-Endstand (80.).

"Es gibt manchmal einfach Tage wie diesen, den Tag heute genießen wir richtig. Wir freuen uns riesig über die drei Punkte", so der FCA-Trainer.

FC Augsburg: Kastenmeier; Reinhardt (Volk), Schuster, Vrenezi, Bekiroglu, Richter, Günther-Schmidt (Laverty), Della Schiava, Thiel, Kurz (46. Ramser), Okoroji, Niemann (ET.), Baier (o.E.), Ekin (o.E.), Scherzer (o.E.)
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